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Die Lage am Donnerstag Liebe Leserin, lieber Leser,

hier kurz die neuesten Entwicklungen nach den Terror-Anschlägen: Die Selbstmordattentäter von Brüssel sind allesamt identifiziert. Wieder waren es junge Männer, 29, 27 und 24 Jahre alt. Alle drei hatten die belgische Staatsbürgerschaft. Die Zahl der Verletzten steigt auf 300, insgesamt 31 Menschen sind tot, darunter eine 37 Jahre alte Mutter, die mit ihren zwei Kindern auf dem Weg in den Urlaub war. Womöglich haben Terroristen auch Atomkraftwerke auf ihrer Zielliste. Einer der Selbstmordattentäter hinterließ eine Abschiedsbotschaft. Demnach wollte er lieber sterben, als von der Polizei gefasst zu werden. Hier finden Sie alle aktuellen Nachrichten und Hintergründe zu den Terror-Anschlägen.

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Völkermord verjährt nicht

Der Jugoslawien-Krieg erschien einst als unlösbares Problem, so wie heute der Syrien-Konflikt. Doch die Nato erzwang nach langem Zaudern den Frieden. Heute, 21 Jahre nach dem Völkermord von Srebrenica, wird das Uno-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag das Urteil gegen den früheren bosnischen Serbenführer Radovan Karadzic fällen. 8000 muslimische Männer und Jungen wurden damals von Serben-Milizen ermordet. Ich hoffe, eines nicht allzu fernen Tages wird auch IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi auf der Anklagebank in Den Haag sitzen.

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Gedenken an Airbus-Absturz

Am ersten Jahrestag des Germanwings-Absturzes gedenken Hunderte Hinterbliebene heute bei einer Trauerzeremonie in den französischen Alpen der Toten. Im Dorf Le Vernet werden an einer Gedenkstele die Namen der Opfer verlesen. In der Nähe war der Airbus A320 mit 150 Menschen an Bord an einem Berghang zerschellt.

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Familie Rockefeller verzichtet auf Öl-Profit

Die Förderung und der Handel mit Öl haben sie reich gemacht, jetzt steigen ausgerechnet die Rockefellers aus dem Geschäft mit dem schwarzen Gold aus. Die Anteile des Rockefeller Family Fund an dem US-Konzern Exxon sollen verkauft werden. Die Begründung: Exxon gehe nicht verantwortungsvoll genug mit den Themen Umwelt- und Klimaschutz um. Das ist sicherlich eine historische Zäsur in der amerikanischen Industriegeschichte. Oder, wie mein Kollege Janko Tietz vom SPIEGEL-ONLINE-Newsdesk sagt: "Das ist so, als würde sich Paul McCartney von den Beatles distanzieren."

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Gewinner des Morgens

Man kann sicherlich einiges gegen die katholische Kirche sagen, aber Papst Franziskus überrascht doch immer wieder positiv. In Castelnuovo di Porto in der Nähe von Rom will er heute zwölf Asylbewerbern die Füße waschen. Die traditionelle Zeremonie erinnert an die Demutsgeste Jesu beim letzten Abendmahl. Franziskus tut das, was man von einem Kirchenoberhaupt erwartet. Während andere Hass und Gewalt verbreiten, lebt er Mitmenschlichkeit. Deshalb ist er für mich der Gewinner des Morgens.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag,

Ihr Roland Nelles, Politikchef SPIEGEL ONLINE

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DIE LAGE: Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen
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1. Vorbild
KingTut 24.03.2016
"In Castelnuovo di Porto in der Nähe von Rom will er heute zwölf Asylbewerbern die Füße waschen." Es wäre gut, wenn diese Nachricht und Bilder über alle arabischen Massenmedien verbreitet würden. So sieht nämlich Barmherzigkeit aus, wie sie im Christentum im namen des Religionsstifters Jesu praktiziert wird. Das sollte Vorbild für alle sein, die meinen sich bei Gewalt auf einen göttlichen Auftrag berufen zu müssen.
2. Jaaaaaa!
supergrobi123 24.03.2016
Milliarden und Abermilliarden häuft die Katholische Kirche an. Kassiert von uns allen fette Steuergeschenke, lässt von unserem Staat zusätzlich die Kirchensteuer eintreiben, bettelt regelmäßig bei ihren Mitgliedern per Klingelbeutel. Die Milliarden legt sie in Immobillien und Wertpapieren an und versteckt sich hinter Briefkastenfirmen im steuererleichterten Luxemburg. Und wenn Flüchtlinge dringend Hilfe brauchen, dann werden 12 von ihnen die Füße gewaschen. Toll!
3. Warum hört man sonst wenig vom Pabst
Pauline123 24.03.2016
und der Kirche zur Flüchtlingsproblematik? Die kath. Kirche, die größte Indoktrinationsmaschinerie, ist der größte Grundbesitzer und Immobilienbesitzer der westlichen Welt. Sie haben den zweitgrößten Goldschatz angehortet. Der Vatikan ist größter rel. Wirtschaftskonzern und der gesamte Reichtum ist aufgebaut auf Verkauf von Segen und Titeln, Ablasshandel, Mord- und Totschlag und nicht zu vergessen durch die Subventionen des deutschen Steuerzahlers. In den riesigen Immobilien des Vatikan könnten sämtliche Flüchtlinge aus Idomeni untergebracht werden. Da wird die Hilfe für Flüchtlinge durch Füßewaschen natürlich dankbar angenommen!
4. Ich teile ihre Meinung Herr Nelles
m.gu 24.03.2016
Kriegsverbrechen verjähren nicht. Doch wird jeder Kriegsverbrecher zur Verantwortung gezogen? Ich sage NEIN. Was geschieht seit ca 12 Jahren in der Türkei? Sind dort nicht 10 000de Kurden unter dem Begriff "Kampf gegen die PKK." ermordet worden? Auf Befehl von Herrn Erdogan geschehen doch diese Kriegsverbrechen oder? Was stellen Menschenrechtler, die neutral und objektiv berichten, in der Türkei fest? Siehe Quelle: " Amnesty International: Türkei straft ganze Städte für PKK - Gewalt." Sind Aufnahmen und Zeugen nicht genug, siehe Quelle: "Kriegsverbrechen der Türkei in kurdischen Gebieten werden nicht geahndet." Warum werden Kameraaufnahmen im Original und Zeugen nicht ausgewertet? Siehe Quelle: "Tobias Hoch - Der Kriegsverbrecher Erdogan und sein Kampf...." Jeder, der Kriegsverbrechen anweist und ausführen lässt, gehört vor den Völkergerichtshof in Den Haag.
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