Die Lage am Montag Liebe Leserin, lieber Leser,


keine Nation der Erde übt so massiven Einfluss auf das Weltgeschehen aus wie die USA. Das gilt im Guten wie im Schlechten. Deshalb berichten wir ausführlich und gründlich über das Land, insgesamt haben SPIEGEL, SPIEGEL ONLINE und SPIEGEL TV ein gutes Dutzend Mitarbeiter in den USA. Mit SPIEGEL International bietet die Redaktion zudem ein Angebot in Englisch. Heute ist Barack Obama in Kuba, als erster US-Präsident seit 88 Jahren. Es ist eine historische Reise, weil die Insel Fidel Castros und die Vereinigten Staaten eine so komplizierte Beziehung haben. Eine Hass-Liebe, um genau zu sein. Mein Kollege Veit Medick begleitet Obama und berichtet aus Havanna.

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AP

Neue Zahlen zur Zuwanderung

Die wichtige Einigung der EU-Staaten mit der Türkei zur Flüchtlingskrise wird ab sofort umgesetzt. Griechenland fehlen dazu rund 4000 Beamte. Deutschland und Frankreich bieten Griechenland die Entsendung von Experten an, um die Rückführung von Flüchtlingen in die Türkei zu organisieren. Das könnten zum Beispiel Grenzschützer und Asylentscheider sein. Dazu passt, dass das Statistische Bundesamt heute die Jahreszahlen zur Zuwanderung in Deutschland vorstellt. Präsentiert werden zugleich die Daten zur Abwanderung - die gibt es übrigens auch.

AFP

Seehofer und Söder im Beauty-Contest

Die beiden CSU-Chefs Horst Seehofer (Senior) und Markus Söder (Junior) sind weiter im Mecker-Modus. Sie gaben am Wochenende Parallel-Interviews und hatten natürlich allerlei an dem Abkommen mit der Türkei auszusetzen. Es ist putzig zu beobachten, wie sich der Konkurrenzkampf zwischen den beiden entwickelt. Blöd für Söder: So könnte es eine Weile weitergehen, denn Horst Seehofer denkt natürlich nicht daran, für ihn Platz zu machen. Für die Wissenschaft, wie es mit der CSU weitergeht, hat mein Kollege Ralf Neukirch im neuen SPIEGEL übrigens ein schönes Wort gefunden: "Horstologie". Hier geht es zum neuen Heft.

Police Nationale/ REUTERS

Was wird aus Salah Abdeslam?

Die Terroristen hassen den Westen, sie wollen unsere Demokratie zerstören. Wenn sie dann aber so wie jetzt Salah Abdeslam geschnappt werden, nutzen sie natürlich gerne alle Möglichkeiten eines rechtsstaatlichen Verfahrens. Das schmerzt, aber natürlich sollen sie das tun. Denn genau das ist der Unterschied zwischen ihnen und uns.

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AFP

Gewinner des Morgens...

... ist Snoop Dogg. Der US-Rapper lobte nach einem Konzert in Bogotá die Vorzüge der kolumbianischen Hauptstadt, versah sein Selfie bei Instagram aber mit der Ortsmarke Bogata. Nun freut sich ein 2000-Seelen-Örtchen in Rumänien über die kostenlose Werbung. Die Gemeindeverwaltung lud Snoop Dogg sofort zu einem Besuch ein und pries die "schönen Sehenswürdigkeiten und das unglaubliche Essen". Na dann: Wohl bekomm's.

Mit besten Grüßen,

Ihr Roland Nelles, Politikchef SPIEGEL ONLINE

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m.gu 21.03.2016
1. Der Artikel von Herrn Nelles ist gut beschrieben
Zu kurz kam die Vereinbarung mit der Türkei im Deal mit den Flüchtlingen. Die Türkei ist auf keinem Fall ein sicheres Herkunftsland, wo nachweisbar ein einseitiger blutiger Krieg durch Erdogan gegen das kurdische Volk geführt wird. Es gibt dafür 100de Beweise, die leider von den Regierenden der EU Staaten, ausgenommen die Grünen und Linken, nicht beanstandet werden. Einer der letzten Beweise der begangenen Kriegsverbrechen der Erdogan Regierung an sämtliche Menschen in der Türkei, die das unmenschliche System verurteilen, wurde am 20.03.2016 ab 19,15 Uhr in der Sendung Weltspiegel im 1. Deutschen Fernsehen gezeigt. Wer wehrlose Menschen, auch Kinder, erschießen lässt gehört vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Diese Kriegsverbrechen, ausgeübt von türkischen Sicherheitskräften in den kurdischen Gebieten der Türkei, dürfen nicht ungesühnt bleiben.
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