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Terror in Nigeria: Zeugen berichten von neuen Massen-Entführungen durch Boko Haram

Boko-Haram-Terroristen (Archiv): Hochburgen im Norden Nigerias Zur Großansicht
AFP/ Boko Haram

Boko-Haram-Terroristen (Archiv): Hochburgen im Norden Nigerias

Die Terrormiliz Boko Haram hat im Norden Nigerias Augenzeugenberichten zufolge bis zu 500 Frauen und Kinder verschleppt. Es wäre die zweite Massen-Entführung innerhalb eines Jahres.

Damasak - Gerade erst hatte Staatschef Goodluck Jonathan einen raschen Sieg gegen die Terroristen angekündigt - doch jetzt haben sie wieder zugeschlagen: Die radikalislamische Miliz Boko Haram hat nach Angaben von Augenzeugen erneut Hunderte Menschen in Nigeria verschleppt und Dutzende getötet.

Ein führender Armeevertreter in der Region sagte, ihm lägen Berichte von Bewohnern vor, wonach zwischen 400 und 500 Frauen und Kinder entführt worden seien.

Die Nachrichtenagentur Reuters sprach zudem selbst mit Zeugen vor Ort. Die Extremisten hätten etwa 500 junge Frauen und Kinder in dem Ort Damasak gefangen genommen, sagte ein Händler aus der Stadt im Norden des Landes. Anschließend hätten die Terroristen ungefähr 50 getötet und die übrigen mit sich genommen. "Wir wissen nicht, ob sie noch andere getötet haben, nachdem sie weg waren."

Vor etwa einem Jahr hatte die Miliz mehr als 200 Schülerinnen verschleppt und damit weltweit für Entsetzen gesorgt. Auf Twitter wurde weltweit der Hashtag #bringbackourgirls verwendet, um Anteilnahme an dem Schicksal der Schülerinnen auszudrücken.

Zuletzt hatte Nigerias Militär gemeinsam mit Tschad und Niger den Druck auf Boko Haram erhöht und mehrere Ortschaften befreit, darunter auch Damasak. Die Miliz hat ihre Hochburgen vor allem im Norden Nigerias.

mka/Reuters

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insgesamt 19 Beiträge
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1. Der internationale Sklavenhandel blüht wieder auf
anzweifler 24.03.2015
Boko Haram arbeitet inzwischen meist auf Bestellung. Gefragt sind Frauen und Kinder, die so ziemlich zu allem bereit und willig sind. Eine ganze Reihe von Beteiligten kassiert hohe Provisionen und alles dreht sich und läuft wie geschmiert. Es wird Zeit, das da jemand Sand ins Getriebe schüttet.
2. Macht was!
go-west 24.03.2015
wenn man es wirklich wollte, und auch bereit wäre, einen unvermeidlichen Preis an Verlusten zu zahlen, wäre dieser Spruch schon lange vorbei.
3.
wo_ist_all_das_material? 24.03.2015
Was sind das für Augenzeugen? An denen hängt ja offensichtlich mal wieder alles, daher würde es mich interessieren, wer sie sind und unter welchen Umständen sie Zeugen wurden. Sonst kommt am Ende eine weitere Peinlichkeit heraus wie bei der "Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte", die ja aus einem Mann mit Laptop und Smartphone in einem Reihenhaus in Coventry bestehen soll.
4.
helios3 24.03.2015
Und wie reagieren die westlichen "Retter" darauf? Ach ja richtig, sie kümmern sich um den bösen Putin der ist ja viel schlimmer. Ich möchte die Sache ja nicht verharmlosen, aber wie viel wurde wirklich bei der letzten Entführung von Boko Haram getan? Zeitungsberichte allein machen die Welt leider nicht friedlicher.
5. Ob die Meldung stimmt oder nicht ist vorerst egal.
winki 24.03.2015
Gegen diese Verbrecher muss endlich mit aller Härte etwas getan werden. Man sollte hierzu auch die Chinesen verpflichten. Sie sind in Afrika schon seit einiger Zeit wie Kolonialherren tätig.
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