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Extremisten in Nigeria: Boko Haram töten mehr als 100 Menschen

Extremisten der Terrorgruppe Boko Haram haben in Nigeria mehr als 100 Menschen getötet. Hunderte fliehen, nachdem auf Flugblättern weitere Überfälle angekündigt wurden.

Maiduguri - Mehr als 100 Menschen sollen bei einem Überfall der Terrorgruppe Boko Haram in dem nigerianischen Ort Damboa getötet worden sein. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf einen Sprecher der nigerianischen Bürgerwehr. Das Militär habe den Ort nahe der Provinzhauptstadt Maiduguri im Nordosten des Landes nicht mehr verteidigt.

Augenzeugen berichten, dass die Rebellen mit Granatwerfern (RPG) angegriffen hätten. Außerdem sollen sie selbst gebaute Bomben in Häuser geworfen haben. Flüchtende seien erschossen worden. Ein Großteil Damboas sei niedergebrannt. Als die Überlebenden ihre Toten bergen wollten, sollen die Rebellen erneut angegriffen haben.

Die Stadt, die an einer strategisch wichtigen Straße liegt, war seit zwei Wochen belagert worden. Das Verteidigungsministerium hatte berichtet, den Angriff zurückgeschlagen zu haben. Augenzeugen berichten dagegen, dass die Armee aus Damboa vertrieben wurde.

In Dörfern der gleichen Provinz seien Flugblätter verteilt worden, auf denen Extremisten weitere Überfälle ankündigen. Die Bewohner von neun größeren Dörfern sollen sich auf der Flucht befinden.

In der vergangenen Woche war ein Kommandeur der Terrorgruppe festgenommen worden. Boko Haram verübt seit 2009 immer wieder Anschläge, vor allem im Norden des bevölkerungsreichsten Landes Afrikas. Mehr als zehntausend Menschen sind ihnen bereits zum Opfer gefallen.

isa/AP

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insgesamt 4 Beiträge
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1. Drohneneinsatz...
ecbert 20.07.2014
Das unmenschliche Vorgehen der Boko Haram zeigt deutlich, dass der Einsatz von Kampfdrohnen erforderlich ist. Jeder Despot auf dieser Welt sollte ständig das Gefühl haben, dass er in einem Fadenkreuz steht... Allerdings dürfen solche Aktionen nur von der Weltgemeinschaft UN angeordnet werden !
2. Islamischer Terror
nickleby 20.07.2014
überall : Afghanistan, Irak, Nigeria, Israel, Europa, um nur einige Beispiele zu geben.. Wie lange soll man sich dies noch anschauen. Aktiv dagegen zu arbeiten, ist der einzige Weg. Da wir friedliche Bürger sind, nur mit friedlichen Mitteln, unter denen es sehr wirksame gibt.
3.
wesmpipes 20.07.2014
@nickleby da müssten aber die "friedlichen" , Waffen produzierenden Bürger/Staaten zu allererst einmal aufhören solchen Leuten Waffen "zum eigenen Schutz " zu liefern. Das wäre der erste Schritt in Richtung Frieden
4. richtig, aber
tjivi 20.07.2014
Zitat von wesmpipes@nickleby da müssten aber die "friedlichen" , Waffen produzierenden Bürger/Staaten zu allererst einmal aufhören solchen Leuten Waffen "zum eigenen Schutz " zu liefern. Das wäre der erste Schritt in Richtung Frieden
leider unrealistisch. Haben wir nicht gerade wieder Waffenlieferungen an Saudi Arabien beschlossen? Außerdem sollte nicht vergessen werden, wer Boko Haram den Boden bereitete. Stichwort: arabischer Frühling. Am fatalsten war wohl die Destabilisierung Lybiens. Seitdem sind dem Waffennachschub in umliegende Länder keine Grenzen gesetzt.
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