Hoffnung auf Annäherung Kim Jong Un bereit zum Gipfel mit Südkorea

Es macht vielen Koreanern Hoffnung auf bessere Zeiten: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un will sich mit Südkoreas Präsidentin treffen - doch die will mit dem Diktator auch über ein unangenehmes Thema sprechen.


Seoul - Bislang kam es erst zweimal zu einem solchen Treffen, jetzt könnte es eine dritte Begegnung geben: Als Geste des guten Willens hat sich Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un zu einem Treffen mit der südkoreanischen Präsidentin Park Geun Hye im neuen Jahr bereit erklärt. Die Regierung in Pjöngjang wolle sich mit allen Kräften um eine Verbesserung der innerkoreanischen Beziehungen bemühen, verkündete Kim am Donnerstag in einer von den Staatsmedien übertragenen Neujahrsansprache. Es gebe keinen Grund, nicht "Gespräche auf höchster Ebene" zu führen.

"Wenn die südkoreanische Regierung ernsthaft an einer Verbesserung der Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea durch Gespräche interessiert ist, können wir die ausgesetzten hochrangigen Treffen wieder aufnehmen", sagte Kim. Vor drei Tagen hatte Südkorea neue Annäherungsgespräche mit dem Nachbarland auf Ministerebene vorgeschlagen. Eine konkrete Antwort des kommunistischen Regimes in Pjöngjang auf den Vorschlag war bisher ausgeblieben.

Park hatte sich mehrmals zu einem Treffen mit Kim bereit erklärt. Allerdings bekräftigte sie immer wieder, dass es dabei auch um die Beseitigung der Atomwaffen Nordkoreas gehen müsse. Noch vor zwei Wochen hatte das Regime in Pjöngjang als Reaktion auf den Vorwurf gravierender Menschenrechtsverstöße mit dem Bau weiterer Atomwaffen gedroht.

Seit der Teilung der koreanischen Halbinsel vor 70 Jahren gab es bisher nur zwei Treffen auf höchster Ebene zwischen Süd- und Nordkorea, in den Jahren 2000 und 2007.

Kim kündigte aber auch an, Nordkorea wolle seine militärischen Fähigkeiten weiter ausbauen und die Wirtschaft fördern. Er steht seit drei Jahren an der Spitze des verarmten, aber hochgerüsteten Staates.

als/Reuters/dpa

insgesamt 12 Beiträge
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Seite 1
winki 01.01.2015
1. Das liest sich erst mal gut.
Weil, miteinander Reden ist nie falsch. Es wird aber leider nichts oder zumindest nicht viel dabei heraus kommen. Kim Jong Dingsbums wird sich nie von seinen Atombomben trennen und das wird wohl aus Sicht der südkoreanischen Präsidentin Park Geun Hye der Knackpunkt sein, völlig verständlich wie denke. Ein Chance könnte es geben, wenn man die Chinesen mit in ernsthafte Verhandlungen einbezieht und die dann so eine Art Sicherheitsgarantie für Nordkorea abgeben, ähnlich wie die Bündnisgarantie in der Nato. Dann brauchte Nordkorea keine Atombomben, um sich sicher zu fühlen. Vielleicht kann man auch den USA eine Art "Nichtangriffserklärung" abringen. Ob man darauf bauen kann, dass sich die USA daran halten würden, da habe ich allerdings so meine Zweifel. Ich denke, das Zünglein an der Waage werden die Chinesen sein. DEm Volk von Nordkorea wäre es sehr zu wünschen, dass sich ihre Lebensverhältnisse bald, möglichst sehr bald, deutlich verbessern. Damit wäre dann auch der Anfang gemacht, dass sich politisch langsam etwas in Richtung Menschlichkeit verändert. Das wäre auch mein Wunsch für das neue Jahr.
Atheist_Crusader 01.01.2015
2.
Das sagt gar nichts aus, das ist nur der nordkoreanische Kalender. Wir haben Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Nordkorea hat Deeskalation, Beinahe-Frieden, Eskalation und Beinahe-Krieg. Es ist einfach nur wieder diese Zeit im Jahr. In vier bis sechs Monaten spricht er schon wieder von Krieg.
Knack5401 01.01.2015
3. Ha Ha,
dem Irren Babyface war wieder einmal danach zu spielen..., ernsthafte Aktionen in Richtung Annäherung sind von diesem Verbrecher nicht zu erwarten.
liberty_of_speech 01.01.2015
4. mein Wunsch an Sie: informieren Sie sich mal
Zitat von winkiWeil, miteinander Reden ist nie falsch. Es wird aber leider nichts oder zumindest nicht viel dabei heraus kommen. Kim Jong Dingsbums wird sich nie von seinen Atombomben trennen und das wird wohl aus Sicht der südkoreanischen Präsidentin Park Geun Hye der Knackpunkt sein, völlig verständlich wie denke. Ein Chance könnte es geben, wenn man die Chinesen mit in ernsthafte Verhandlungen einbezieht und die dann so eine Art Sicherheitsgarantie für Nordkorea abgeben, ähnlich wie die Bündnisgarantie in der Nato. Dann brauchte Nordkorea keine Atombomben, um sich sicher zu fühlen. Vielleicht kann man auch den USA eine Art "Nichtangriffserklärung" abringen. Ob man darauf bauen kann, dass sich die USA daran halten würden, da habe ich allerdings so meine Zweifel. Ich denke, das Zünglein an der Waage werden die Chinesen sein. DEm Volk von Nordkorea wäre es sehr zu wünschen, dass sich ihre Lebensverhältnisse bald, möglichst sehr bald, deutlich verbessern. Damit wäre dann auch der Anfang gemacht, dass sich politisch langsam etwas in Richtung Menschlichkeit verändert. Das wäre auch mein Wunsch für das neue Jahr.
Sie sollten nicht denken oder vermuten, INFORMIEREN! Das Problem an der Wiedervereinigung, welches BEIDE Länder wollen ist, dass Japan das nicht will. Das hat der Obermotz von denen klar und eindeutig in die Kamera gesagt. Da muss man nichts tun ausser zuhören. In Südkorea finden manche die Idee, so an die Atombombe zu kommen, durchaus toll. Die Wiedervereinigung eh. Es gibt eine gut gemachte Doku dazu von ARTE. Ihr Wissen über Nordkorea ist falsch, unwahr, nicht wahr, schlecht, fehlerhaft, realitätsfern. Heute gibt es das Internet und jeder kann sich informieren. Auch Sie könnten Videos finden wo man Nordkorea von einer anderen Seite sieht.
archback 01.01.2015
5.
Südkorea will die Nordkoreaner nicht. Das wird viel zu teuer. Deshalb werden unannehmbare Bedingungen gestellt.
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