Schrilles Konzert in Nordkorea: Zum Geburtstag viel Krieg

Es sind groteske Bilder aus Pjöngjang. Dort feierten Nordkoreas Streitkräfte ihren 80. Geburtstag - mit einem waffenbestückten Konzert. Gleichzeitig sendet das Regime eine drastische Botschaft: Mit "mobilen Waffen" könne man die USA "in einem Schlag besiegen".

Militär-Jubiläum in Nordkorea: Schrille Waffenschau auf der Bühne
Fotos
AP

Pjöngjang - Nordkoreas Armee feiert Geburtstag - so pompös, wie es wohl nur Nordkorea vermag. Seit 80 Jahren gibt es die Streitkräfte nun bereits. Anlass nicht nur zur obligatorischen Militärparade, sondern auch für ein kunterbuntes, waffenstarrendes Konzert in der Hauptstadt. Am Vorabend des Jubiläums standen in Pjöngjang Hunderte schwerbewaffnete Darsteller auf der Bühne und feierten die militärische Schlagkraft des Landes.

Doch mit dem bunten Spektakel wollte es das Regime offenbar nicht bewenden lassen. Ein paar kräftige Drohgebärden in Richtung Westen sollten es dann schon noch sein. Nordkorea verfügt eigenen Angaben zufolge über "schlagkräftige mobile Waffen", die den USA Schaden zufügen können.

Bei den Feierlichkeiten zum 80. Geburtstag betonte Vizemarschall Ri Yong Ho am Mittwoch, wie wichtig es sei, den Norden gegen die USA und Südkorea zu verteidigen. Ri Yong Ho sagte, dass die Waffen die USA "in einem einzigen Schlag" besiegen könnten.

Bereits am Montag erregte Nordkorea durch eine Drohung mit "besonderen Aktionen", die die südkoreanische Regierung in Schutt und Asche legen könnten, für Aufsehen. Zwar verfügt Nordkorea allem Anschein nach über Atomwaffen, jedoch nicht über Möglichkeiten, sie über größere Entfernungen einzusetzen.

International hatte Pjöngjang sich zuletzt weiter in die Isolation gebracht: In der vergangenen Woche hob Nordkorea sein Moratorium für die Urananreicherung sowie Atomversuche und Tests von Langstreckenraketen praktisch auf. Das Land fühlt sich nicht länger an ein entsprechendes Abkommen mit den USA gebunden, hieß es in der vergangenen Woche in einer Erklärung des Außenministeriums in Pjöngjang. Die Vereinbarung vom Februar 2012 hatte vorgesehen, dass Nordkorea seine Atomwaffentests aussetzt und Inspektoren ins Land lässt.

jok

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
Auf anderen Social Networks teilen
  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
insgesamt 17 Beiträge
zwitscherpiep 25.04.2012
Größenwahnsinning waren schon viele, und bei vielen wurde der Größenwahnsinn auch als solchen, nämlich als Geschwafel, abgetan. So lange das Geschwafel ein solches bleibt, ok. Aber irgendwann kann der Wahnsinn realisiert werden, [...]
Größenwahnsinning waren schon viele, und bei vielen wurde der Größenwahnsinn auch als solchen, nämlich als Geschwafel, abgetan. So lange das Geschwafel ein solches bleibt, ok. Aber irgendwann kann der Wahnsinn realisiert werden, auch das haben wir schon oft erlebt. Unabhängig davon: bei allen Berichten über Nordkorea - wenn sie denn wahr sind, woran ich im Prinzip keinen Zweifel habe - kommt man sich vor, als kämen diese von einem fernen Planeten. Wem muss ich eigentlich danken, dass ich das unverschämte Glück habe, in diesem Staat zu leben, mag er noch so unzulänglich sein?
radbab 25.04.2012
In Nord Korea gibt es nur 2 allgegenwaertige Themen: den Korea Krieg und Kim Il Sung. Fuer andere Themen ist kein Platz. Selbst Nord Koreanisches Karaoke besteht aus Militaervideos und patriotischen Liedern. Wer Nord Korea bereist [...]
In Nord Korea gibt es nur 2 allgegenwaertige Themen: den Korea Krieg und Kim Il Sung. Fuer andere Themen ist kein Platz. Selbst Nord Koreanisches Karaoke besteht aus Militaervideos und patriotischen Liedern. Wer Nord Korea bereist hat immer das Gefuehl dass der Krieg erst letzte Woche stattgefunden hat.
vhe 25.04.2012
echt Geld hinlegen, um mir sowas mal angucken zu duerfen. Was schraegeres duerfte auf diesem Planeten nur schwer zu finden sein. Weiss nur nicht, wie die Junds dort reagieren, wenn man dann mittendrin laut losprustet und [...]
echt Geld hinlegen, um mir sowas mal angucken zu duerfen. Was schraegeres duerfte auf diesem Planeten nur schwer zu finden sein. Weiss nur nicht, wie die Junds dort reagieren, wenn man dann mittendrin laut losprustet und anfaengt, die Darsteller mit Popcorn zu bewerfen.
Toiletman 25.04.2012
Die Besetzung des Landes durch Japan und der Kampf gegen die Japaner ist noch ein drittes Thema.
Die Besetzung des Landes durch Japan und der Kampf gegen die Japaner ist noch ein drittes Thema.
Onkel_Karl 25.04.2012
Was sollen die denn sonst machen....Nord Korea ist eines der wenigen Länder die ihre Ressourcen selbst verwalten wollen und nicht durch Exxon oder Hellyburtun. Kuba kämpft auch gegen den Ausverkauft und USA blockieren seit [...]
Zitat von sysopEs sind groteske Bilder aus Pjöngjang. Dort feierten Nordkoreas Streitkräfte ihren 80. Geburtstag - mit einem waffenbestückten Konzert. Gleichzeitig sendet das Regime eine drastische Botschaft: Mit "mobilen Waffen" könne man die USA "in einem Schlag besiegen". Schrilles Konzert in Nordkorea: Zum Geburtstag viel Krieg - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,829674,00.html)
Was sollen die denn sonst machen....Nord Korea ist eines der wenigen Länder die ihre Ressourcen selbst verwalten wollen und nicht durch Exxon oder Hellyburtun. Kuba kämpft auch gegen den Ausverkauft und USA blockieren seit 50 Jahren die Wirtschaft Kubas. Und warum? Weil Kuba die Casinos geschlossen hat und US Haie rausgeworfen haben. Davor haben die Amis Kuba als eigenes Staat angesehen den man ausplündern kann. Süd Koreanische Bürger haben vor Monaten protestiert gegen einen Gesetz der den USA erlaubt Ressourcen auszubeuten und davon profitieren nur einige wenige in Süd Korea. Deswegen wurde das Parlament gestürmt aber was sollen Koreaner schon machen,USA hat in den letzten 50 jahren Süd Korea zum eigenem Staat gemacht und US Basen in Korea kann man betreiben. Tolle Politik,gibt uns eure Ressourcen und wir erklären euch für frei und demokratisch,in Russland hat es schon fast geklappt,bis dieser Putin kam und alles verstattlicht hat..Exxon hat nichts bekommen,dabei hat man mit Jukos schon alles klar gemacht und 3 Drittel des Öl und Gas als eigen bezeichnen konnte..bis dieser Putin kam und Russland in 10 jahren nach vorne gebracht hat aber es war ja so schön in den 90er...alles konnte man für 2 Dollar kaufen. jetzt ist Russland eine Diktatur,obwohl 2 drittel Putin und seine Partei gewählt haben...so ein pech für Exxon.
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Politik
alles aus der Rubrik Ausland
alles zum Thema Nordkorea

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Mittwoch, 25.04.2012 – 12:39 Uhr
  • Drucken Versenden Feedback
  • Kommentieren | 17 Kommentare

Fläche: 122.762 km²

Bevölkerung: 24,346 Mio.

Hauptstadt: Pjöngjang

Staatsoberhaupt:
Kim Il Sung (obwohl bereits 1994 verstorben);
Protokollarisches Staatsoberhaupt: Kim Yong Nam;
"Oberster Führer": Kim Jong Un

Regierungschef: Pak Pong Ju

Mehr auf der Themenseite | Wikipedia | Lexikon


Nordkoreas Atomprogramm
Klicken Sie auf die Stichworte für Details

Nord- und Südkorea
REUTERS
Am 9. September 1948 rief der kommunistische Politiker Kim Il Sung im Norden die Demokratische Volksrepublik Korea aus. Sie entwickelte sich, zunächst in enger Anlehnung an die Sowjetunion, zu einer kommunistischen Volksrepublik. 1998 wurde dessen Sohn Kim Jong Il Regierungschef. Der ehemalige US-Präsident George W. Bush bezeichnete Nordkorea zusammen mit Iran und dem Irak als "Achse des Bösen" , die aufrüstet, um den Frieden der Welt zu bedrohen.



TOP



TOP