Johannesburg - Am 8. Dezember wurde Nelson Mandela ins Krankenhaus gebracht, eine schwere Lungenerkrankung hatte den Schritt nötig gemacht. Doch offenbar gab es auch Probleme mit den Gallensteinen des 94-Jährigen. Sie wurden am Samstag bei einer Operation entfernt. Der Eingriff am Samstag sei "erfolgreich verlaufen" und der Friedensnobelpreisträger erhole sich im Krankenhaus, teilte das Büro von Präsident Jacob Zuma mit.
Die Gesundheit des ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas hatte sich in den vergangenen Jahren verschlechtert: Schon im Februar war Mandela wegen eines Magenleidens im Krankenhaus behandelt worden. Anfang 2011 war er mehrere Tage lang in einer Klinik. Seither hat sich der Friedensnobelpreisträger größtenteils aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und lebt in seinen Heimatort Qunu im Südosten des Landes.
Wegen seines Kampfes gegen das rassistische Apartheid-System hatte Mandela 27 Jahre lang in Haft gesessen. Im Februar 1990 wurde er entlassen - das Ende der Apartheid war gekommen. 1994 gewann Mandelas ANC mit überwältigender Mehrheit die ersten freien Wahlen in Südafrika. Mandela wurde Staatspräsident und blieb bis 1999 im Amt. 2004 zog er sich ganz aus der Politik zurück.
aar/dpa/AP/Reuters
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Ausland | RSS |
| alles zum Thema Nelson Mandela | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH