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11. April 2012, 11:35 Uhr

Vor Gedenkfeiern

Nordkorea ernennt toten Kim zum "Ewigen Parteisekretär"

Der Personenkult in Nordkorea nimmt noch verrücktere Züge an: Die herrschende Arbeiterpartei hat den toten Kim Jong Il zum "ewigen Generalsekretär" ernannt. Für seinen Sohn und Nachfolger Kim Jong Un bleibt der Titel "Erster Sekretär" - er ist damit nun Chef seiner Partei.

Pjöngjang - Der neue nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un ist am Mittwoch zum "Ersten Sekretär" der regierenden Arbeiterpartei ernannt worden. Damit ist er praktisch Chef der Einheitspartei. Sein verstorbener Vater Kim Jong Il erhielt den Titel "Ewiger Generalsekretär". Das berichtete am Mittwoch die amtliche Nachrichtenagentur KCNA. Die Ernennungen erfolgten auf einem Sondertreffen der Arbeiterpartei.

Kim Jong Il war im Dezember gestorben. Kurz nach dem Tod des Vaters war der noch nicht 30-jährige Kim Jong Un bereits zum "obersten Führer" der Partei, der Streitkräfte und des Staates ausgerufen worden.

Am Sonntag feiert Nordkorea den 100. Geburtstag des verstorbenen Staatsgründers Kim Il Sung. Teil der pompösen Gedenkfeiern ist der Start einer Langstreckenrakete. Diese soll einen Satelliten ins All bringen. Zur Vorbereitung begann Nordkorea am Mittwoch mit der Betankung des Flugkörpers vom Typ Unha-3. Der geplante Flug sorgt für Konflikte: Die USA betrachten den Start als militärischen Test einer Rakete, die ihr Territorium erreichen könnte. Washington forderte Pjöngjang bereits mehrmals zum Verzicht weiterer Raketenstarts auf. Mehrere asiatische Airlines verlegten ihre Flugrouten.

Kurz vor dem Abschuss des Flugkörpers ernannte Nordkorea einen neuen Verteidigungsminister. Die Zeitung der regierenden Arbeiterpartei, "Rodong Sinmun", berichtete am Mittwoch, Kim Jong Gak sei nun "Minister der bewaffneten Kräfte des Volkes".

heb/dpa/AP/Reuters/AFP

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