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Entspannung: Nord- und Südkorea reden über Wiederöffnung von Industriepark Kaesong

Gesperrte Einfahrt zum Industriepark Kaesong (Archivbild vom April): "Gelegenheit, Vertrauen zu schaffen" Zur Großansicht
REUTERS

Gesperrte Einfahrt zum Industriepark Kaesong (Archivbild vom April): "Gelegenheit, Vertrauen zu schaffen"

Pjöngjang sendet ein Entspannungssignal an den Süden: Nordkorea bietet Gespräche über die Wiedereröffnung des gemeinsamen Industrieparks Kaesong an. Die Regierung in Seoul akzeptiert. Auch grenzüberschreitende Familientreffen sollen wieder ermöglicht werden.

Pjöngjang/Seoul - Zwei Monate nach der abrupten Schließung des innerkoreanischen Industrieparks von Kaesong wollen Süd- und Nordkorea über eine Wiedereröffnung reden. Die Regierung in Seoul ging am Donnerstag auf einen Vorschlag Pjöngjangs über die Normalisierung gemeinsamer Wirtschaftsprojekte einschließlich des Kaesong-Komplexes auf nordkoreanischem Gebiet ein. "Wir hoffen, Süd- und Nordkorea nutzen die Gelegenheit, Vertrauen zu schaffen", teilte das Vereinigungsministerium in Seoul mit.

Nordkorea hatte angesichts der zunehmenden Spannungen auf der koreanischen Halbinsel Anfang April verkündet, den Gewerbekomplex "vorübergehend" zu schließen. Ende Mai machte Pjöngjang ein erstes Angebot, mit Unternehmern aus Südkorea über die Wiederöffnung zu reden - Seoul betonte daraufhin, es müsse mit der Regierung, nicht mit Zivilisten verhandelt werden.

Mit der neuen Offerte offizieller Verhandlungen geht nach monatelanger Eskalation ein deutliches Signal der Entspannung von der koreanischen Halbinsel aus. Pjöngjang bot außerdem die Wiederaufnahme grenzüberschreitender Familientreffen an. Die südkoreanische Regierung begrüßte auch dieses Angebot.

Es stehe dem Süden frei, über Ort und Zeit des Treffens zu entscheiden, erklärte das für das Beziehungen zum Süden zuständige nordkoreanische Komitee für eine friedliche Wiedervereinigung Koreas am Donnerstag. "Humanitäre Themen wie die Wiedervereinigung getrennter Familien und deren Angehöriger können bei den Gesprächen behandelt werden, wenn notwendig", hieß es in einer von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichten Erklärung des Komitees.

Heißer Draht könnte wiederhergestellt werden

Pjöngjang werde auch die Rücknahme einer Reihe von Maßnahmen erwägen, erklärte das Wiedervereinigungskomitee weiter. Dazu gehöre auch die Wiederherstellung einer im März gekappten direkten Telefonverbindung für Krisenfälle.

Die Lage auf der koreanischen Halbinsel ist seit Monaten angespannt. Das isolierte Nordkorea hatte Südkorea und den USA unter anderem mit Atomangriffen gedroht. Zuletzt schien sich die Lage auf der koreanischen Halbinsel jedoch wieder leicht zu beruhigen. Nach US-Angaben zog Nordkorea in Position gebrachte Mittelstreckenraketen wieder ab.

In der grenznahen Sonderwirtschaftszone Kaesong auf nordkoreanischem Boden hatten sich seit 2004 mehr als 120 südkoreanische Firmen angesiedelt. Als weitere Eskalationsstufe im Konflikt mit dem Süden verweigerte die nordkoreanische Führung Südkoreanern seit Anfang April den Zugang. Die mehr als 50.000 dort tätigen nordkoreanischen Arbeiter wurden abgezogen.

fab/AFP/dpa

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insgesamt 27 Beiträge
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1.
Tiananmen 06.06.2013
Was lernen wir daraus? Kasse leer.
2. Wer will...
curlybracket 06.06.2013
denn Nordkorea jetzt noch ernst nehmen. Das ist doch jämmerlich. Riese-Aufstand und jetzt angekrochen kommen.
3. Was für eine Überraschung ...
coyote38 06.06.2013
Hatte IRGENDWER, der auch nur HALBWEGS etwas von sicherheitspolitischen Zusammenhängen versteht, tatsächlich etwas ANDERES erwartet ...?
4. Zuckerbrot und Peitsche
kenterziege 06.06.2013
Ich kann den Anteil für militärische Ausgaben in NK nur ahnen. M.E. Dürften das so etwa 50 bis 60 % sein. Das wird alles dem zivilen Leben und der Entwicklung der Güter für diesen Bereich entzogen . NK fällt also hinter der übrigen Welt immer weiter zurück. Die Ausgaben würden sich nur 'lohnen" , wenn man dann einen anderen Staat erobern könnte. Dazu müsste NK einen Angriffskrieg führen, der ihnen wahrscheinlich einige km Geländegewinn bringt, aber sonst nur den Gegenangriff. Da warten nur manche im Westen darauf, endlich mal wieder eine symmetrische Auseinandersetzung. Das würde NK nur eine Woche aushalten. NK ist eben nicht Afghanistan. So - ich denke, der kleine Kim , der im Westen zur Schule gegangen ist, weiß das. Darum das ewige hin und her. Mal wird das eigene Militär beruhigt - mal der " Westen" . Mal sehen, wie lange das Wechselspiel noch dauert?
5. Motivation
poco4 06.06.2013
Nach all dem militärischen Getöse scheint den Nordkoreanern das Geld ausgegangen zu sein.
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Fotostrecke
Yongbyon: Arbeiten an Nordkoreas Nuklearanlage
Karte

Fläche: 122.762 km²

Bevölkerung: 25,027 Mio.

Hauptstadt: Pjöngjang

Staatsoberhaupt:
Kim Il Sung (obwohl bereits 1994 verstorben);
Protokollarisches Staatsoberhaupt: Kim Yong Nam;
"Oberster Führer": Kim Jong Un

Regierungschef: Pak Pong Ju

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