Neues Navigationssystem Russland schießt drei Ortungssatelliten ins All

Russland hat drei neue Satelliten seines Navigationssystems Glonass gestartet. Noch bis Ende 2007 soll das Konkurrenzsystem zu GPS und Galileo das ganze Territorium des Landes abdecken - Präsident Putin bestellte in einem PR-Auftritt einen Peilsender für seine Labradordhündin.


Moskau - Alles lief planmäßig. Um 20.32 Uhr deutscher Zeit hob die "Proton-M"-Trägerrakete vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan ab. An Bord: die drei Satelliten des Glonass-Systems.

Mit ihnen erhöht sich die Zahl der aktiven russischen Navigationssatelliten auf 15. Weitere vier Raumflugkörper befinden sich in Tests oder werden gewartet. Russland hofft, noch bis Ende 2007 18 aktive Satelliten zu haben - dann würde das gesamte Staatsgebiet abgedeckt.

Außerdem beginnt in diesen Tagen der Verkauf der ersten Empfangsgeräte. Glonass ist als Konkurrenz zu dem GPS-System der USA und dem europäischen Galileo-Satellitenverbund geplant. Es soll nach seiner endgültigen Fertigstellung mit 24 Satelliten auch global einsetzbar sein.

Präsident Wladimir Putin hatte bei der Vorführung der drei neuen Glonass-Satelliten vor dem Start eine sehr konkrete Frage - die seine Labradorhündin betraf, die offensichtlich gerne weiter weg läuft. "Wann kann ich Glosnass für Konni bekommen?", fragte Putin seinen ersten stellvertretenden Ministerpräsidenten Sergej Iwanow. Dieser antwortete nüchtern, berichtet die Nachrichtenagentur Itar-Tass: "Entsprechende Halsbänder für Hunde oder Katzen werden im Juli 2008 in die Läden kommen."

anr/AFP/ddp

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