Konflikt zwischen Türkei und Syrien: Niederlande beschließen "Patriot"-Einsatz

Die Niederlande haben die Entsendung von "Patriot"-Raketeneinheiten und Soldaten an die türkisch-syrische Grenze beschlossen - sowie einen Tag zuvor das Bundeskabinett. Schon in wenigen Wochen soll es losgehen.

"Patriot"-Rakete: Deutschland hatte den Türkei-Einsatz schon am Donnerstag beschlossen Zur Großansicht
DPA / Bundeswehr

"Patriot"-Rakete: Deutschland hatte den Türkei-Einsatz schon am Donnerstag beschlossen

Den Haag - Die niederländische Regierung zieht nach. Wie das Bundeskabinett hat sich auch Den Haag zu dem Einsatz von zwei "Patriot"-Abwehrraketensystemen in der Türkei entschlossen, um den Nato-Partner vor Angriffen aus Syrien zu schützen.

Mit den Batterien sollen mehr als 360 holländische Soldaten ein Jahr lang an der türkisch-syrischen Grenze stationiert werden, erklärte der niederländische Außenminister Frans Timmermans. Deutschland wird etwa 400 Soldaten und zwei "Patriot"-Feuereinheiten entsenden. Außerdem werde man auch eng mit den USA zusammenarbeiten.

"Die Lage in der Grenzregion ist sehr unruhig", begründete Timmermans die Entscheidung. "Mit Blick auf die eskalierende Gewalt besteht das Risiko, das sie auf Nachbarländer übergreift." Die Einheiten sollen in naher Zukunft in der Türkei stationiert werden. Der genaue Ort werde in Abstimmung mit allen beteiligten Ländern festgelegt, sagte der Minister.

Sowohl der deutsche Bundestag als auch das Parlament in den Niederlanden müssen dem Kabinettbeschluss noch zustimmen. In beiden Ländern gilt die Bewilligung durch eine deutliche Mehrheit allerdings als sicher.

rit/dapd/dpa

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1. Es gibt keinen Konflikt zwischen der Türkei und Syrien...
Emmi 07.12.2012
Es gibt keinen Konflikt zwischen der Türkei und Syrien, mithin auch nicht ansatzweise einen NATO-Bündnisfall. In Syrien herrscht Bürgerkrieg und leider erstreckt der sich bis in die Grenzregion zur Türkei, sodass hin und wieder ein paar verirrte Granaten auf türkischem Gebiet landen. Das ist schlimm für die Leute, die da leben, aber kein Grund, Flugabwehrsysteme in die Region zu verlegen, es sei denn, sie werden dort für Zwecke gebraucht, die man der Öffentlichkeit (noch) nicht mitzuteilen gedenkt...
2.
fuzuli 07.12.2012
Zitat von EmmiEs gibt keinen Konflikt zwischen der Türkei und Syrien, mithin auch nicht ansatzweise einen NATO-Bündnisfall. In Syrien herrscht Bürgerkrieg und leider erstreckt der sich bis in die Grenzregion zur Türkei, sodass hin und wieder ein paar verirrte Granaten auf türkischem Gebiet landen. Das ist schlimm für die Leute, die da leben, aber kein Grund, Flugabwehrsysteme in die Region zu verlegen, es sei denn, sie werden dort für Zwecke gebraucht, die man der Öffentlichkeit (noch) nicht mitzuteilen gedenkt...
Welche Zwecke können diese denn sein? Nach meiner Informationen sollen diese 3 Patriot-Einheiten in Malatya-Kürecik, Diyarbakir-Luftstützpunkt und Adana-Incirlik stationiert werden.
3.
patrick777 07.12.2012
Diese Raketen werden nur stationiert um eine Flugverbotzone einzurichten. Assad und die Rebellen haben gleichermaßen Kriegsverbrechen begangen, keiner von den beiden ist besser als der andere. Beide Seiten töten Zivilisten, sigar eine Schule mit Kindern wurde von den Rebellen angegriffen wobei Kinder starben.Eine Schande.
4. Liefern die USA die Flugkörper?
damian6 07.12.2012
Schließlich ist die Bundeswehr momentan wohl gerade mal im Besitz von 24 - 30 PAC-3 Flugkörpern, und diese reichen noch nicht für eine ganze Batterie.
5. Die Tuerkei ist mehr als faehig
localpatriot 07.12.2012
Syrien geht dem Ende zu. Land zerstoert, der Friede unter den Stammes und Religiosgruppen ist nachhaltig gestoert. Die Tuerkei ist ein politisch stabiles und gut bewaffnetes Land und hat keinerlei Probleme sich gegen das untergehende Regime zu verteidigen. Ich frage mich warum man diese Patriot Raketen nicht einfach der Tuerkei schenkt oder leiht. Warum sich die Nordlaender im Mittleren Osten wieder einmal Kriegerisch verwickeln ist mir ein Geheimnis. Seit Zeit der Roemer brachte das nichts - immer dasselbe: Ausser Spesen nichts gewsen. Vermutlich will man Deutschland an der Syrischen Grenze verteidigen.
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