BND-Warnung Nordkoreas Atomraketen können Deutschland erreichen

Der Bundesnachrichtendienst hat den Bundestag laut einem Medienbericht informiert, dass nordkoreanische Atomraketen Europa und Deutschland erreichen können.

Kim Jong Un bei Raketenstart im September 2017
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Kim Jong Un bei Raketenstart im September 2017


Der BND soll in einer geheimen Sitzung mit Bundestagsabgeordneten gewarnt haben, nordkoreanische Atomraketen könnten mittlerweile mit Sicherheit Europa und Deutschland erreichen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung und beruft sich auf Teilnehmerkreise. Demnach hat BND-Vize Ole Diehl eine Gruppe von Bundestagsabgeordneten über den Sachverhalt in einer geheimen Sitzung informiert.

Nordkorea ist laut dem Zeitungsbericht auch in der Lage, seine Interkontinentalraketen mit Atomsprengköpfen auszustatten. Der BND habe aber auch darauf hingewiesen, dass die Gespräche zwischen Süd- und Nordkorea ein Zeichen der Entspannung seien.

Nordkorea - Die Chronik des Konflikts

Süd- und Nordkorea hatten bei ihrem ersten Treffen nach zwei Jahren Anfang Januar die Aufnahme von Militärgesprächen vereinbart. In einer gemeinsamen Mitteilung erklärten die Nachbarländer, sie wollten die aktuellen militärischen Spannungen entschärfen.

Zudem ist ein Gipfel zwischen den USA und Nordkorea geplant. Diktator Kim Jong Un hatte US-Präsident Donald Trump überraschend zu einem Treffen eingeladen. Ort und Zeit stehen allerdings noch nicht fest. Schweden hatte sich als Vermittler angeboten. Das Land unterhält seit den Siebzigerjahren eine Botschaft in Pjöngjang und vertritt vor Ort auch die Interessen der USA. Gerüchten zufolge könnte das Treffen zwischen Trump und Kim in Schweden stattfinden.

Video: Was Trump und Kim verbindet

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Die Feststellung, Nordkorea könne mit seinen Interkontinentalraketen auch Ziele in Europa treffen, ist nicht neu. Die Nato hatte nach Nordkoreas Raketentests bereits im Dezember davor gewarnt. Damals hatte Nordkorea nach eigenen Angaben erfolgreich eine Hwasong-15-Rakete getestet. Allerdings ist weiter fraglich, ob die Sprengköpfe auf Nordkoreas Raketen auch den Wiedereinstieg in die Erdatmosphäre heil überstehen, was als besonders kritisch gilt. Wie gefährlich die Raketen Nordkoreas sind, erfahren Sie hier.

Die Nato hielt damals ein militärisches Eingreifen nicht für notwendig. Die Nato habe es über Jahrzehnte hinweg geschafft, mit Abschreckung militärische Konflikte zu verhindern, hieß es.

koe

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juergen247 18.03.2018
1. Was für eine Nachricht!
Viele Atomraketen aus verschiedenen Richtung können Europa und sogar Deutschland erreichen. Welchen Geund hätte Kim Yong Un eine Atomrakete Richtung Europa zu schicken? Plumpe Meinungsmache seitens des BND um die Disk7ssion wieder anzufachen. Das Atomprogramm ist Nordjoreas einziger Schutz vor den USA.
stollenreiter 18.03.2018
2. Der Brüller ist ja mal das Bild, das glaubt doch jetzt wirklich keiner
Lieber Autor, Sie wollen mir und allen anderen Lesern wirklich weismachen, dass der Diktator Kim Jong Un höchstens einen Kilometer entfernt von einer startenden Flüssigtreibstoffrakete an einem (Achtung!!!) Schreibtisch mit Schwanenhalslampe sitzt. Wozu braucht der eigentlich die Lampe? Und kommt jetzt bitte keiner mit "ein Mikrofon", das Bild ist schon vor vielen Wochen als dümmlicher Fake entlarvt worden. Aber mal zu den Raketen, ich wette der hat weder Atombomben, schon gar nicht welche die er auf eine Rakete montieren könnte, denn das ist ein klitzekleines bisschen komplizierter als sie in eine Höhle zu stecken. Wenn der Kampfschlumpf Wladi aus dem Kreml behauptet er hat Raketen die keiner abfangen kann, was eher unwahrscheinlich ist bei deren maroden Strukturen, dann könnte man das vielleicht mit 50% dran glauben....aber Kim Jong Un hat Raketen die im Prinzip schon fast jedes Ziel dieser Welt erreichen können. Wie geht das eigentlich ohne Geld oder sonstige Ressourcen...und warum hat dann der Iran keine solchen Superraketen obwohl die neben dem KnowHow auch über mehr als ausreichend Ressourcen verfügen? Nordkorea ist am Ende, deshalb nähern die sich an...sie können gar nicht mehr anders.
Harry Hutlos 18.03.2018
3. Sollten wir von Kim angegriffen werden
geifen wir zu unserer schärfsten Waffe, dem Leopard Panzer und werfen ihn per Fallschirm auf Nordkorea ab. Unseren Bundeswehrschrott hundertfach zu reparieren, dürfte sämtliche Kräfte Nordkoreas binden und Kim wäre vernichtend geschlagen. So gewinnt man heute Kriege.
The Restless 18.03.2018
4. Klug!
Das sind ja helle Köpfe beim BND — haben die doch glatt gemerkt, dass die Raketen, die die USA erreichen können, es auch nach Deutschland schaffen, wenn man sie in die andere Richtung schickt. Wie gut, dass wir diesen Geheimdienst haben.
Matthias Pilot 18.03.2018
5. Eine weitere Nachricht...
...die wohl kaum noch jemanden wirklich aufschrecken dürfte. Nicht mehr jedenfalls, als andere Hiobsbotschaften heutzutage. Ja, wenn wir in einer Welt leben würden, in der sich die bereits bestehenden, sogenannten Mächte, nicht auf ein Gegenteil des Miteinanders verständigt hätten, würde jetzt wohl ein kollektiver Aufschrei erfolgen. Vermutlich würden die meisten Deutschen im gleichen Atemzug Nordkorea zum Teufel wünschen. Doch unser aller Bekannter - der Kalte Krieg nämlich - der seit der dümmsten Erfindung der Menschheit, jahrzehntelang allseits mit stoischer Beharrlichkeit am Köcheln gehalten und daher nie wirklich beendet wurde, sorgt vielmehr dafür, dass der Zustand der potentiellen Vernichtung in der Gesellschaft zur Gewohnheit geworden ist. Man fügt sich also in sein unabwendbares Schicksal, wobei es einem gleichgültig ist wer, wo den berühmten roten Knopf drücken würde. Es ändert nichts am Ausgang des traurigen Menschheitsdramas, zu welchem sich Nordkorea nur als weiterer, zynisch agierender Darsteller hinzugesellt, nach eben den gleichen Requisiten greifend, welche andere vor ihm bereits ersonnen, gebaut und leider auch zum Teil eingesetzt haben.
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