Maiduguri in Nigeria Selbstmordattentäter töten mindestens 12 Menschen

Im Nordosten Nigerias haben sich zwei Männer und zwei Frauen in die Luft gesprengt. Mindestens zwölf Menschen starben, Dutzende weitere wurden verletzt.

Einsatzkräfte in Nigeria (Archivbild)
REUTERS

Einsatzkräfte in Nigeria (Archivbild)


Vier Selbstmordattentäter haben in Nigeria mindestens zwölf Menschen getötet und mindestens weitere 29 Personen verletzt. Wie die Behörden des Bundesstaates Borno mitteilten, drangen die vier Angreifer, zwei Männer und zwei Frauen, am Mittwochabend in das Viertel Muna in der Regionalhauptstadt Maiduguri ein. Laut Polizei gab es seit Jahren keinen derart verheerenden Angriff in der Stadt.

Einer der Attentäter sprengte sich demnach unter betenden Gläubigen in die Luft und tötete sieben Menschen. Ein weiterer Attentäter drang in ein Haus ein, wo er eine schwangere Frau und deren Kind tötete. Die beiden anderen Attentäter zündeten ihre Sprengsätze den Angaben zufolge, bevor sie ihre eigentlichen Ziele erreichten. Alle vier Angreifer starben.

Bisher hat sich niemand offiziell zu den Anschlägen bekannt. Es wird jedoch vermutet, dass die Terrorgruppe Boko Haram verantwortlich ist. Die Gruppe kämpft seit 2009 gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. Die Islamisten verüben unter anderem Angriffe auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen. In dem Konflikt wurden bereits mehr als 20.000 Menschen getötet und 2,6 Millionen Menschen in die Flucht getrieben.

aar/Reuters/AFP/AP

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