Machtdemonstration Richtung Süden Nordkorea feuert zwei Kurzstreckenraketen ab

Mehr als 200.000 Soldaten simulieren Krieg: Das südkoreanische und das US-Militär haben ein Manöver begonnen. Nordkorea feuerte demonstrativ zwei Raketen ab.

Nordkoreanische Rakete (Archivbild aus dem Jahr 2013): Reaktion auf südkoreanisches Manöver
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Nordkoreanische Rakete (Archivbild aus dem Jahr 2013): Reaktion auf südkoreanisches Manöver


Seoul - Als Reaktion auf das alljährliche große Militärmanöver Südkoreas und der USA hat Nordkoreas Militär zwei Kurzstreckenraketen in Richtung offenes Meer abgefeuert. Die zwei Raketen seien von der Westküste des Landes aus etwa 490 Kilometer in Richtung Japanisches Meer (Ostmeer) geflogen, so der Generalstab der südkoreanischen Armee. Es habe sich vermutlich um Raketen des Typs Scud gehandelt.

Wie geplant begannen unterdessen Südkorea und die USA ihr Großmanöver, an dem in diesem Jahr insgesamt 200.000 südkoreanische und 3700 US-Soldaten beteiligt sein werden.

Beide Seiten hatten zuvor Vorwürfe Nordkoreas zurückgewiesen, die Frühjahrsübungen dienten der Vorbereitung eines Angriffs. Im Januar hatte Nordkorea einen vorläufigen Verzicht auf neue Atomwaffentests angeboten, falls die USA ihre Militärmanöver mit Südkorea aussetzen. Washington lehnte das Angebot jedoch als "indirekte Drohung" ab.

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Kim Jong Un: Vorbereitungen für "Krieg"

vet/dpa

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insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
MarkusH. 02.03.2015
1.
also 200.000 Soldaten vor meiner Haustüre die Krieg spielen.. das würde mich auch stören
cognaq 02.03.2015
2. Zum Glück ein Archivbild..
Die Rakete auf dem Bild ist eine Strela 10, eine Fla-Rakete, mit einer Reichweite von 5 km. Aber es steht ja Archivbild drunter. Warum verwendet der Spiegel keine Silvesterraketen als Beispiel? Kommt als Archivbild auf dasselbe hinaus.
Listkaefer 02.03.2015
3. Warum diese Aufregung ...
... über 2 nordkoreanische Kurzstreckenraketen? Da macht es rumms in Nordkorea und 400 Km weiter plumps im offenen Meer. Und warum soll das eine Machtdemonstration sein? Demonstration ja, aber "Macht..."?? Genauso abwegig ist wohl, sich aufzuregen, wenn die Russen während eines G7 Treffens einen Dampfer vor Australiens Küsten in internationalen Gewässer auf- und abfahren lassen oder ein paar Flugzeuge rund um Europa hin und her? Kostet Geld und bingt nichts. Sollen sie doch - warum darüber aufregen? Und warum redet niemand über Satelliten, die über unser Land fliegen und merkwürdige Dinge machen? Die könnten uns gefährlich werden!
Badischer Revoluzzer 02.03.2015
4. Eigentlich kommen diese
Mannöver von SK und den USA dem Diktator Kim gerade recht, denn dadurch kann er mit weiteren Manipulationen und vorgetäuschtem Kriegsgeschrei das unterdrückte Volk weiter auf Linie halten.
Bueckstueck 02.03.2015
5.
Zitat von MarkusH.also 200.000 Soldaten vor meiner Haustüre die Krieg spielen.. das würde mich auch stören
Die haben aber kein Recht sich gestört zu fühlen (obwohl sie natürlich gestört sind), angesichts der seit Jahren andauernden Kriegsdrohungen, Raketenabschüsse, Artilleriebeschüsse, versenkten südkoreanischen Schiffe usw usf. Es ist das Recht Südkoreas sich gegen dieses geisteskranke Kim Regime zu wappnen - und dazu gehören diese seit Jahrzehnten jährlich abgehalteten Übungen.
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