Newsblog Snowdens Appell: "Fürchtet Trump nicht!"

Whistleblower Edward Snowden hat die Wahl Donald Trumps als "dunklen Moment" bezeichnet. Doch Grund zur Furcht sieht er nicht, er fordert stattdessen Handeln. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Edward Snowden
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Edward Snowden


@@15.00

Trump ein "dunkler Moment" in der US-Geschichte

Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden hat die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten als einen "dunklen Moment" in der Geschichte der USA bezeichnet. Nötig sei aber jetzt nicht Furcht, sondern Handeln, sagte Snowden in einem Live-Video-Chat mit einem Kinopublikum in den Niederlanden. "Wenn wir eine bessere Welt haben möchten, dann dürfen wir nicht auf jemanden wie Obama hoffen, und wir sollten einen Donald Trump nicht fürchten", sagte Snowden. "Vielmehr sollten wir sie selbst bauen." In dem Kino in Amsterdam wurde der neue Film "Snowden" von US-Regisseur Oliver Stone gezeigt.

Die wichtigste Frage sei, "wie wir die Rechte eines jeden verteidigen können, überall, ohne Rücksicht auf Grenzen", sagte der 33-Jährige. "Wenn wir zusammenarbeiten, können wir etwas Besseres erschaffen und eine freiere und liberalere Gesellschaft genießen, von der jeder profitiert."

Snowden wird von den USA wegen Spionage gesucht. Er hatte im Jahr 2013 tausende als geheim eingestufte Dokumente zu den weltweiten Überwachungsprogrammen des US-Geheimdienstes NSA veröffentlicht und damit eine globale Debatte über die Zulässigkeit staatlicher Eingriffe in die Privatsphäre ausgelöst.

Er lebt seitdem in Russland im Exil. Einen Deal zwischen Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin, dem Trump in den vergangenen Monaten Respekt gezollt hat, zu seiner Überstellung in die USA fürchtet Snowden nicht. "Es geht nicht um mich, es geht um uns", sagte er.

@@13.40

Calling Trump

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der designierte US-Präsident Donald Trump haben telefoniert.

Das Gespräch fand bereits am Donnerstag statt, teilte Vize-Regierungssprecher Georg Streiter am Freitag in Berlin mit. Merkel habe dem Republikaner zu seiner Wahl gratuliert und ihm mitgeteilt, dass sie sich darauf freue, ihn "spätestens zum G20-Gipfel in Deutschland begrüßen zu können". Der Gipfel findet Anfang Juli in Hamburg statt.

Merkel habe erneut betont, dass Deutschland und Amerika durch gemeinsame Werte eng verbunden seien und sie auf dieser Basis mit Trump zusammenarbeiten wolle, sagte der Sprecher.

Die CDU-Vorsitzende hatte bereits am Mittwoch nach der US-Wahl erklärt, sie wolle mit Trump zusammenarbeiten unter der Bedingung, dass Deutschland und Amerika auch weiterhin die Werte wie Demokratie, Freiheit, Recht und Respekt vor Minderheiten achteten.

@@ 13.15

" Baut die Mauer, baut die Mauer"

Geht hier Trumps Saat des Hasses auf? Im US-Bundesstaat Michigan haben Schüler in einer Schulkantine einen rassistischen Slogan der Anhänger Trumps aus dessen Wahlkampf wiederholt.

Die Kinder skandierten: "Build the wall, build the wall" - als Anspielung auf Trumps Plan, eine Grenzmauer zwischen den USA und Mexiko zu errichten, um illegale Einwanderer aus Lateinamerika fernzuhalten. Gefilmt hatte den Zwischenfall eine zwölfjährige Schülerin der Royal Oak Middle School mit mexikanischen Wurzeln.

@@12.25

Sinneswandel bei Trump?

Nachdem der künftige US-Präsident am Donnerstag die Proteste gegen ihn als "unfair" bezeichnete hatte, sendete der Republikaner plötzlich versöhnlichere Signale: "Ich freue mich, dass die kleinen Protestgruppen in der vergangenen Nacht so viel Leidenschaft für unser Land gezeigt haben. Wir werden zueinander finden und stolz sein", heißt es in seinem jüngsten Beitrag auf Twitter. Am Donnerstag hatte es in zahlreichen Städten der USA wieder Demonstrationen gegen den Nachfolger Barack Obama gegeben.



@@11.00

Mark Zuckerberg: Falsche News auf Facebook nicht wahlentscheidend

Mark Zuckerberg
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Mark Zuckerberg

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bezweifelt, dass weit verbreitete Falschmeldungen bei dem Online-Netzwerk den Ausgang der Präsidentenwahl in den USA mitentschieden hätten. "Ich persönlich halte es für eine ziemlich verrückte Idee, dass falsche News auf Facebook, die nur einen sehr geringen Anteil der Inhalte ausmachen, die Wahl auf irgendeine Weise beeinflusst haben könnten", sagte er bei einem Auftritt auf der Konferenz "Techonomy" in Kalifornien. Die Wähler entschieden auf Grundlage ihrer Lebenserfahrung, sagte Zuckerberg.

Facebook wurde im Wahlkampf vorgeworfen, zu wenig gegen die Ausbreitung gefälschter Nachrichten-Artikel unternommen. Die angeblichen Berichte sollen vor allem Trump in die Hände gespielt haben. So hieß es zum Beispiel, der Papst habe dessen Kandidatur unterstützt.

Der Facebook-Chef bestritt zudem, dass sich im Newsfeed des Online-Netzwerks eine Filterblase bilde, in der den Nutzern durch Software-Algorithmen vor allem Nachrichten angezeigt werden, die zu ihren Ansichten passen und diese damit nur verfestigen. Eine von Facebook haben dagegen gezeigt, dass sich die angezeigten Nachrichten für Liberale und Konservative nur geringfügig unterschieden.

@@10.10

Trump-Wahl: EU-Kommission rechnet mit Verhandlungspause bei TTIP

Nach der Wahl von Donald Trump erwartet die EU-Kommission vorerst keine weiteren Verhandlungen mit den USA über das Freihandelsabkommen TTIP. Es gebe nach der US-Wahl "starke Gründe anzunehmen, dass es bei TTIP eine Pause geben wird", sagte EU-Außenhandelskommissarin Cecilia Malmström in Brüssel. Unter dem künftigen Präsidenten Trump sei unklar, "was passieren wird". Malmström erwartete deshalb vorerst keine weiteren Verhandlungsrunden mehr.

Der Republikaner hatte im Wahlkampf angekündigt, dass er TTIP stoppen will, weil er die Vernichtung von Arbeitsplätzen in den USA fürchtet.


@@09.35

Proteste gegen Trump: Polizei nimmt Demonstranten fest

Tausende Menschen haben am Donnerstag die Proteste gegen den neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump fortgesetzt. So zogen etwa in der kalifornischen Metropole San Francisco rund tausend Menschen zum Rathaus, sie riefen "Nicht mein Präsident". Auch in anderen Städten gingen die Menschen auf die Straße - dabei kam es zu Angriffen auf die Polizei.

Zerstörte Autoheckscheibe nach Protest in Portland, Oregon
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Zerstörte Autoheckscheibe nach Protest in Portland, Oregon

  • In Portland, Oregon, warfen Demonstranten Gegenstände auf Polizisten, dabei beschädigten sie ein Auto, wie die örtliche Polizei auf Twitter erklärte. Zudem sollen Scheiben von Geschäften eingeschlagen worden sein, hieß es in lokalen Medienberichten. Die Polizei sprach von einem "kriminellen und gefährlichen Verhalten" der Demonstranten und nahm einige Personen fest.
  • In Minneapolis, Minnesota, blockierte eine Gruppe von Menschen den Highway "Interstate 94" in beide Richtungen.
  • In Denver, Colorado, berichteten lokale Medien von rund 3000 Menschen, die sich am Colorado State Capitol - dem Amtssitz des Gouverneurs - versammelten und demonstrierten.
  • Weitere Proteste wurden in Washington, Baltimore, Philadelphia, New York sowie Los Angeles und Oakaland, Kalifornien, gemeldet.

Trump selbst gab den Medien die Schuld an den Protesten. "Hatten gerade eine sehr offene erfolgreiche Präsidentschaftswahl", schrieb er auf Twitter. "Nun protestieren professionelle von den Medien angestiftete Demonstranten. Sehr unfair!"


@@08.40

US-Verteidigungsministerium: Truppenpräsenz in Europa wird erhöht

Im Wahlkampf hatte Donald Trump eine Reduzierung des militärischen Engagements der USA in Europa in angedeutet - die Lasten seien zu groß. Das US-Verteidigungsministerium sieht das aber offenbar noch anders. Es will seine Pläne für eine Verstärkung der Truppenpräsenz in Europa auch nach Trumps Wahlsieg vorerst fortsetzen.

Das Vorhaben würde "so ausgeführt, wie sie mit unseren Verbündeten in der Nato abgestimmt wurden", sagte Pentagon-Sprecher Peter Cook in Washington. Die derzeitige Ministeriumsführung werde es "der künftigen Regierung überlassen, ihre eigene Politik zu erklären".

Das Bündnis hatte im Sommer als Reaktion auf Russlands Vorgehen im Ukraine-Konflikt beschlossen, vier Kampfbataillone mit jeweils rund tausend Soldaten nach Osteuropa zu verlegen. Die USA kündigten an, 2017 dauerhaft eine Panzerbrigade mit 4200 Mann in Osteuropa zu stationieren, deren Hauptquartier in Polen eingerichtet werden soll.

@@08.15

Pepsi-Angestellte haben Angst vor Übergriffen

Die Chefin des US-Getränkeriesen Pepsi hat von erheblichen Ängsten in der Belegschaft nach dem Wahlsieg des Rechtspopulisten Donald Trump berichtet. "Unsere Angestellten fragen sich: 'Sind wir hier noch sicher?'", sagte Pepsi-Chefin Indra Nooyi bei einer Podiumsdiskussion in New York. Dies betreffe "insbesondere jene Angestellten, die nicht weiß sind oder die schwul, lesbisch oder transsexuell sind."

Pepsi-Chefin Nooyi ist selbst indischer Abstammung. Im Wahlkampf hatte sie Trumps Gegnerin Hillary Clinton unterstützt. Der Konzern legt nach eigenen Angaben großen Wert auf Diversität in der Konzernbelegschaft.

Von dem designierten Präsidenten verlangte Nooyi, "als erstes klarzustellen, dass in den Vereinigten Staaten jeder sicher ist". Sie könne nur hoffen, dass Trumps Ausfälle gegen Einwanderer, Muslime und andere Minderheiten "lediglich Wahlkampfrhetorik" gewesen seien.



@@05.50

Trumps Prioritäten

In Washington hat Donald Trump darüber gesprochen, welchen Themen er sich nach seinem Amtsantritt als erstes widmen wird. Die Sicherheit der Grenzen und eine Gesundheitsreform gehören demnach zu den ersten Schwerpunkten. Die dritte Priorität sei die wirtschaftliche Lage, sagte Trump.

Auf die Frage, ob er mit dem Kongress an einem Einreisebann für Muslime arbeiten werde, antwortete Trump nicht. Die Forderung war Kern seines Wahlkampfes. Auf seiner Homepage stand bis zuletzt eine Pressemitteilung aus dem vergangenen Jahr, in der er das Einreiseverbot forderte (mit welcher Truppe Trump regieren will, lesen Sie hier).

Zuvor hatte Trump den amtierenden Präsidenten Barack Obama im Weißen Haus besucht - ein laut Obama "exzellentes" Treffen. Mehr dazu lesen Sie hier und sehen Sie in folgendem Video:

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@@4.05

Trump twittert über Proteste und die Obamas

Auch am Donnerstag sind in zahlreichen US-Städten wütende Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen Donald Trump zu demonstrieren (lesen Sie dazu auch den Newsblog-Eintrag von 03.05 Uhr). Nun hat sich der neue US-Präsident erstmals selbst dazu geäußert: Er habe gerade eine sehr offene und erfolgreiche Präsidentschaftswahl hinter sich, schrieb Trump bei Twitter. "Jetzt protestieren professionelle Demonstranten, angestiftet von den Medien. Sehr unfair!"

Davor hatte Trump sich in einem Tweet auf sein Treffen mit dem noch amtierenden Präsidenten Barack Obama bezogen. Er habe einen "fantastischen Tag" in Washington gehabt. "Sehr gutes Treffen, gute Chemie." Außerdem verriet Trump, was seine Ehefrau Melania von ihrem Gespräch mit First Lady Michelle Obama hielt: "Melania mochte Mrs O sehr!"

@@03.05

Neue Proteste gegen Trump in mehreren Städten

Anti-Trump-Demonstration in New Orleans
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Anti-Trump-Demonstration in New Orleans

Schon am Mittwoch waren landesweit Tausende Menschen gegen Donald Trump auf die Straße gegangen, ihr Motto: "Nicht mein Präsident". Auch einen Tag später trieb nun die Wut über den Wahlsieg des Rechtspopulisten wieder Hunderte Menschen auf die Straßen:

  • In Los Angeles protestierten Studenten auf dem Campus der University of California (UCLA) gegen Trump. "Ich kann nicht glauben, dass wir nun einen rassistischen, fremden- und frauenfeindlichen Präsidenten bekommen", sagte die Demonstrantin Daisy Rivera. Auch in anderen kalifornischen Städten wie Napa und Hayward versammelten sich Trump-Gegner.
  • In New York kamen etwa 200 Demonstranten im Washington Square Park in Manhattan zusammen.
  • Vor der Stadthalle in Philadelphia demonstrierten zahlreiche Menschen, darunter viele Eltern mit ihren Kindern. Auf ihren Schildern war unter anderen zu lesen: "Nicht unser Präsident", "Trans gegen Trump", "Amerika für alle sicher machen".
  • Weitere Studentenproteste gab es unter anderem im Bundesstaat Texas, in Baltimore und Grand Rapids, Michigan.

Für das Wochenende wurden weitere Proteste angekündigt. Im Folgenden sehen Sie Amateurvideos von den Protesten am Mittwoch:

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@@02.40

Was macht eigentlich Hillary Clinton?

Sie hat jahrelang gekämpft - und dann bitter verloren: Hillary Clinton musste ihrem Rivalen Donald Trump dazu gratulieren, die US-Präsidentschaftswahl gewonnen zu haben. Und nun?

Nun geht Clinton erst mal spazieren - das legt zumindest ein Foto nahe, das derzeit viel verbreitet wird. Es zeigt eine Frau mit ihrem kleinen Kind in einem Wald, neben ihr steht Clinton, in der Hand eine Hundeleine. "Sie ist noch auf den Beinen", schrieb NBC-News-Reporterin Andrea Mitchell zu diesem Schnappschuss vom Spaziergang:

Wie "Mashable" berichtet, handelt es sich bei der jungen Frau um Margot Gerster, eine große Clinton-Anhängerin. Sie habe die Politikerin in Chappaqua, New York, getroffen, zitiert die Internetseite Gerster. Bill Clinton sei ebenfalls dabei gewesen, er habe das Foto aufgenommen.

@@02.10

Oprah Winfrey: "Die Hoffnung lebt"

US-Talkshow-Queen Oprah Winfrey hat bei der US-Wahl aktiv Hillary Clinton unterstützt. Mit der Nachrichtenagentur AP sprach sie nun über den künftigen Präsidenten Donald Trump. Sie habe es zunächst schlicht nicht glauben können, sagte Winfrey. Aber: "Die Hoffnung lebt."

In Winfreys Fall speist sich diese Hoffnung aus den jüngsten Auftritten von Barack Obama und auch von Trump selbst. Obama hatte nach seinem Treffen mit Trump im Weißen Haus gesagt, es sei "exzellent" verlaufen. Und auch Trumps Siegesrede in der Wahlnacht gibt der einflussreichen Unternehmerin eigenen Angaben zufolge Hoffnung: Vielleicht irre sie sich, aber sie habe den Eindruck, dass seine Körpersprache so etwas wie Demut signalisiert habe. "Ich glaube, es ist ein Prozess, der einen demütig werden lässt - dass jetzt tatsächlich das Gewicht der Welt auf den eigenen Schultern lastet."

@@01.20

Snowden: Trump ist nicht die einzige Gefahr

Der Whistleblower Edward Snowden warnt davor, Donald Trump als alleinige Bedrohung für die Privatsphäre zu sehen. Die staatliche Internet-Überwachung sei eine globale Gefahr. Die Wahl Trumps "ist ein dunkler Moment in der Geschichte unserer Nation, aber es ist nicht das Ende der Geschichte", sagte Snowden über eine Live-Verbindung nach Amsterdam.

Er kritisierte auch Barack Obama. Der US-Präsident habe seine Versprechen im Zusammenhang mit Internet-Überwachung und der Schließung des US-Gefängnisses Guantánamo auf Kuba nicht gehalten. "Obama hat uns enttäuscht."

DPA

Aus dem US-Verteidigungsministerium hieß es am Donnerstag, man sei weiterhin entschlossen, das umstrittene Gefangenenlager zu schließen. Es bleibe eine Priorität des Ministers Ashton Carter während seiner verbliebenen Amtszeit, sagte sein Sprecher Peter Cook. Er räumte jedoch ein, dass dafür nicht mehr viel Zeit bleibt.

Präsident Barack Obama hatte im Februar einen neuen Anlauf unternommen, das Lager zu schließen. Der von den Republikanern dominierte Kongress wehrt sich jedoch gegen die Überführung der restlichen Gefangenen auf US-Boden. Donald Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, Guantánamo nicht zu schließen.

@@00.10

Jetzt auch Bill Clinton...

Es war zwar kein persönliches Treffen, aber immerhin am Telefon hat der 42. US-Präsident dem 45. zum Wahlsieg gratuliert. Ein Sprecher Bill Clintons sagte, es sei ein kurzes Gespräch gewesen. Clinton habe Donald Trump alles Gute für die Zukunft gewünscht.

@@23.56

Pences Terminkalender: Erst Weißes Haus, dann Heimat

Barack Obama traf Donald Trump. Michelle Obama traf Melania Trump. Und auch Vizepräsident Joe Biden traf seinen Nachfolger im Amt: Mike Pence. Nach Angaben des Weißen Hauses unterhielten sich die beiden in Bidens Büro im West Wing über die "Kernaufgaben" des Amtes und über ihre "langjährige Freundschaft". Der noch amtierende Vize habe seinem Nachfolger "volle Unterstützung" zugesagt.

Für Pence ging es anschließend weiter nach Indiana, zum ersten Mal seit der Wahl landete er in seiner Heimat. Dutzende jubelnde Menschen begrüßten Pence, eine Marschkapelle spielte "My Indiana Home". Egal, wohin ihn seine neue Aufgabe führen werde, sagte Pence. Sein Herz werde immer für den Bundesstaat schlagen.

AP

Pence hat sich in der Vergangenheit selbst mit folgenden Worten beschrieben: "Christ, Konservativer, Republikaner, in dieser Reihenfolge". In diesem Artikel lesen Sie mehr über den künftigen Vizepräsidenten - und ob er Donald Trumps Korrektiv sein kann.

@@23.25

Obamas Terminkalender: Erst Trump, dann NBA-Profis

Für Barack Obama dürfte es der deutlich entspanntere Termin gewesen sein: Um 11 Uhr morgens empfing er seinen Nachfolger Donald Trump im Weißen Haus. Drei Stunden und 20 Minuten später folgte der nächste Eintrag in seinem Terminkalender: "Der Präsident heißt die Cleveland Cavaliers im Weißen Haus willkommen", heißt es da.

Man lerne sehr viel über Menschen, wenn sie am Boden liegen, sagte Obama bei dem Treffen im Weißen Haus. Damit bezog er sich nicht auf die US-Wahl, sondern auf den Sport: Die Cleveland Cavaliers rund um Superstar LeBron James hatten im Juni dieses Jahres das NBA-Finale gewonnen - zum ersten Mal in ihrer Geschichte und nachdem sie im Finale einen 1:3-Rückstand gedreht hatten. "Das Comeback war außergewöhnlich", sagte Obama.

@@22.00

Jennifer Lawrence ruft zu Aktionen auf

Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence machte sich im Wahlkampf für Hillary Clinton stark - und zeigt sich auch nach der Niederlage der US-Demokratin gegen Donald Trump kämpferisch. In einem Beitrag für den digitalen Frauenkanal Broadly rief die Schauspielerin zu Aktionen auf: "Lasst euch davon nicht unterkriegen, sondern erzürnt euch!"

Mit dem Appell "Habt keine Angst, seid laut!" wendet sich Lawrence speziell an Frauen, Einwanderer, Schwarze und an die Gemeinde der Homosexuellen. Lawrence beklagt, dass sich nach Trumps Sieg nur noch weiße Männer wirklich sicher fühlen könnten. Sie wolle trotzdem versuchen, positiv zu denken, schreibt die 26-Jährige. Nun müsse man noch stärker für die Umwelt, für seine Mitmenschen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen.

@@21.10

Trump trifft Paul Ryan

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Kurz nach seinem Besuch im Weißen Haus ist Donald Trump in Washington mit dem Sprecher des Repräsentantenhauses Paul Ryan zusammengekommen. Das Verhältnis der beiden galt bislang als kühl. Im Wahlkampf hatte Ryan dem Milliardär einen Monat vor der Wahl die Unterstützung verweigert. Nun schwärmte Ryan, er und Trump hätten ein "fantastisches, produktives Treffen" gehabt.

Nach dem Treffen kündigte Trump an, er werde "spektakuläre" Dinge für die US-Amerikaner tun. "Wir werden die Steuern senken", sagte der designierte US-Präsident.

@@ 20.20

Wie erzieht man Kinder im Weißen Haus?

Nach und nach werden mehr Details über den Besuch der Trumps im Weißen Haus bekannt. Michelle Obama habe sich mit künftigen First Lady unter anderem darüber unterhalten, wie man Kinder im Weißen Haus großziehe, sagte Sprecher Josh Earnest. Später seien beide Frauen zu ihren Männern ins Oval Office gegangen. Insgesamt sei das Treffen von Obama und Trump weniger unangenehm verlaufen, als manche es vielleicht erwartet hätten, sagte der Sprecher. Die beiden Männer hätten allerdings auch nicht alle Differenzen ausräumen können.

@@ 19.40 Uhr

Zentrale Wahlkampfversprechen von Trumps Homepage verschwunden

Einige von Trumps umstrittensten Forderungen waren zwischenzeitlich nicht mehr auf seiner Wahlkampf-Website zu sehen. Dazu zählt der Aufruf, Muslimen die Einreise in die USA zu verbieten und sein Versprechen, das Pariser Klimaabkommen zu kippen. Auch eine Liste mit potenziellen Richtern für den Obersten Gerichtshof sowie diverse Details seiner Wirtschafts-, Verteidigungs- und Regulierungsvorhaben fanden sich nicht mehr auf der Seite.

Offenbar waren die Inhalte irgendwann um den Wahltag am Dienstag herum verschwunden, wie aus einer Website hervorgeht, die Momentaufnahmen von Internetseiten sammelt, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Trumps Wahlkampfteam reagierte zunächst nicht auf wiederholte Anfragen um eine Stellungnahme.

Später sagte ein Sprecher, die fehlenden Stellungnahmen seien "einem technischen Problem" geschuldet gewesen. "Zeitweise" seien sie nicht zu sehen gewesen, jetzt seien sie wieder sichtbar.

Die meisten Kernforderungen Trumps fanden sich weiterhin auf der Website, etwa sein Versprechen, eine unüberwindbare Mauer an der Grenze zu Mexiko hochzuziehen, für deren Bau das Nachbarland zahlen solle.

@@ 19.30 Uhr

"Ein politisches Erdbeben kann ein Weckruf sein"

Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat im US-Wahlkampf Donald Trump scharf kritisiert und ihn einen "Hassprediger" genannt. Ab Januar muss die deutsche Bundesregierung nun mit eben diesem zusammenarbeiten. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE erklärt Steinmeier, wie es zwischen Berlin und Washington weitergehen kann. Das ganze Interview lesen Sie hier.

Welche Folgen die Wahl Trumps für dem Syrienkrieg hat, hat Christoph Sydow in seinem Artikel "Assad atmet auf, der IS jubelt" skizziert. Auch russische Medien feiern den Wahlerfolg Trumps - dabei ist noch unklar, wie der künftige Präsident sich zu Moskau positioniert. Was Russland von Trump erwartet, hat Christina Hebel aufgeschrieben. Markus Becker beschreibt, was der Wechsel im Weißen Haus für die EU-Führung bedeutet. Sein Fazit: "Es wird einsam um Europa".

@@ 18.55 Uhr

Trump verlässt das Weiße Haus

Kurz nach dem historischen Treffen mit Präsident Obama hat Trump das Weiße Haus wieder verlassen. Er bleibt allerdings noch in Washington: Er wollte mit mächtigen Republikanern zu Mittag essen.

@@ 18.38 Uhr

Obama und Trump reden über Innen- und Außenpolitik

Über eine Stunde lang haben sich Obama und Trump im Oval Office des Weißen Hauses getroffen. Dabei sei es um innen- und außenpolitische Themen gegangen, sagte der US-Präsident bei der anschließenden Pressekonferenz. Er nannte das Treffen "exzellent". Auch über Schwierigkeiten sei geredet worden, sagte Trump. Eigentlich sollte das erste Treffen der beiden nur knapp eine Viertelstunde dauern.

Der Präsident und Trump lobten einander nach dem Treffen gegenseitig. Obama kündigte an, alles zu tun, um Trump zu helfen. Der künftige Präsident und seine Frau sollten sich willkommen fühlen. "Meine Priorität in den nächsten zwei Monaten ist es, dafür zu sorgen, dass der gewählte Präsident erfolgreich sein wird." Zu Trump gewandt, sagte Obama: "Wenn Sie erfolgreich sind, ist das Land erfolgreich."

Auch Trump gab sich versöhnlich. Er hätte noch länger mit Obama sprechen können und freue sich auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Präsidenten. "Es war mir eine große Ehre", sagte Trump, "wir haben uns vorher ja noch nie getroffen"

Am Ende gab Obama seinem designierten Nachfolger noch einen Tipp für den Umgang mit der Presse: "Hier ist eine gute Regel. Beantworte keine Fragen, wenn sie anfangen zu brüllen."

Anders als bei bisherigen ersten Treffen von amtierenden und designierten Präsidenten gab es dieses Mal kein gemeinsames Foto der Ehepaare. Die Obamas hätten den Fototermin abgesagt, berichtete das "Wall Street Journal". Während Barack Obama und Donald Trump im Oval Office miteinander sprachen, hatte Michelle Obama die künftige First Lady Melania Trump empfangen.

@@ 18.10 Uhr

Weitere Proteste gegen Trump geplant

In zahlreichen Städten in den USA wollen heute erneut Gegner des künftigen Präsidenten Trump auf die Straße gehen. Unter anderem wurde zu Kundgebungen am Union Square in New York, in Washington, in Baltimore und an der Universität von Wisconsin aufgerufen.

@@ 17.25 Uhr

Kubas Präsident gratuliert Trump

Der kubanische Präsident Raúl Castro hat Trump zu dessen Wahlsieg gratuliert. Castro sende Trump seine Glückwünsche, berichtete die kubanischen Parteizeitung "Granma". Direkt nach der Wahl in den USA hatte Kuba ein großes Militärmanöver angekündigt, um die Streitkräfte und die Bevölkerung auf feindliche Aktionen vorzubereiten. Trumps Haltung zu Kuba ist unklar.

@@ 17.20 Uhr

Kalifornier diskutieren auf Twitter Abspaltung

Angesichts der Wahl Trumps zum US-Präsidenten denken offenbar einige Menschen in Kalifornien über eine Abspaltung des liberalen US-Bundesstaats nach. Seit dem Sieg des Rechtspopulisten verbreitet sich über Twitter unter dem Hashtag "Calexit" der Ruf nach einer Abspaltung - angelehnt an den Brexit. Der Protest gegen den künftigen Präsidenten ist in Kalifornien groß: Kurz nach der Wahl demonstrierten vielerorts Tausende Menschen gegen Trump. Kalifornien ist fest in der Hand der Demokraten, 61,6 Prozent der Stimmen gingen an Hillary Clinton.

@@ 17.00 Uhr

Obama empfängt Trump im Weißen Haus

Donald Trump ist zu seinem ersten Treffen nach der Wahl mit US-Präsident Barack Obama in Washington angekommen. Er landete am Vormittag Ortszeit in der US-Hauptstadt und fuhr danach ins Weiße Haus. Begleitet wird der Milliardär von seiner Ehefrau Melania. Obama und Trump werden zunächst unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Oval Office miteinander sprechen, danach sollen beide vor die Presse treten. Obama hat Trump eingeladen, um nach eigenen Angaben ein Zeichen für eine friedliche Übergabe der Macht zu setzen.

Journalisten vor dem Weißen Haus
AP

Journalisten vor dem Weißen Haus

@@ 16.50

Telekom will Clinch zwischen US-Chef und Trump abhaken

Der US-Chef der Telekom ist für seine frechen Kommentare auf Twitter bekannt. Als ihm sein Zimmer in einem New Yorker Hotel von Donald Trump zu laut war, beschwerte er sich darüber in einem Tweet. Und Trump antwortete kurzerhand: "Der Service von T-Mobile US ist fürchterlich." Daraufhin zog Legere in ein anderes Hotel um und schrieb, dort sei das TV-Programm viel besser, da es keine Sender gebe, auf denen die Trump-Familie sich selbst lobe. Nun will die Telekom diesen Streit vergessen machen. "Ich kontrolliere meine Mitarbeiter nicht", sagte Telekom-Chef Tim Höttges dazu am Donnerstag. Legere selbst hat dem Immobilienunternehmer inzwischen zum Wahlsieg gratuliert und angefügt, er sei nun gespannt, was ein Nichtpolitiker für das Land tun könne.

@@ 16.42 Uhr

Trump lädt May ein

Einen Tag nach seinem Wahlerfolg hat Donald Trump bereits die britische Premierministerin zu Gesprächen eingeladen. Er habe Theresa May eingeladen, ihn so schnell wie möglich zu besuchen, teilte das Büro der Premierministerin mit. May teilte mit, sie freue sich auf die Zusammenarbeit. Beide seien sich einig, dass die Beziehung zwischen ihren Ländern sehr wichtig und besonders sei, hieß es weiter.

@@ 16.05 Uhr

Hollande ruft Europäer zu Geschlossenheit auf

Wie kritisch Frankreichs Präsident François Hollande den Wahlerfolg von Donald Trump sieht, wurde in seinem ersten Kommentar dazu deutlich: Es beginne nun eine Periode der Unsicherheit, sagte er am Mittwochmorgen. Nun hat er die Europäer zur Geschlossenheit aufgerufen. "Es ist sehr wichtig, dass die Europäer in dieser neuen Lage klar willens sind, gemeinsam zu handeln", sagte Hollande. Er nannte in diesem Zusammenhang den Schutz der gemeinsamen europäischen Außengrenzen, den Kampf gegen den Terrorismus oder die gemeinsame Verteidigungspolitik.

@@ 15.24 Uhr

Seehofer: Nicht nur auf Populisten schimpfen

Für Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer ist das Ergebnis bei der US-Wahl eine Lehre für Politiker im Umgang mit Populisten. "Die Menschen haben das Gefühl: Die da oben wollen immer recht haben", sagte der CSU-Politiker dem "Münchner Merkur". Er forderte Politiker auf, nicht nur auf Populisten zu schimpfen, sondern ihr "Ohr nah an der Bevölkerung" zu haben. "Die Arroganz in Eliten muss aufhören. Viele Bürger haben zunehmend den Eindruck, von Politik und Eliten bevormundet zu werden, und dagegen wehren sie sich."

@@ 14.30 Uhr

Giuliani ätzt gegen Demonstranten

Rudolph Giuliani gilt als mögliches Mitglied im Kabinett von Donald Trump. Die Demonstranten, die nach der Wahl in mehreren amerikanischen Städten gegen den kommenden Präsidenten protestierten, bezeichnete der frühere Bürgermeister von New York jetzt im Sender Fox News herablassend als "Haufen Heulsusen". Er würde Trump raten, sie zu beruhigen und ihnen zu sagen, "dass sie in einem Jahr in einem besseren Land leben. Wenn nicht, heult dann."

Anti-Trump-Demonstrantin in Las Vegas
REUTERS

Anti-Trump-Demonstrantin in Las Vegas


@@ 13.30 Uhr

Der Irrtum der Meinungsforscher

Warum haben sich die Demoskopen bei der US-Wahl so geirrt und Trump kaum eine Chance gegeben?Wie es dazu kommen konnte, lesen sie hier.

Hat es Trump durch seinen massiven Twitter-Einsatz ins Weiße Haus geschafft? Die Lehren aus dem US-Wahlkampf im Internet lesen Sie hier.

Demonstrantin in San Francisco
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Demonstrantin in San Francisco

In vielen US-Städten ist es nach dem Sieg von Trump zu Protesten gekommen. SPIEGEL-Korrespondent Marc Pitzke berichtet in einer Videoreportage über die im ganzen Land spürbaren Proteste.

@@ 13.10

Gute Nachrichten: Trump-Wahl bremst nicht die Kauflust

Wie sich die Politik von Donald Trump auf Amerika und das Verhältnis zu anderen Ländern auswirken wird, ist derzeit noch schwer abzuschätzen. Der Handelsverband Deutschland (HDE) ist sich aber sicher: Trumps Wahlsieg hat keine Auswirkungen auf die Kauflust der Deutschen. Die Bürger würden sich die Festtagsstimmung nicht verderben lassen, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Erst vor wenigen Tagen hatte der Handelsverband angesichts der guten Konsumstimmung in Deutschland ein "Rekordweihnachtsgeschäft" prognostiziert. Erstmals soll im Weihnachtsgeschäft die 90-Milliarden-Euro-Marke geknackt werden.

DPA

@@12.32

Trauer und Mitgefühl in Amsterdam

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Vor dem US-Konsulat in Amsterdam haben Niederländer als Reaktion auf den Wahlausgang ihre Trauer über den Sieg von Donald Trump und ihr Mitgefühl mit den Amerikanern ausgedrückt.

@@ 12.36

Trump telefoniert mit Südkoreas Präsidentin

Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye hat über ihr Telefonat mit Donald Trump berichtet. "Wir gehen die ganze Strecke mit Ihnen, wir werden nicht schwanken", soll der Wahlsieger ihr gesagt haben. Trump habe ihr versichert, dass die USA entschlossen seien, ihren Alliierten "gegen die Instabilität in Nordkorea" zu verteidigen. Im Wahlkampf hatte Trump noch angekündigt, dass er die Alliierten auffordern werde, einen größeren Beitrag für den Schutz der USA für ihr Land zu zahlen.

@@12.22

Die meisten Deutschen erwarten schlechteres Verhältnis zu den USA

Zwei Drittel der Deutschen rechnen bei einem Präsidenten Trump mit einem schlechteren Verhältnis Deutschlands zu den Vereinigten Staaten. Dies geht aus dem ZDF-"Politbarometer" hervor. Demnach glauben nur 3 Prozent an eine Verbesserung. Die derzeitigen Beziehungen bewerten vier von fünf als sehr gut oder gut (81 Prozent).

@@12

Fed betont Unabhängigkeit

Donald Trump wetterte im Wahlkampf gegen die Niedrigzinspolitik der US-Notenbank. Ein führender Währungshüter betonte jetzt die politische Neutralität der Fed. "Diese Unabhängigkeit zu haben, ist sehr wichtig", sagte John Williams, Präsident des Fed-Ablegers von San Francisco.

@@11.29

Peking warnt Trump vor Isolationismus

Im Wahlkampf attackierte Donald Trump auch China und warf Peking vor, für Jobverluste in den USA verantwortlich zu sein. Er kündigte auch höhere Einfuhrzolle für chinesische Waren an. Am Tag nach dem Wahlsieg haben die staatlichen Medien in China den designierten US-Präsidenten vor einer Politik des Isolationismus gewarnt. Stattdessen sollten die USA zusammen mit China daran arbeiten, den internationalen Status quo zu erhalten.

@@11.23

Juncker möchte Trumps Pläne kennen

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker fordert von Donald Trump rasch Klarheit über seine politischen Pläne. "Wir möchten wissen, wie es mit der Welthandelspolitik weitergeht, forderte er am Donnerstag in Berlin. "Wir wollen wissen, welche Absichten er mit der Nato hat". Und auch über seine Klimapolitik solle der künftige US-Präsident Auskunft geben.

@@11.06

Umweltministerin Hendricks appelliert an Trump

Barbara Hendricks hat Donald Trump aufgefordert, am Weltklimaabkommen von Paris festzuhalten. "Wir gehen davon aus, dass völkerrechtliche Verpflichtungen gelten und natürlich auch nach Regierungswechseln eingehalten werden und fortgelten", sagte die Umweltministerin im Bundestag. Trump hatte im Wahlkampf den Klimawandel bezweifelt und will Kohle-, Gas- und Ölindustrie beleben. Zudem hat er angekündigt, den 2015 ausgehandelten Weltklimavertrag auflösen zu wollen.

@@10.24

Kevin alleine mit Donald

Wie ernst muss man Donald Trumps Ankündigungen nehmen? Seine schauspielerischen Qualitäten bewies er schon 1992 in einer kleinen Rolle im Film "Kevin allein in New York":

@@9.50

"Trumps Wahl markiert das Ende der Nachkriegswelt"

Der frühere US-Botschafter John Kornblum sieht Deutsche und Europäer nach dem Wahlsieg Trumps künftig mehr denn je auf sich gestellt. "Der amerikanische Schirm über Europa ist für immer weggezogen", schrieb der 73-Jährige in einem Beitrag für die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Trumps Wahl markiert das Ende der Nachkriegswelt."

John Kornblum
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John Kornblum

"Vielleicht werden die Europäer jetzt einen verstärkten Willen zur Verantwortung finden", schreibt Kornblum weiter und fügt hinzu: "Sie werden ihn angesichts der Umstürze, die auf uns zukommen, brauchen." Kornblum war für die Regierung von Präsident Bill Clinton Botschafter in Deutschland.


Tag eins nach dem Trump-Triumph

Wie konnte es zum Sieg von Trump kommen? Lesen Sie bei SPIEGEL ONLINE fünf entscheidende Faktoren.

Und wie wird er in der Hauptstadt antreten? Washington zittert bereits.

Was der Sieg von Trump für die Politik von Amtsinhaber Barack Obama bedeutet und wie es bei den Demokraten weitergeht, können Sie hierlesen.

Wie realistisch sind die Wirtschaftspläne des nächsten Präsidenten?Im Wahlkampf hat er viel versprochen - aber kann das klappen?

 Donald Trump
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Donald Trump


@@09.11

Siemens-Chef: "Gebt ihm eine Chance"

Siemens-Chef Joe Kaeser setzt auf eine Zusammenarbeit mit Trump. "Gebt ihm eine Chance", sagte der Manager auf "CNBC". "Wir müssen schauen, was wir zusammen machen können. Lasst es uns positiv angehen." Kaeser gratulierte Trump und erhofft sich aufgrund der von dem Wahlsieger in Aussicht gestellten Erneuerung der US-Infrastruktur neue Aufträge.

@@08.43

Run auf Neuseeland, Australien und Kanada

Nichts wie weg: Wie nach dem Brexit-Votum in Großbritannien verzeichnet die Einwanderungsbehörde Neuseelands nach der Wahl von Trump ein massives Interesse von Auswanderwilligen - diesmal aus den USA: Fast 25 mal so viele Amerikaner wie sonst hätten auf der Internet-Seite nach Informationen über Auswanderungsbedingungen gesucht, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Normalerweise gebe es 2300 Interessenten aus den USA pro Tag.

Webseiten in Kanada und Australien erlebten ebenfalls hohe Nachfragen aus den USA. In Kanada stürzten nach Medienberichten die Webseiten unter dem Ansturm sogar zeitweise ab.

Sehnsuchtsziel Neuseeland
AP

Sehnsuchtsziel Neuseeland

@@08.09

Oettinger: Europa muss "erwachsen" werden

Wortmeldung zum Trump-Sieg von Günther Oettinger, dem EU-Kommissar für digitale Wirtschaft: Europa könne nicht mehr so stark auf Amerika zählen wie früher. "Europa muss zumindest erwachsen werden", sagte Oettinger im Deutschlandfunk. "Die Zeiten, wo wir uns als kleiner Bruder der USA fühlen konnten, wo wir im Schatten und in der Sicherheit der USA wachsen konnten", gehörten der Vergangenheit an.

@@07.23

Alle telefonieren mit Trump

Japans Regierungschef Shinzo Abe besprach mit dem designierten US-Präsidenten ein Treffen für kommenden Donnerstag in New York. Das teilte ein hochrangiger japanischer Regierungsvertreter mit. Beide hätten in dem Gespräch die enge Zusammenarbeit ihrer Länder bekräftigt.

Trump telefonierte auch mit Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Diplomatenkreise meldete. In dem Gespräch habe Trump zugesichert, die USA würden den Partner im Rahmen der vereinbarten Sicherheitsallianz verteidigen. Im Wahlkampf hatte er noch mit dem Abzug amerikanischer Truppen aus Südkorea gedroht, sollte sich das Land nicht stärker finanziell an der Stationierung beteiligen.

@@07.07

Mexiko will weiter eng mit USA zusammenarbeiten

Auch Mexikos Staatschef Enrique Peña Nieto hat bereits mit Donald Trump telefoniert. "Wir sind Verbündete, Partner und Nachbarn", sagte der Präsident anschließend. Das Telefonat sei freundlich und respektvoll verlaufen.

Nieto und Trump (im August 2016)
REUTERS

Nieto und Trump (im August 2016)

Trump hatte im Wahlkampf Mexikaner als Verbrecher bezeichnet und für den Fall eines Wahlsiegs den Bau einer Grenzmauer angekündigt. Zudem will er das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) neu verhandeln und Einwanderer ohne Papiere abschieben.

@@06.25

Die Obamas empfangen die Trumps

In Washington sind die Vorbereitungen auf den Machtwechsel angelaufen. Amtsinhaber Barack Obama will seinen designierten Nachfolger Donald Trump am Donnerstag zu einem ersten Treffen im Weißen Haus empfangen, um eine möglichst reibungslose Übergabe vorzubereiten. Mit dabei ist auch seine Ehefrau Melania Trump. Auf sie wartet im Wohnbereich Michelle Obama. Unter Ausschluss der Presse wird sie versuchen, dem Ex-Model die Aufgaben einer First Lady zu erklären.

 Donald und Melania Trump
AFP

Donald und Melania Trump

@@06.58

Sanders stellt Bedingungen für Zusammenarbeit

Bernie Sanders war die Hoffnung von Amerikas Linken, konnte sich aber nicht gegen Hillary Clinton durchsetzen. Er sei bereit, mit Donald Trump zusammenarbeiten, um der Arbeiterklasse zu helfen, erklärte der 75-jährige unabhängige Senator aus Vermont. Bedingung sei aber, dass es Trump ernsthaft darum gehen müsse, eine Politik zur Verbesserung des Lebens von Arbeiterfamilien zu machen.

@@06.18

Kissinger: "Hatte anderen Wahlausgang erwartet"

Wie so viele Politiker ist auch der frühere US-Außenminister Henry Kissinger vom Ausgang der Wahl überrascht. "Ich hatte das Gegenteil von dem erwartet, was passiert ist", gab er bei einer Preisverleihungsgala des Jüdischen Weltkongresses (WJC) in New York zu. Er habe aber die Hoffnung, "dass wohlwollende Haltung, offene Diskussionen und das Zusammenstehen hinter Schlüsselthemen" in den USA fortbestehen würden.

@@06.10

Verteidigungspolitiker erwartet mehr Bundeswehr-Einsätze

Nach dem Wahlsieg von Trump könnten auf Europa größere Rüstungsausgaben zukommen. Der Verteidigungspolitiker Henning Otte (CDU) rechnet mit mehr Aufgaben für die Bundeswehr. "Wir können uns weniger darauf verlassen, dass die USA sich in den Krisengebieten der Welt engagieren und damit auch zur Sicherheit hier in Europa beitragen", sagte der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag der Deutschen Presse-Agentur.

@@06.05

Miley Cyrus appelliert an Trump

Die Sängerin und Schauspielerin Miley Cyrus hat sich nach der Niederlage ihrer Wunschkandidatin Hillary Clinton mit einer tränenreichen Videobotschaft an Donald Trump gewandt. Am Mittwoch postete sie das über zwei Minuten lange Video auf Twitter. Darin bittet sie den zukünftigen US-Präsidenten schluchzend, die Menschen mit Liebe, Mitgefühl und Respekt zu behandeln: Man sollte die Menschen so annehmen, wie sie sind, daher würde sie auch ihn als Präsidenten akzeptieren.

cht/als/brk/aar/dpa/Reuters

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jakam 10.11.2016
1.
Ob Mrs.Trump mehr versteht als "Kreditkarte vom Ehemann, Lippenstift, Schminke"? Und dass sie ihre Reden mal lesen sollte, bevor sie kopiertes vorliest? Eine Farce das Ganze....
Nur ein Blog 10.11.2016
2. First Lady oder Politikerin?
Allen anderen Wunschgedanken zum Trotz: trotz ihrer Fähigkeiten gilt Michelle Obama nicht als unpolitische, aber nicht mit politisierende First Lady. Ganz im Gegensatz zu Hillary Clinton. Das heisst nicht, dass sich Michelle Obama nicht eingesetzt hätte, aber sie hat nie aktiv politisiert und viele ihr gut Gesinnte meinen, die sie kennen, haben den Eindruck, Michelle sei froh, den Politikrummel hinter sich lassen zu können.
wahrsager26 10.11.2016
3. Was ich mir vorstellen könnte
ist,das Mrs Trump ein besseres Benehmen an den Tag legen wird als zum Beispiel Herr Oettinger.Nebenbei:Das Weiße Haus wird doch bunt,die Dame stammt aus Slovenien.Möge sich die Presse bremsen und nicht jede Kleinigkeit als Malus in die Welt Posaunen-das Gegenteil würde erreicht.Jetzt sind eben die Fakten zur Kenntnis zu nehmen!Danke
Spiegelleserin57 10.11.2016
4. offiziell völlig korrekt!
Zitat von Nur ein BlogAllen anderen Wunschgedanken zum Trotz: trotz ihrer Fähigkeiten gilt Michelle Obama nicht als unpolitische, aber nicht mit politisierende First Lady. Ganz im Gegensatz zu Hillary Clinton. Das heisst nicht, dass sich Michelle Obama nicht eingesetzt hätte, aber sie hat nie aktiv politisiert und viele ihr gut Gesinnte meinen, die sie kennen, haben den Eindruck, Michelle sei froh, den Politikrummel hinter sich lassen zu können.
sie hat keine Berechtigung zu regieren, sie ist lediglich mit dem Präsidenten verheiratet, mehr nicht! Sie kümmert sich um wohltätige Zwecke wie es die anderen Ehefrauen von Präsidenten auch tun, also korrekt! Dass sie vielleicht Ruhe haben möchte sollte nachvollziehbar sein.
berndschlüter 10.11.2016
5. Bitte keine Spaltung Amerikas
Trump repräsentiert die andere Hälfte der USA, der mit Sicherheit nicht die jüdische Intellegenz angehört, die wurde eher von Hillary vertreten. Kein Zweifel, wen ich gewählt hätte. Jetzt kommt es darauf an, dass beide Seiten aufeinander zugehen und es ist unverkennbar, dass einige Amerikaner unzufrieden waren mit dem, was bisher lief. Trump mag zwar dümmer sein als Hillary Clinton, aber ich hoffe, nicht verschlagen. Mit ihm kann man sicher mit einfachen Worten reden, und die Verbindung zum Volk ist in einer Demokratie wichtig. Deshalb kann ich nur empfehlen, dass alle Gruppen zusammenarbeiten und nicht, wie in der arabischen Welt, einige illustre, nur scheinbar religiöse, Gruppen bestimmen, wo es lang geht. Irgendwo sehe ich in ihm auch eine Art Luther, der die abgehobene amerikanische Intelligentia, damit meine ich durchaus auch das CIA, auf den Boden des Volkes zurückholt. Ehrlichkeit ist eine der Tugenden, die bisher zu kurz kamen, und da sehe ich auch Hoffnung für Edward Snowdon. Ich freue mich, das die beiden Präsidentengemahlinnen bereits einen Anfang zur Versöhnung machen. Trump steht für mich für ein vereintes Amerika, auch, wenn ich ihn nicht gewählt hätte.
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