Streit in der US-Regierung: Clinton wollte syrische Rebellen bewaffnen

Kurz nach Hillary Clintons Abtritt als US-Außenministerin enthüllt die "New York Times": Die Politikerin wollte gemeinsam mit dem damaligen CIA-Chef Petraeus die Bewaffnung und Ausbildung syrischer Rebellen vorantreiben. Doch das Weiße Haus stoppte die Pläne.

Washington - Das US-Präsidialamt hat einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Sommer Pläne der damaligen Außenministerin Hillary Clinton und Ex-CIA-Chef David Petraeus zur Bewaffnung und Ausbildung syrischer Rebellen abgelehnt.

Grund für die Entscheidung seien Sorgen gewesen, die USA könnten in den Konflikt hineingezogen werden, berichtete die "New York Times" am Samstag. Außerdem sei befürchtet worden, dass die Waffen in die falschen Hände geraten könnten. Die USA unterstützen in Syrien humanitäre Hilfe, lehnen die Lieferung von Waffen an die Rebellen aber ab.

Endgültig sei der Plan begraben worden, als Petraeus wegen einer außerehelichen Affäre sein Amt aufgeben und Clinton aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten musste, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise. Der scheidende Verteidigungsminister Leon Panetta habe Regierungsvertretern zufolge der Idee positiv gegenübergestanden. Petraeus und Panetta lehnten dem Blatt zufolge eine Stellungnahme ab.

Clinton hatte sich vor kurzem in einem "Times"-Interview nicht zu der Frage äußern wollen. Sie hatte ihr Amt am Freitag an John Kerry abgegeben.

bim/Reuters

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insgesamt 56 Beiträge
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1. Na sowas
Lemmi42 03.02.2013
wo sind denn dann die Waffen her,die diese Banditen heute benützen,wenn nicht von den USA dann ihren Helfershelfern.So eine widerliche verlogene Politik.
2. Aha...
Fleckensalz 03.02.2013
da hatten die Amerikaner angst davor in diesen Konflikt hineingezogen zu werden... Vielleicht sollte sich endlich mal die Erkenntnis durchsetzen, dass dort Ars..... auf Arsc.... schießen. Wer sich noch einbildet bei den "Rebellen" handle es sich um "edle Freiheitskämpfer", der hat den Knall noch nicht gehört. Die Kämpfer gegen das Regime sind schon längst von Dschihadisten und Taliban unterwandert. Da hätte Mrs. Clinton ein Eigentor erster Güte geschossen.
3. optional
ringelpietz 03.02.2013
Die Aussenpolitik der Obama-Administration ist eine Katastrophe für die Menschheit. So schlimm wars zuletzt unter Reagan in den 80ern. Die haben inzwischen die gesamt Nord- und Ostküste des Mittelmeeres destabilisiert. Was soll das?
4. Das Afghanistan-Syndrom
Sharoun 03.02.2013
Zitat von sysopKurz nach Hillary Clintons Abtritt als US-Außenministerin enthüllt die "New York Times": Die Politikerin wollte gemeinsam mit dem damaligen CIA-Chef Petraeus die Bewaffnung und Ausbildung syrischer Rebellen vorantreiben. Doch das Weiße Haus stoppte die Pläne. "New York Times": Hillary Clinton wollte syrische Rebellen bewaffnen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/new-york-times-hillary-clinton-wollte-syrische-rebellen-bewaffnen-a-881175.html)
Natürlich muß der Gegner von morgen heute erst mal hochgerüstet werden. Hauptsache, bei den Waffenschmieden klingelt die Kasse! Wenn ich Ami wäre und meine Angehörigen und Freunde sterben im neuesten Krieg wegen dieser ständigen taktischen Rollenverschiebungen - ich wäre da ganz schön sauer. Aber die Betroffenen sehen das wohl dank Gehirnwäsche alles etwas 'lockerer'...
5. immunität aufheben..
Mesrine 03.02.2013
und ab nach den haag mit ihr zum kriegsverbrechergericht. das sind die modernen kriege...destabilisieren, schwächen, morden und vor der kamera lächeln und frieden predigen. syrien ist ein souveräner staat, das muss man respektieren.
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Fotostrecke
Clintons Abendprogramm: Bier aus der Flasche

Fläche: 9.632.000 km²

Bevölkerung: 310,384 Mio.

Hauptstadt: Washington, D.C.

Staats- und Regierungschef: Barack Obama

Vizepräsident: Joseph R. Biden

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