Tests trotz Uno-Verbot Nordkorea schießt Dutzende Raketen ins Meer

Die Geschosse gingen vor der Seegrenze zu Südkorea nieder: Das nordkoreanische Regime hat zahlreiche neue Militärmanöver durchgeführt - obwohl es damit gegen Uno-Resolutionen verstößt.

Ein Südkoreaner schaut einen Bericht über den nordkoreanischen Raketentest im Fernsehen: Fünf Tests in zwei Wochen
AP/dpa

Ein Südkoreaner schaut einen Bericht über den nordkoreanischen Raketentest im Fernsehen: Fünf Tests in zwei Wochen


Pjöngjang - Dutzende Artilleriegeschosse aus Nordkorea sind nahe der Seegrenze zum Nachbarland Südkorea im Meer gelandet. Die vom Südostzipfel des Landes aus abgefeuerten Geschosse gingen am Montag aber noch auf der nordkoreanischen Seite nieder, wie der südkoreanische Generalstab mitteilte.

Schon am Sonntag hatte Nordkorea nach Regierungsangaben aus Seoul zwei Kurzstreckenraketen abgeschossen, die im Meer landeten. Vermutlich reagierte Pjöngjang damit auf ein gemeinsames Manöver der südkoreanischen und der US-Marine, das am Mittwoch begonnen hatte. Das Regime von Kim Jong Un hatte die alljährlichen Manöver, an denen auch der US-Flugzeugträger "Washington" teilnimmt, als Provokation verurteilt.

Mit dem Abschuss seiner Raketen verstößt das nordkoreanische Regime gegen Uno-Resolutionen, die ihm den Test ballistischer Raketen verbieten. Es war bereits der fünfte Raketentest innerhalb von etwas mehr als zwei Wochen.

Ende Juni hatte die kommunistische Führung des Nordens unmittelbar vor dem Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Südkorea zwei Kurzstreckenraketen getestet. Experten zufolge demonstrierte Pjöngjang damit seinen Ärger darüber, dass Xi erst den Süden und dann den Norden besuchte. China ist der wichtigste Verbündete des kommunistischen Nordens. Zuletzt mehrten sich jedoch die Anzeichen, dass Peking auf Distanz zu Pjöngjang geht.

kes/AFP



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insgesamt 29 Beiträge
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Seite 1
ornitologe 14.07.2014
1. Nordkorea
testet seine Waffen - machen andere auch. Wo ist das Problem?
geotie 14.07.2014
2. yoooh
Wenn Xi Klug ist, geht er zu Nordkkorea auf Distanz. Aber was soll man von so einem kindlichen Herrscher erwarten. Macht sich Gedanken über die Gedanken in der westlichen Welt, ob die Frisur sitz, ob er im Film als Gutmensch abgebildet wird. Aber was soll man sagen, es gibt doch tatsächlich Menschen die so was gut finden. Siehe zum Beispiel Handballerstar. (Hoffentlich kommen jetzt keine schwarz gekleidet Männer mit komischen Harrschnitt und bestehen auf Löschung dieses Eintrags. Wobei ich nicht sicher bin, dass SpiegelOnline es schon selber tut)
Stewie.119 14.07.2014
3.
Zitat von ornitologetestet seine Waffen - machen andere auch. Wo ist das Problem?
Die Kernkompetenz Lesen ist bei Ihnen wohl nicht sonderlich ausgeprägt ;) Frage: Wieso kommentieren Sie eigentlich Artikel, die Sie nicht mal gelesen haben!?
rst2010 14.07.2014
4. reiches land,
das es sich leisten kann, teuere raketen ins meer zu schießen. kindskopf, der mit einer dauerdrohkulisse die anderen dazu bewegen staaten will, ihn mit geld zu unterstützen.
phaenologos 14.07.2014
5. Hier ist kein Problem
Zitat von ornitologetestet seine Waffen - machen andere auch. Wo ist das Problem?
Viel problematischer als ein paar Raketen ins Meer geschickt ist der Handel mit Faustfeuerwaffen in südamerikanische Krisengebiete oder Panzer an arabische Potentaten. Viel problematischer als ein paar Raketen ins Meer geschickt sind Agenten, die Umstürze und Regierungswechsel in anderen Ländern initiieren oder mit herbeigelogenen Gründen fremde Staaten verwüsten. Viel gefährlicher als Staaten, die Raketen ins Meer schicken, sind Staaten, die Raketen in die von ihnen selbst angeleten Ghettos schicken, in denen Menschen leben die nicht flüchten können, weil sie von einer Mauer umgeben sind. Allerdings verbietet die UNO nur die Raketen ins Meer, die wirklichen Verbrechen werden akzeptiert.
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