Selbstmordattentat: Tote und Verletzte bei Anschlag auf Katholiken in Nigeria
Erneut erschüttert ein blutiger Anschlag auf eine Kirche Nigeria. Es gibt fast 100 Verletzte und mindestens fünf Tote. Unklar ist, wieviele Selbstmordattentäter Sprengsätze in dem Gotteshaus zündeten.
Kaduna - Bei dem Selbstmordanschlag auf eine katholische Kirche in der Stadt Kaduna im Norden Nigerias sind nach Behördenangaben mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Der Täter habe am Sonntag mit einer Autobombe einen Gottesdienst in der katholischen Kirche St. Rita angegriffen. Er sei unter den Todesopfern. Bei Vergeltungsaktionen kamen mindestens zwei weitere Menschen ums Leben. Es gab zudem fast 100 Verletzte.
Augenzeugen berichten hingegen von zwei Selbstmordattentätern, die mit Fahrzeugen in die katholische Kirche gerast seien. Ein Mann erklärte, er habe drei Tote auf dem Boden liegen sehen, weitere Leichen seien abtransportiert worden. Nach Aussage eines anderen Augenzeugen haben die beiden Attentäter ihre Sprengsätze in unterschiedlichen Teilen der gut besuchten Kirche gezündet. Die Explosion habe auch mehrere Gebäude im Umkreis beschädigt. Nach dem Vorfall habe es Zusammenstöße zwischen Christen und Muslimen gegeben, sagte ein Anwohner.
Polizei und Soldaten haben die Kirche nach der Tat umstellt. In Kaduna gab es in den vergangenen Monaten mehrere Anschläge auf christliche Gotteshäuser. Der Angriff von diesem Sonntag fällt mitten in eine Serie von Attentaten der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram, bei denen insgesamt Hunderte Menschen ums Leben kamen. Bislang hat sich allerdings noch niemand zu der Tat bekannt.
anr/Reuters/AP/dpa
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