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US-Präsidentschaftsrennen: Clinton gewinnt Nevada - Trump holt South Carolina

Hillary Clinton am Wahltag in Nevada: "Das ist euer Sieg. Danke schön" Zur Großansicht
AP/dpa

Hillary Clinton am Wahltag in Nevada: "Das ist euer Sieg. Danke schön"

Hillary Clinton kann aufatmen: Die Ex-Außenministerin hat die Vorwahl der Demokraten in Nevada gegen ihren Rivalen Bernie Sanders gewonnen. Bei den Republikanern setzte sich erneut Milliardär Donald Trump durch - Jeb Bush steigt aus.

Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton hat nach Hochrechnungen von Fernsehsendern die Vorwahl der Demokraten im Bundesstaat Nevada gewonnen. Mehrere Nachrichtensender erklärten Clinton zur Siegerin der Abstimmung am Samstag. Nach Auszählung von 85 Prozent der Stimmbezirke lag Clinton bei 52,5 Prozent, ihr Rivale Bernie Sanders kam auf 47,4 Prozent.

Die Sender erklärten auch bei der republikanischen Vorwahl in South Carolina einen Kandidaten rasch zum Sieger: Donald Trump. Der Milliardär setzte sich nach seinem Sieg in New Hampshire nun zum zweiten Mal hintereinander bei einer "Primary" durch. Nach Auszählung der ersten Stimmen zeichnete sich zwischen den Senatoren Ted Cruz und Marco Rubio ein enges Rennen um Platz zwei ab. Ein erneut desaströses Ergebnis fuhr Floridas Ex-Gouverneur Jeb Bush ein. Er zog noch am Abend die Konsequenzen und stieg aus dem Präsidentschaftsrennen aus. "Ich beende heute meine Kampagne", sagte er.

Hillary Clinton reagierte erleichtert auf ihren Erfolg: "An alle, die sich in jeder Ecke von Nevada mit Entschlossenheit und Herz beteiligt haben: Das ist euer Sieg. Danke schön", schrieb die frühere Außenministerin auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Nevada ist nach Iowa der zweite Vorwahl-Staat, den Clinton für sich entscheiden konnte, Sanders gewann in New Hampshire. Für die 68-Jährige ist der Erfolg im Westen enorm wichtig. Nach ihrer massiven Niederlage in der vergangenen Woche war die Skepsis gewachsen, ob sie die richtige Kandidatin für die Demokratin sei. Sanders, der noch vor einigen Wochen in Umfragen in Nevada sehr deutlich zurück lag, hatte auf einen Last-Minute-Sieg gesetzt. Clintons Erfolg bremst den linken Senator aus Vermont ein Stück weit.

Wichtiger aber noch für die Ex-Außenministerin: Der Erfolg dürfte die Diskussion über ihre Schwäche vorerst stoppen. Dass sie bei Frauen und unter schwarzen Amerikanern gut abschnitt, sehen ihre Leute als Beleg dafür, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Clinton hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten verstärkt auf diese beiden Zielgruppen konzentriert. Im Lager der Demokratin machte sich umgehend Erleichterung breit.

Clinton-Anhänger in Nevada: H für Hillary Zur Großansicht
AFP

Clinton-Anhänger in Nevada: H für Hillary

Überall in dem westlichen Bundesstaat Nevada waren am Samstag Anhänger der Demokraten zu Wahlversammlungen zusammengekommen, den sogenannten Caucuses. Die Republikaner hielten unterdessen eine Vorwahl nach dem Primary-Prinzip ab. Anders als bei den Caucuses, wo sich die Parteibasis für wenige Stunden an einem öffentlichen Ort zur Kandidatenwahl versammelt, können hier den ganzen Tag über Stimmen abgegeben werden.

sun/vme/AFP/dpa

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1.
kjartan75 20.02.2016
Interessant ist, dass Umfragen davon ausgingen, dass Sanders besonders bei Latinos in Nevada gut abschneiden würde. Nach bisherigem Auszählungsstand in stark latinogeprägten Teilen ist das aber gar nicht der Fall. Sanders hätte Nevada zumindest für sich entscheiden müssen, um sich große Hoffnungen auf die Kandidatur zu machen. South Caroline ist der nächste Spot für die Demokraten, da ist die Sache aber eindeutig für Clinton. Sanders hat dort keine Chance zu gewinnen.
2. Gewonnen. Knapp! Überraschend knapp! Fast nicht!!!
martin isenburg 20.02.2016
Das war Hillary's Staat. Und Bernie ist von null auf gut 48% hochgeschossen. Gewonnen. Knapp! Überraschend knapp! Fast nicht!!! #FeelTheBern
3. .
Peter Eckes 21.02.2016
52:47, das ist ja der reinste Kantersieg.
4. Es wird
gandhiforever 21.02.2016
Es wird sich zeigen, ob der Erfolg wirklich ihr Erfolg war. Da in Nevada die Republikaner naemlich an einem anderen Tag ihre Wahl treffen, koennte es durchaus passiert sein, wie Rachel Maddow andeutete, dass Republikaner bei den Demokraten mitgestimmt und -bestimmt haben. Diese Republikaner, die ja so gern von Wahlbetrug reden (ohne Beweise zu erbringen) sind schnell dabei, wenn sie mit einem solchen Verhalten den vermeintlich leichteren Gegner mitbestimmen koennen.
5. Einordnung
Tim Landscheidt 21.02.2016
„Konkurrent Bernie Sanders kam nach Auszählung von zwei Dritteln der Stimmen nur auf 47,7 Prozent.“ Nur 47,7 %! Was für eine haushohe Niederlage!
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