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Die Lage am Mittwoch Liebe Leserin, lieber Leser,

Die Brutalität, Verblendung und Feigheit der Terroristen von Brüssel macht sprachlos. Ihre Anführer und Sympathisanten mögen sich jetzt für einige Tage stark fühlen, in Wahrheit sind die Anschläge ein Zeichen der Schwäche. Der IS ist in Syrien und in Irak auf dem Rückzug, die Amerikaner haben mit gezielten Luftschlägen wichtige Anführer wie den Tschetschenen Omar al-Schischani getötet. In Europa steigt seit den Attentaten von Paris der Fahndungsdruck. Deshalb weicht der IS jetzt nach Libyen aus. Und deshalb bomben die Terroristen blindwütig in Brüssel. Ich glaube, die Dschihadisten kämpfen um das Überleben ihres Kalifats, voller Hass. Aber sie werden verlieren. Alles zu den Anschlägen finden Sie hier.

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AFP

John Kerry

Kerry in Moskau

Ein wichtiger Teil im Kampf gegen den IS ist die Diplomatie: US-Außenminister John Kerry ist heute in Moskau, um mit Russlands Präsident Wladimir Putin das weitere Vorgehen in Syrien zu besprechen. Die Waffenruhe zwischen der Opposition und dem Assad-Regime ist brüchig. Und auch die Friedensgespräche in Genf kommen kaum voran. Kerry hofft, gemeinsam mit Putin in diesen beiden Fragen Fortschritte zu erzielen. Der IS wird das sehr genau beobachten: Wenn es im Rest Syriens Frieden gibt, wird auch der Kampf gegen den IS einfacher, dann können alle Kräfte darauf konzentriert werden, sagt UN-Friedensvermittler Staffan de Mistura.

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REUTERS

Wolfgang Schäuble

Schäuble spart und spart und spart

Was macht eigentlich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU)? Zwischenzeitlich wurde er bereits als Ersatzkanzler für Angela Merkel gehandelt, jetzt ist es ruhig geworden um den Minister. Immerhin: Heute befasst sich das Kabinett mit den von ihm entworfenen Haushaltseckwerten für das Jahr 2017 und mit seinem Finanzplan für die Folgejahre. Schäuble gibt weiter den Sparkommissar. Zwar soll der Bund in den kommenden Jahren mehr ausgeben, etwa für Verteidigung oder für die Integration von Flüchtlingen. Aber mit Einsparungen will Schäuble seine schwarze Null trotzdem verteidigen, neue Schulden soll es nicht geben. Meine Kollegen David Böcking und Florian Diekmann berichten.

Gewinner des Morgens

Ist für mich der Hashtag #aufdieLiebe. Viele Twitter-Nutzer haben unter diesem Motto in der Nacht an die Opfer der Anschläge in Brüssel erinnert - und auf das Leben und die Freiheit angestoßen. Mir gefällt das.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag,

Ihr Roland Nelles, Politikchef SPIEGEL ONLINE

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1. was mich besorgt im zusammenhang mit brüssel...
basecape-man 23.03.2016
ist die zum teil arrogante haltung einiger deutscher politiker aber auch medienvertreter.so zu tuen und sich so zu äussern als gebe es nicht auch bei uns ähnliche Quartiere wie in brüssel ist fern jeder realität.auch in berlin gibt es ecken wo die polizei weder durchblick hat noch den willen und die mittel gesetze durchzusetzen.wir hatten bisher glück !!!und leute wie der innenminister von nrw sollte mal erst seinen laden in ordnung bringen bevor er andere öffentlich kritisiert.köln schon vergessen?und nochwas was qualifiziert eigentlich die ganzen "Terrorismusexperten"die uns jetzt auf allen kanälen erklärungen liefern .?da kann man nur hoffen irgendwo sitzen wirkliche experten die aus gutem grund nicht vor jede kamera rennen.
2. Nachfrage
rosskal 23.03.2016
"Amerikaner haben mit gezielten Luftschlägen wichtige Anführer wie den Tschetschenen Omar al-Schischani getötet." Liegt der Hauptverdienst bei der Bekämpfung des IS in Syrien nicht in erster Linie bei den Russen und deren effektiven Bombardements? Das sollte man schon erwähnen.
3. Terror in Europa
ketzer2000 23.03.2016
Vor Jahrzehnten in Afghanistan den islamischen Terror gegen die Sowjetunion aus der Büchse der Pandora gelassen, erreichen uns jetzt endgültig die Ausläufer in Europa. Eine verfehlte Politik der Einmischung in innere Angelegenheiten hat zu Erstarken des Islamismus und der IS geführt. Auch Europa hat mit Parallelgesellschaften zu kämpfen, die fanatisch den Islam unterstützen. Die Hoffnung, dass mit dem jetzigen Terror das Ende des IS naht, teile ich nicht. Zu meinem Lebzeiten werde ich das Ende nicht erleben. Isreal hat damit ausreichend Erfahrung gemacht. Menschen, wie die Anhänger des IS, die nichts zu verlieren haben, werden weiter bis zum Ende kämpfen.
4. Süß!
krautwickel 23.03.2016
Da ist das Blut der Ungläubigen noch nicht getrocknet und Herr Nelles weiß bereits, dass dieser Anschlag ein Zeichen der Schwäche der Terroristen ist. Da können wir uns ja auf weitere "Zeichen der Schwäche" freuen, denn die Anschläge erfolgen in immer kürzeren Abständen, November - Paris, Januar - Istanbul (10 Tote Deutsche, aber das haben wir zum Glück schnell vergessen), März - Belgien. "Aber jetzt nur keine Angst zeigen, denn dann haben die Terroristen doch schon gewonnen" - das werden wir jetzt wieder bis zum Überlauf zu hören kriegen.
5. Immer weiter
krautwickel 23.03.2016
Was hat der US Wahlkämpfer Donald Trump gefordert? Keine Moslems mehr in die USA zu lassen, "bis wir verstehen, was eigentlich los ist!" So ein Irrer! Wir wollen es weiterhin offen und bunt - und folgen unserer Kanzlerin auch über den Abgrund hinaus!
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