Kims Nuklearstrategie: Nordkorea bereitet offenbar weiteren Atomtest vor

Nordkoreas Machthaber Kim: Weitere Atomtests geplant? Zur Großansicht
AFP/ KCNA / KNS

Nordkoreas Machthaber Kim: Weitere Atomtests geplant?

Nordkoreas Machthaber Kim forciert die Atomaufrüstung. Pjöngjang plane ein bis zwei neue Bombentests, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, womöglich auch einen weiteren Raketenstart. Ziel ist es, die USA unter Druck zu setzen.

Peking - Nordkorea rüstet sich womöglich für weitere Atombombentests. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Quelle, das Kim-Regime bereite einen, eventuell sogar zwei weitere Tests noch in diesem Jahr vor. Dies habe die Regierung den Verbündeten in China mitgeteilt. Der nächste Atomtest werde mit zehn Kilotonnen TNT eine größere Sprengkraft haben als der dritte Atomtest Nordkoreas am Dienstag. Zudem erwäge Pjöngjang, einen weiteren Raketenstart durchzuführen.

Damit sollten die USA unter Druck gesetzt werden, größere Zugeständnisse bei den Verhandlungen um das umstrittene Atomprogramm Nordkoreas zu machen. Zudem will das Kim-Regime endlich einen Friedensvertrag mit Washington schließen, mit dem es sich - ebenso wie mit Südkorea - völkerrechtlich noch immer im Kriegszustand befindet, seit der Koreakrieg 1953 endete. Nordkorea strebt diplomatische Verbindungen mit den USA an.

Nordkorea hatte am Dienstag einen unterirdischen Nuklearwaffentest unternommen. Da das isolierte Land die "Verwendung einer kleineren und leichteren Atombombe, aber mit großer Sprengkraft" vermeldet hatte, wuchsen Befürchtungen, dass Pjöngjang die Produktion von Sprengköpfen vorbereitet, die auf Raketen montiert werden können. Der Test wurde international verurteilt.

Durch den Atomtest haben sich die Spannungen auf der Halbinsel wieder deutlich verschärft. "Die gegenwärtige Situation auf der koreanischen Halbinsel ist so ernst, dass selbst ein geringer zufälliger Vorfall zu einem Krieg führen kann", hieß es in einem Kommentar der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA.

Nordkorea hatte bereits zuvor angedeutet, weitere nukleare Sprengsätze zünden zu können. Den Atomtest vom Dienstag hatte Nordkorea im Januar nach der Ausweitung von Uno-Sanktionen angekündigt. Mit dem Sanktionsbeschluss bestrafte der Weltsicherheitsrat Nordkorea wegen eines umstrittenen Raketenstarts im Dezember. Den jüngsten Atomtest hatte das mächtigste Uno-Gremium aufs Schärfste verurteilt und "angemessene Maßnahmen" angekündigt.

Die Europäische Union will ihre Sanktionen gegen das Regime in Pjöngjang verschärfen. Laut einem EU-Diplomaten in Brüssel wollen die Außenminister der 27 EU-Staaten am kommenden Montag einen entsprechenden Beschluss fassen. Unter anderem sollen die Finanzsanktionen auf mehr Geschäfte als bisher ausgeweitet werden: So soll der Kauf nordkoreanischer Anleihen verboten werden. Ebenso die Ausfuhr von Gütern, die für das Raketenprogramm Nordkoreas genutzt werden könnten. Die Zahl der von EU-Einreiseverboten betroffenen Nordkoreaner wird ausgeweitet.

Mehr als 100.000 Nordkoreaner hingegen feierten nach Berichten von Staatsmedien den jüngsten Atomtest des Landes in der Hauptstadt Pjöngjang am Donnerstag. Ranghohe Vertreter von Armee und Partei, Arbeiter, Soldaten und Studenten seien auf dem Kim-Il-Sung-Platz zusammengekommen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Eine Reihe von Rednern priesen demnach den Test als "geniale Erfüllung der außergewöhnlichen Entscheidung und des unvergleichlichen Muts unseres lieben und geschätzten Kim Jong Un".

ffr/Reuters/AFP/dpa

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insgesamt 55 Beiträge
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1. optional
hubie 15.02.2013
Armseliger Typ, er sollte das Geld lieber in die Versorgung seiner Bevölkerung stecken...
2. ...
deus-Lo-vult 15.02.2013
Zitat von sysopAFP/ KCNA / KNSNordkoreas Machthaber Kim forciert die Atomaufrüstung. Pjöngjang plane ein bis zwei neue Bombentests, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, womöglich auch einen weiteren Raketenstart. Ziel ist es, die USA unter Druck zu setzen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/nordkorea-bereitet-offenbar-weiteren-atomtest-vor-a-883671.html
Die USA unter Druck zu setzen, ist noch nie wirklich gut ausgegangen für den Drücker.
3. Finde immer wieder ueberraschend,
hdudeck 15.02.2013
"Nordkoreas Machthaber Kim forciert die Atomaufrüstung. Pjöngjang plane ein bis zwei neue Bombentests, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, womöglich auch einen weiteren Raketenstart. Ziel ist es, die USA unter Druck zu setzen." wie gut doch der SPON die Beweggruende der Nord-Koreaner kennt. Oder sind das wieder einmal nur wilde Spekulationen der Redakteure? Wer sagt das Kim die Aufruestung forciert? Vielleicht ist er auch nur eine Marionette. Es werden wieder einmal Vermutungen und Spekulationen als Tatsachen verkauft.
4.
derberserker 15.02.2013
Ich erinnere mich noch an die Spötter bzw den Artikel "kim kann Rakete" jetzt wo er Atomwaffen UND Raketen hat heulen alle rum.. Was erwarten die Leute denn bitte.. Erst lachen dann schlottern.. Neutralere Berichte würden besser wirken anstatt das parteiische Gehabe!
5. Größenwahn & Gehirnwäsche fürs Volk
bürger_prollmann 15.02.2013
Während eine größenwahnsinnige Familie mit Atomsprengköpfen spielt, hungert ein geknechtetes Volk, das vermutlich durch Jahrzehnte der Gehirnwäsche und Versklavung vermutlich wirklich an den gottähnlichen Status der Kims glaubt. Leider beschränkt sich das Interesse der "Weltöffentlichkeit" nur auf die Waffentests des allmächtigen Führers.
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Indien k.A. / 90-110 (80-100)
Nordkorea k.A. / unter 10 (unter 10)
In Klammern: Zahlen des Vorjahres
Quelle: FAS; Stand: 18. Oktober 2013

Fläche: 122.762 km²

Bevölkerung: 24,346 Mio.

Hauptstadt: Pjöngjang

Staatsoberhaupt:
Kim Il Sung (obwohl bereits 1994 verstorben);
Protokollarisches Staatsoberhaupt: Kim Yong Nam;
"Oberster Führer": Kim Jong Un

Regierungschef: Pak Pong Ju

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Fläche: 99.646 km²

Bevölkerung: 48,184 Mio.

Hauptstadt: Seoul

Staatsoberhaupt:
Park Geun Hye

Regierungschef: Chung Hong Won

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