Nordkoreas Machthaber Kim besucht Xi in China

Nun ist es offiziell: Kim Jong Un ist für einen mehrtägigen Besuch nach China gereist. Für den nordkoreanischen Machthaber ist es das vierte Treffen mit Xi Jinping - dabei könnte es auch um Donald Trump gehen.


Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist einer Einladung des chinesischen Staatschefs Xi Jinping gefolgt und nach China gereist. Laut der nordkoreanischen Agentur KCNA wird Kim dabei unter anderem von seiner Ehefrau Ri Sol Ju und mehreren hochrangigen Mitarbeitern begleitet.

Zuvor war bereits über ein viertes Treffen zwischen Kim und Xi spekuliert worden, nachdem ein Sonderzug aus Nordkorea am Montagabend nach China eingereist war. Am Dienstag bestätigten dann beide Regierungen den Besuch, der bis Donnerstag dauern wird.

China ist der wichtigste Verbündete Nordkoreas. Kim besuchte den mächtigen Nachbarn im vergangenen Jahr dreimal, um sich mit Xi zu treffen. Keine der Reisen war im Vorfeld angekündigt worden. Der erste Besuch im März war bekannt geworden, nachdem der gepanzerte Zug Kims in Peking gesichtet worden war. Es war seine erste Auslandsreise, seit er 2011 an die Macht gekommen war.

Kim und Xi in Peking (März 2018)
DPA

Kim und Xi in Peking (März 2018)

Gesprächsthema Trump?

Bei dem aktuellen Treffen könnten sich beide Politiker über das in Kürze geplante zweite Gipfeltreffen Kims mit US-Präsident Donald Trump abstimmen. Über den Ort werde noch verhandelt, hatte Trump am Sonntag gesagt. "Es wird möglicherweise in nicht allzu ferner Zukunft verkündet." Der Dialog mit Nordkorea laufe gut, versicherte Trump. Es gibt Spekulationen, dass es diesmal in Vietnam stattfinden könnte. Ein Termin steht noch nicht fest.

Bei ihrem historischen ersten Gipfel im Juni in Singapur hatten sich Trump und Kim allgemein auf das Ziel einer atomaren Abrüstung auf der koreanischen Halbinsel geeinigt. Doch konkrete Zusagen, bis wann das nordkoreanische Atomwaffenarsenal abgerüstet werden soll und wie die Gegenleistungen der USA aussehen könnten, blieben bisher aus.

In seiner Neujahrsansprache vor einer Woche hatte Kim dann mit einer Abkehr vom Annäherungskurs gedroht, falls die USA an ihren Sanktionen festhalten. Er bekräftigte zwar die Absicht zur atomaren Abrüstung und Fortsetzung der Gipfeldiplomatie mit den USA, warf aber Washington vor, Zusagen nicht einhalten zu wollen und Pjöngjang einseitige Abrüstungsschritte abzupressen.

aar/dpa/AFP



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Seite 1
pv51 08.01.2019
1. wieder eine Chance vertan
Kim wendet sich der neuen Weltmacht zu. USA egal. und mit dem Süden geht es friedlich voran. auch gegen den wieder USA.
vulcan 08.01.2019
2.
Zitat von pv51Kim wendet sich der neuen Weltmacht zu. USA egal. und mit dem Süden geht es friedlich voran. auch gegen den wieder USA.
Was wollen Sie mit dem undeutlichen Text sagen? Erst einmal ist Nordkorea schon immer ein Ziehkind Chinas gewesen und braucht sich diesem nicht 'zuzuwenden'. Zweitens geht ohne die USA dort nichts, da diese der mit Abstand wichtigste Verbündete Südkoreas sind und ein größeres Gewicht in Verhandlungen haben als China, die einerseits die Sanktionen mittragen und andererseits mit dem mißratenen Kim herumlavieren. Ihr lächerliches Wunschdenken offenbart nur Ihre verschrobene und merkwürdige Weltsicht.
lab61 08.01.2019
3.
Zitat: "China ist der wichtigste Verbündete Nordkoreas." Logisch. Wenn man nur einen Verbündeten hat, ist der natürlich auch der wichtigste.
sogenannterexperte 08.01.2019
4. @ 1. Pv51
Entweder ist hier ein Troll unterwegs, oder jemand, der keine Ahnung davon hat wie diese Systeme Nordkorea und China (ja beide sind in etwa gleich) funktionieren. Sich eine Weltmacht China zu wünschen zeugt von Unbildung oder Verblendung, die die KPCh bereits mit ihren Propagandamethoden in die Welt getragen hat.
claus7447 08.01.2019
5. Wunschdenken oder Realität
Zitat von vulcanWas wollen Sie mit dem undeutlichen Text sagen? Erst einmal ist Nordkorea schon immer ein Ziehkind Chinas gewesen und braucht sich diesem nicht 'zuzuwenden'. Zweitens geht ohne die USA dort nichts, da diese der mit Abstand wichtigste Verbündete Südkoreas sind und ein größeres Gewicht in Verhandlungen haben als China, die einerseits die Sanktionen mittragen und andererseits mit dem mißratenen Kim herumlavieren. Ihr lächerliches Wunschdenken offenbart nur Ihre verschrobene und merkwürdige Weltsicht.
werter Forist. Wenn Sie sich ein klein wenig mit der Geschichte Koreas beschäftigt hätten, hätten sie das nicht geschrieben. Der wirkliche entscheider über das Weitergehen ist und bleibt China. Glauben Sie nur nicht, das Donald hier mitreden kann. höchstens, wenn er sich zusammen mit China, Russland, Südkorea an einen runden Tisch mit Nord Korea setzen würde. werfen Sie einen Blick in die Landkarte.
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