Die Lage am Donnerstag Liebe Leserin, lieber Leser,


heute treffen sich die Delegationen Nord- und Südkoreas, um das Treffen ihrer beiden Staatschefs im April vorzubereiten. Es wird nicht der einzige Gipfel bleiben, plötzlich wollen sich alle mit Pjöngjangs Machthaber Kim Jong Un treffen.

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Heft 13/2018
Wie der allmächtige Konzern noch zu stoppen ist - und wie sich die Nutzer schützen können

Erst redete er mit Chinas Staatschef Xi Jinping, nun bitten auch Russland und Japan um einen Gipfeltermin. "Ich habe einen viel größeren Atomknopf", prahlte einst US-Präsident Donald Trump. Nun kann Kim kontern: "Aber ich habe mehr Besucher."

Der Hartz-Hass der Genossen

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Die SPD ist in diesen Tagen mal wieder mit ihrer Lieblingsübung beschäftigt: die Agenda-Reformen ihres einstigen Kanzlers Gerhard Schröder schlechtzureden. Die Zahlen sagen etwas anderes: Seither sind nämlich Millionen neue Jobs entstanden, wie die Statistiker der Bundesagentur für Arbeit heute erneut vorrechnen werden. Und die Schere zwischen Arm und Reich ging hierzulande zwischen 1995 und 2005 auseinander, also bevor die Hartz-Reformen wirksam wurden. Danach blieb die Ungleichheit nahezu konstant. Wie hieß es noch bei dem legendären SPD-Chef Kurt Schumacher? "Politik beginnt mit dem Betrachten der Wirklichkeit."

Hand und Fuß

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Am Gründonnerstag hat Jesus der christlichen Überlieferung nach seinen Jüngern die Füße gewaschen, bevor er mit ihnen das letzte Abendmahl feierte. Um daran zu erinnern, tun es ihm seit Jahrhunderten katholische Würdenträger gleich; doch inzwischen ist das Ritual zu einem bizarren Wettlauf um die originellste Fußgruppe entartet.

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx wird heute Abend in der Liebfrauenkirche katholischen Pfadfindern die Füße waschen. Der Papst selbst will Häftlinge im Hochsicherheitsgefängnis Regina Coeli (Himmelskönigin) mit der Waschschüssel beehren. Und der Essener Ruhrbischschof Franz-Josef Overbeck bittet Mitglieder des Ruhrkohle-Chors, die Bergmannsstiefel abzulegen. Wie heißt es auf der Homepage des Gesangsvereins? Sie sind nicht älter als 65 Jahre und neugierig darauf, auch vor hochgestellten Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Kirche aufzutreten.

Die Facebook-Ideologie

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Noch immer kommen beinahe täglich neue Details des Facebook-Datenskandals ans Licht, doch für meinen Kollegen Thomas Schulz ist die Affäre nur die Spitze des Eisbergs. Konzernchef Mark Zuckerberg sei zum Opfer seiner eigenen Ideologie geworden, schreibt Schulz in seiner Titelgeschichte, die Sie heute auf SPIEGEL Plus lesen können: der Verbindung von "Utopismus und Kapitalismus".

Verlierer des Tages...

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... ist der Dackel. Ihm wird am Ostermontag in Passau zwar ein neues Museum gewidmet. Doch leider seien die Führungen schon bis Juni ausgebucht, heißt es. Verwundern kann das nicht, schließlich sind die Galerieräume schon fast gefüllt, wenn die beiden cleveren Gründer und ihre Hunde anwesend sind: Die Ausstellung findet auf 80 Quadratmetern statt.

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insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
Malto Cortese 29.03.2018
1. Hartz iv online
Leider schlagen die "Millionen neuen Jobs" sich weder in Jahresarbeitsstunden noch in steigenden Einkommen nieder. Im Gegenteil: der Lohnanteil am BIP sinkt, wir haben fast tausend Suppenküchen für Arme, ein Viertel des Souveräns (wir wollen ja nicht Volk sagen, gell?) ist prekarisiert. Kurt Schumacher und Willy Brandt wäre diese Wirklichkeit nicht entgangen. Den Menschen außerhalb der Redaktionsstuben entgeht sie auch nicht. Dem politischen Trojaner Schröder allerdings war sie Wunsch und Streben.
nach-mir-die-springflut 29.03.2018
2. Spiel auf Zeit
Kim war eigentlich zu allen Zeiten gut von Russland und China beschützt. Vielleicht gehen jetzt die langwierigen, zehnjährigen Verhandlungen los zwischen den USA und Kim über Kims Super-Bombe? Der Donald müsste nach dem Wladimir mit dem Kim reden, dann muss der Kim dem Donald versprechen, dass er keine Bombe in Richtung Donald schickt, der Donald verspricht dem Kim, keine in Richtung Kim zu schicken und sie sich dann doch alle lieb haben. Die Asiaten haben genau so wenig Lust auf einen Krieg bei sich wie die Europäer bei sich.
Sogehtdasnichtweiter 29.03.2018
3. Schlimm
Sehr geehrter Herr Sauga, haben Sie mal versucht, von Hartz 4 zu leben? Das ist meines Erachtens auch ein Teil des Betrachtens der Wirklichkeit. Schlimm, dass Sie ausgerechnet Kurt Schumacher zitieren, der sich bei den Hartz 4-Reformen im Grab umgedreht hätte. Und was die Arbeitslosenstatistiken angeht: Viele Arbeitslose fallen schon aus der Statistik, wenn sie 1-(!)-€-Jobs machen oder an einer Maßnahme teilnehmen. Was hat das mit der Wirklichkeit zu tun???
von_hintendrop 29.03.2018
4.
Millionen prekäre Dienstleistungsjobs sind entstanden. Aber man kann ja aufstocken? Das sagt nur jemand, der nicht weiß, wie das ist, zwischen Arbeit und Familie noch schnell zum Jobcenter zu rennen, um mit nötigen Papieren vorstellig zu werden und trotz Arbeit permanent damit beschäftigt ist, ums Überleben zu kämpfen. Hartz 4 ist ein gigantisches Subventionsprogramm für die Wirtschaft, um Exportweltmeister zu bleiben. Nun ist es Zeit, die Menschen am gewonnenen Reichtum teilhaben zu lassen.
Kurt2.1 29.03.2018
5. .
Es sind nur bestimmte Kreise in der SPD, die die SPD und ebenso H4 schlechtreden. Eine andere Partei zieht ihre gesamte Existenzberechtigung daraus, dieses System und die SPD schlechtzureden und so zu tun, als würde sie irgendjemandem helfen wollen. In Wahrheit geht es denen lediglich darum, sich selbst zu helfen. Was würden all die reich beschenkten Abgeordneten tun, ob in Europa, im Bund oder auch den Länderparlamenten, gäbe es die H4-Empfänger nicht. Was würden all die Kritiker des H4 Systems tun, würde ihre Partei nicht so viele schöne Millionen Euros vom Bund bekommen?
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