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Nordkorea: Erdbeben löst Spekulationen über Atomtest aus

Testgelände Punggye Ri in Nordkorea (Archivbild 2012): Ein neues Beben Zur Großansicht
AP

Testgelände Punggye Ri in Nordkorea (Archivbild 2012): Ein neues Beben

In Nordkorea ist es zu einem leichten Erdbeben gekommen. Nun gibt es Spekulationen darüber, ob es möglicherweise durch einen weiteren Atomtest der Regierung in Pjöngjang verursacht wurde. Von ihr wird in Kürze eine "größere Mitteilung" erwartet.

Ein leichtes Erdbeben hat am Mittwoch Nordkorea erschüttert. Es hatte nach US-Messungen eine Stärke von 5,1, das chinesische Erdbebenzentrum in Peking teilte einen Wert von 4,9 mit. Die Erschütterungen ereigneten sich demnach in der Nähe des Atomtestgeländes Punggye Ri im Nordosten des Landes.

Die Erdstöße lösten sofort Spekulationen aus, ob es sich möglicherweise um einen weiteren Atomtest Nordkoreas gehandelt haben könnte. In ersten südkoreanischen Berichten war vom Verdacht einer Explosion die Rede. "Wir vermuten ein von Menschen verursachtes Erdbeben", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters einen Mitarbeiter der Wetterbehörde in Seoul. Offizielle Angaben der südkoreanischen Regierung gibt es bisher nicht.

Auch von der chinesischen Erdbebenwarte hieß es, das Beben sei vermutlich künstlich ausgelöst worden. Ein Sprecher der japanischen Regierung sagte Journalisten, basierend auf den Erfahrungen der Vergangenheit könne es sich um einen Atomtest Nordkoreas gehandelt haben. Regierungsvertreter würden derzeit Informationen über den Vorfall sammeln und auswerten. Zudem sei eine Krisensitzung einberufen worden, sagte Yoshihide Suga.

Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete, es werde eine "größere Mitteilung" Nordkoreas um 4.30 Uhr erwartet. Das kommunistische Regime hat in der Vergangenheit bereits drei Atomtests durchgeführt, alle fanden auf dem Testgelände Punggye Ri statt. Der Uno-Sicherheitsrat reagierte jeweils mit Sanktionen.

aar/dpa/Reuters/AP/AFP

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