Vermutlich Auftrag "terroristischer Gruppen" Im Niger entführter Deutscher offenbar nach Mali verschleppt

Ein Entwicklungshelfer ist im Niger entführt worden. Aus Sicherheitskreisen heißt es nun, dass er offenbar nach Mali verschleppt wurde. An der Grenze zwischen den beiden afrikanischen Staaten sind Dschihadisten aktiv.


Der im westafrikanischen Niger entführte deutsche Entwicklungshelfer ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen offenbar ins benachbarte Mali verschleppt worden. Die Entführer hätten den Mann bereits nach Nord-Mali gebracht, sagte ein Vertreter der nigrischen Sicherheitskräfte. Sie hätten vermutlich im Auftrag "terroristischer Gruppen" gehandelt.

Der Mitarbeiter der Hilfsorganisation Help war am Mittwoch im Westen des Niger von bewaffneten Angreifern überfallen und verschleppt worden. In der Grenzregion zu Mali sind bewaffnete Dschihadisten aktiv. Die Region Tillaberi gilt als äußerst instabil. Es gibt immer wieder Anschläge durch dschihadistische Gruppen, die sich in der Regel gegen militärische Einrichtungen und Flüchtlingscamps richten.

Der Niger teilt im Westen eine lange Grenze zum Krisenstaat Mali, wo die Bundeswehr mit mehr als tausend Soldaten an der Uno-Mission Minusma beteiligt ist. Die Mission soll das Friedensabkommen und die Waffenruhe in Mali überwachen.

cop/AFP



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