Terrorakt Vier Mädchen sprengen sich in Nigeria in die Luft

Bei einem Selbstmordanschlag im Nordosten Nigerias sind vier Teenager und ein weiterer Mensch ums Leben gekommen. Die Tat erinnert an das Vorgehen der Terrormiliz Boko Haram.


In Nigeria haben sich vier Mädchen im Teenageralter in die Luft gesprengt und dabei einen anderen Menschen mit in den Tod gerissen. Die Tat ereignete sich am Freitag nahe Maiduguri im Bundesstaat Borno, wie Polizeichef Edet Okon am Samstag berichtete. 13 weitere Menschen seien bei dem Selbstmordattentat verletzt worden. Ähnliche Anschläge in der Region wurden zuletzt zumeist von der islamistischen Terrormiliz Boko Haram verübt.

Uno-Angaben zufolge sind im Nordosten Nigerias etwa fünf Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Rund 2,5 Millionen Menschen sind vor der Gewalt geflohen. Bei Anschlägen und Angriffen von Boko Haram sind seit 2009 mindestens 20.000 Menschen ums Leben gekommen.

Zuletzt hatte die Terrormiliz etliche in Nigeria verschleppte Schülerinnen freigelassen. Mehr als 100 Internatsschülerinnen aus der nordnigerianischen Ortschaft Dapchi waren Mitte Februar verschleppt worden.

mkl/dpa

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