Nordkorea: Fotos zeigen offenbar Arbeiten auf Atomtestgelände
Nordkorea arbeitet offenbar an einem dritten Test einer Atombombe. Nur wenige Tage nach der Aufhebung des Moratoriums für Nuklearversuche legen das Satellitenfotos nahe. Damit wächst die Sorge vor einer funktionsfähigen Langstreckenrakete mit nuklearem Sprengkopf.
Washington - Neue Satellitenbilder weisen auf weitere Arbeiten an einem nordkoreanischen Atomtestgelände hin. Zu sehen ist offenbar unter anderem ein Bergbaufahrzeug. Hinweise darauf, wann ein möglicher Atomtest geplant sein könnte, gibt es aber weiter nicht. Das sagte ein Experte des US-Korea-Instituts der Johns Hopkins School. Anfang April hatte der südkoreanische Geheimdienst gemeldet, es werde ein neuer Tunnel im Testgelände Punggye-ri gegraben. Dies könne ein Hinweis darauf sein, dass Nordkorea den dritten Atombombentest vorbereite, hieß es.
Rund 8000 Kubikmeter Geröll seien auf dem Testgelände ausgehoben worden, hieß es nach der Analyse der Satellitenbilder, die vom 8. März bis 18. April fotografiert wurden. In Punggye-ri im Nordosten des Landes testete Nordkorea bereits 2006 und 2009 Atombomben.
Zuletzt verurteilte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen einen Raketenstart Nordkoreas. Mit dem Flugkörper hatte das Land nach eigenen Angaben versucht, am 13. April einen Satelliten ins All zu bringen. Die Rakete stürzte aber ab. Im Westen wird vermutet, dass es sich um einen verschleierten Test einer Langstreckenrakete handelte. Größte Sorge ist es nun, dass es Nordkorea gelingen könnte, eine funktionsfähige Langstreckenrakete mit einer Atombombe zu verbinden. Technisch scheint das Land dazu noch nicht in der Lage zu sein.
rom/dapd
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Bevölkerung: 24,346 Mio.
Hauptstadt: Pjöngjang
Staatsoberhaupt:
Kim Il Sung (obwohl bereits 1994 verstorben);
Protokollarisches Staatsoberhaupt: Kim Yong Nam;
"Oberster Führer": Kim Jong Un
Regierungschef: Pak Pong Ju
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Zum Abschluss der vierten Sechs-Länder-Gespräche im September 2005 verpflichtete sich Pjöngjang grundsätzlich zur Aufgabe aller Atomwaffen und Nuklearprogramme, das Atomprogramm lief aber im Geheimen weiter. 2007 zeichnete sich erneut eine Einigung im Atomstreit ab: Die nordkoreanische Seite sagte zu, seine Atomanlagen stillzulegen und die ausländischen Atominspekteure wieder zuzulassen. Im Gegenzug sollte das Land wirtschaftliche, humanitäre und Energiehilfe erhalten und von der US-Liste der den Terror unterstützenden Staaten gestrichen werden. Im Juni 2008 übergab Nordkorea eine seit Monaten überfällige Liste mit Einzelheiten seines Nuklearprogramms an China und sprengte den Kühlturm der abgeschalteten Atomanlage Yongbyon.

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