07. Dezember 2012, 17:32 Uhr

Konflikt zwischen Türkei und Syrien

Niederlande beschließen "Patriot"-Einsatz

Die Niederlande haben die Entsendung von "Patriot"-Raketeneinheiten und Soldaten an die türkisch-syrische Grenze beschlossen - sowie einen Tag zuvor das Bundeskabinett. Schon in wenigen Wochen soll es losgehen.

Den Haag - Die niederländische Regierung zieht nach. Wie das Bundeskabinett hat sich auch Den Haag zu dem Einsatz von zwei "Patriot"-Abwehrraketensystemen in der Türkei entschlossen, um den Nato-Partner vor Angriffen aus Syrien zu schützen.

Mit den Batterien sollen mehr als 360 holländische Soldaten ein Jahr lang an der türkisch-syrischen Grenze stationiert werden, erklärte der niederländische Außenminister Frans Timmermans. Deutschland wird etwa 400 Soldaten und zwei "Patriot"-Feuereinheiten entsenden. Außerdem werde man auch eng mit den USA zusammenarbeiten.

"Die Lage in der Grenzregion ist sehr unruhig", begründete Timmermans die Entscheidung. "Mit Blick auf die eskalierende Gewalt besteht das Risiko, das sie auf Nachbarländer übergreift." Die Einheiten sollen in naher Zukunft in der Türkei stationiert werden. Der genaue Ort werde in Abstimmung mit allen beteiligten Ländern festgelegt, sagte der Minister.

Sowohl der deutsche Bundestag als auch das Parlament in den Niederlanden müssen dem Kabinettbeschluss noch zustimmen. In beiden Ländern gilt die Bewilligung durch eine deutliche Mehrheit allerdings als sicher.

rit/dapd/dpa


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