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Nigeria: Dutzende Menschen sterben bei Bombenexplosionen

Ausgebranntes Auto in Maiduguri: Zwei Bomben explodierten auf Marktplatz Zur Großansicht
AP/dpa

Ausgebranntes Auto in Maiduguri: Zwei Bomben explodierten auf Marktplatz

Selbstmordattentäter haben sich in Nigeria auf einem belebten Marktplatz in die Luft gesprengt. Dabei sind offenbar Dutzende Menschen getötet worden. Bereits vor einer Woche ereigneten sich Anschläge nach einem ähnlichen Muster.

Kapstadt - Im nigerianischen Maiduguri sind erneut zwei Bomben explodiert. Laut Medienberichten kamen auf einem belebten Marktplatz in der Hauptstadt des Bundesstaates Borno Dutzende Menschen ums Leben. Eine Woche zuvor waren bei einem ähnlichen Doppelanschlag 45 Menschen getötet worden.

Augenzeugen berichteten der Nachrichtenagentur AFP, eine Selbstmordattentäterin hätte sich auf dem Markt in die Luft gesprengt. Nachdem sich mehrere Menschen am Tatort versammelt hätten, sei dort eine weitere Bombe explodiert. Die Augenzeugen berichteten von mehreren Toten.

Wenige Stunden zuvor haben mutmaßliche Mitglieder der radikalislamischen Terrormiliz Boko Haram die Hauptstadt des Bundesstaates Yobe, Damaturu, angegriffen. Das berichtet die Zeitung "Premium Times" online. Der Polizeichef von Borno, Gideon Jubrin, konnte die genaue Zahl der Opfer demnach nicht benennen. Ein Augenzeuge berichtete von blutüberströmten und verstümmelten Menschen. Andere Zeugen schilderten, schwer bewaffnete Aufständische hätten die Damaturu eingekreist und unter Beschuss genommen. Die Streitkräfte entsandten Soldaten und Kampfflugzeuge nach Damaturu.

In der Stadt seien Explosionen und Gefechtslärm zu hören, sagten Einwohner der Nachrichtenagentur AFP. Ziel der Attacke seien Einrichtungen der Sicherheitskräfte gewesen. Ein Einwohner sagte, viele Menschen seien aus ihren Häusern in den Busch geflohen. Ein anderer sprach von "Chaos" in der Stadt.

Bundesregierung verurteilte menschenverachtende Gewalt

Bereits am vergangenen Dienstag hatten sich zwei Selbstmordattentäterinnen in kurzem Abstand auf demselben Markt in die Luft gesprengt. Dabei rissen sie mindestens 45 Menschen in den Tod. Bei einem weiteren Anschlag in der Stadt Kano waren am Freitag nach offiziellen Angaben hundert Menschen ums Leben gekommen. Die Bundesregierung verurteilte das Attentat auf eine Moschee scharf. Die menschenverachtende Gewalt in dem afrikanischen Land sei eine große Gefahr für die innere Sicherheit und den inneren Frieden Nigerias, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Wirtz am Montag in Berlin.

Wer für die beiden Doppelattentate verantwortlich ist, bleibt vorerst unklar. Das Gebiet um Maiduguri zählt aber zu den Hochburgen der Extremistengruppe Boko Haram. Die Islamisten kämpfen seit Jahren mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias.

vek/AFP/dpa

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