Spekulationen über Kim-Trump-Treffen Nordkoreas Außenminister in Schweden gelandet

Donald Trump und Kim Jong Un wollen sich treffen - womöglich in Schweden? Ein Besuch des nordkoreanischen Außenministers in Stockholm facht entsprechende Spekulationen an.

Ri Yong Ho (r.) bei seiner Ankunft in Stockholm
AFP

Ri Yong Ho (r.) bei seiner Ankunft in Stockholm


Nordkoreas Außenminister Ri Yong Ho ist in Schweden eingetroffen, er landete am Donnerstagabend auf dem Stockholmer Flughafen Arlanda. Während seines zweitägigen Besuchs sind Gespräche mit seiner schwedischen Kollegin Margot Wallström geplant, es soll dabei unter anderem um folgende Themen gehen: die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel, das Schicksal von drei in Nordkorea festgehaltenen US-Bürgern - und um ein mögliches Gipfeltreffen zwischen Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump.

Das schwedische Außenministerium wollte Spekulationen internationaler Medien nicht kommentieren, wonach Schweden ein möglicher Ort für ein Gipfeltreffen zwischen Kim und Trump sein könnte. Die Gespräche würden sich "auf Schwedens konsularische Verpflichtungen als Schutzmacht für die USA, Kanada und Australien konzentrieren". Zudem werde es um die "Sicherheitslage auf der koreanischen Halbinsel gehen, die auf der Agenda des Uno-Sicherheitsrats hoch oben steht", erklärte das Ministerium.

Die schwedische Botschaft vertritt in Pjöngjang die diplomatischen Interessen der USA, Kanadas und Australiens und spielt eine wichtige Rolle bei der Anbahnung diplomatischer Kontakte.

US-Präsident Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim hatten in der vergangenen Woche dem Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm eine spektakuläre Wendung gegeben, indem sie sich zu einem Gipfeltreffen bereit erklärten. Dieses soll spätestens im Mai stattfinden, Zeitpunkt und Ort sind aber noch unklar. Unmittelbar nach der Ankündigung hatten sich Schweden und die Schweiz als Vermittler angeboten.

Video: Was Trump und Kim verbindet

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Eine Pressekonferenz ist während des Besuchs von Ri nach Angaben des schwedischen Außenministeriums nicht geplant. Nach dem Ende der Gespräche am Freitagabend werde eine Mitteilung veröffentlicht.

Schweden war auch in die Verhandlungen zu dem in Nordkorea gefangen genommenen US-Studenten Otto Warmbier involviert gewesen, der im Zustand des Komas von Nordkorea freigelassen wurde und kurz nach der Rückkehr in seine Heimat starb.

Nordkorea - Die Chronik des Konflikts

aar/Reuters/AFP

insgesamt 4 Beiträge
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dunnhaupt 16.03.2018
1. Wohl kaum in Schweden
... doch womöglich auf dem neutralen Boden der schwedischen Botschaft, die in Pjöngjang die USA, Kanada und Australien konsularisch vertritt. Da Kim in seiner Amtszeit noch niemals sein Land verließ, ist es eher unwahrscheinlich, dass er plötzlich gewillt ist, Auslandsreisen zu unternehmen.
plainchampagne 16.03.2018
2. Eine schöne Gelegenheit
...Herrn Kim um die Ecke zu bringen! Im Übrigen ein klarer Erfolg von Trump‘s harten Sanktionen.
julian0922 16.03.2018
3. Irgendwer,
MUSS Trump von seinem Thron runterholen. Der moechte die Welt brennen sehen. Da hilft auch kein Treffen mit Nord Korea nix, das ist nur Propaganda in US medien....selbst wenn sie sich treffen wuerden, wuerde Trump das fuer weitere Massnahmen in seinem Interesse benutzen. Jedes Wort von diesem Kriminellen sollte aufgezeichnet werden und am Ende in einem Gericht gegen ihn verwendet werden. Ich mag Merkel nicht nur wegen ihrer Deutschland zerstoerenden Fluechtlingspolitik, aber gegen Trump ist Merkel eine Heilige. Von daher, es ist egal ob die sich in Schweden oder auf Hawaii treffen, das Resultat wird sein das Trump seine Wuensche durchsetzen moechte und Nord Korea nicht zustimmen wird und somit letztlich lieber die Welt verbrennen wuerde als einen Fehler einzugestehen.
rainer_daeschler 16.03.2018
4. Auslandsreisen
Zitat von dunnhaupt... doch womöglich auf dem neutralen Boden der schwedischen Botschaft, die in Pjöngjang die USA, Kanada und Australien konsularisch vertritt. Da Kim in seiner Amtszeit noch niemals sein Land verließ, ist es eher unwahrscheinlich, dass er plötzlich gewillt ist, Auslandsreisen zu unternehmen.
Das ist davon abhängig, wie gefestigt seine Position inzwischen ist. Flugangst, wie bei seinem Vater, ist bei ihm nicht bekannt. Kim Jong-il machte zumindest Besuche in Peking, was er mit mit dem Zug erreichen konnte.
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