Nigeria Mindestens elf Tote bei Selbstmordanschlag auf Moschee

Bei einem Selbstmordanschlag in Nigeria sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Der Attentäter zündete eine Bombe zum Morgengebet in einer Moschee.

Menschen am Ort der Detonation
REUTERS

Menschen am Ort der Detonation


Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete unter Berufung auf Militärs und einen Entwicklungshelfer von elf Toten, der Nachrichtenagentur AFP zufolge gab es sogar mindestens 14 Todesopfer.

Die Moschee wurde völlig zerstört. Nur der Muezzin habe den Anschlag überlebt. Es wurden weitere Opfer unter den Trümmern befürchtet. Der Entwicklungshelfer Ali Mustapha sagte Reuters: "Ich war auf dem Weg zum Morgengebet, dann hörte ich die laute Bombenexplosion in der Moschee."

Der Angriff ereignete sich in der Stadt Gamboru im Staat Borno. Der Ort liegt in der Nähe der Grenze zu Kamerun. Das Gebiet, in dem der Anschlag stattfand, gilt als Epizentrum des Konflikts rund um die islamistische Terrororganisation Boko Haram.

Epizentrum des Konflikts mit Boko Haram

Die Attacke trägt das Markenzeichen der Dschihadistengruppe. Diese nutzt immer wieder Selbstmordattentäter für ihre Zwecke, oftmals Frauen und Kinder. Häufig sind die Ziele öffentliche Plätze wie Moscheen und Marktplätze.

Boko Haram kämpft seit dem Jahr 2009 gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. In dem Konflikt wurden bereits mehr als 20.000 Menschen getötet und 2,6 Millionen in die Flucht getrieben.

Immer wieder verüben die Extremisten auch blutige Anschläge und Überfälle auf Dörfer, Kirchen, Schulen, Sicherheitskräfte, Politiker und Behördenvertreter. Die Gruppe hat ihren Kampf inzwischen auf Grenzgebiete in Kamerun und im Tschad ausgeweitet.

aev/apr/Reuters/AFP



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