Nordkorea Machthaber Kim erneut zu Besuch in China

Plötzlich wieder beste Freunde: Vor dem geplanten Treffen mit US-Präsident Donald Trump besucht Nordkoreas Diktator Kim Jong Un schon zum zweiten Mal China. Diesmal reiste er aber nicht im Luxuszug an.

Kim, Xi in Dalian
AP/ Xinhua

Kim, Xi in Dalian


Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un sucht im Zuge der rasch voranschreitenden koreanischen Annäherung die Nähe zu seinem wichtigsten Verbündeten. Bereits zum zweiten Mal binnen wenigen Monaten reiste Kim nach China. In der Hafenstadt Dalian traf er auf Präsident Xi Jinping. Das berichtete Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Demnach hatten die beiden Staatsführer "einen umfassenden und eingehenden Meinungsaustausch" über die Beziehungen beider Länder und sprachen über "Fragen von gemeinsamem Interesse". Anders als bei seinem ersten Besuch in Peking vor einigen Wochen war Kim nun nicht mit seinem Sonderzug, sondern mit dem Flugzeug angereist. Bis zu dem Trip im März war er in seiner Amtszeit noch nie offiziell außer Landes gewesen.

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Züge aus Nordkorea: Kims grüne Giganten

Zwischen Nordkorea und China hatte es vor dem Jahreswechsel Spannungen gegeben. Die Volksrepublik beteiligte sich an den Uno-Sanktionen gegen Pjöngjang, da die Regierung in Peking das Atommachtstreben Kims ebenfalls kritisiert.

In wenigen Wochen - voraussichtlich Ende Juni - soll Kim auf den US-Präsidenten Donald Trump treffen. Südkoreanischen Medien zufolge sollen die historischen Gespräche in dem Stadtstaat Singapur stattfinden. Es soll dabei vor allem um eine Denuklearisierung Nordkoreas und einen möglichen Friedensvertrag für die koreanische Halbinsel gehen.

In einem ersten historischen Treffen hatte sich Kim am 27. April mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In getroffen. Beide reichten sich in der entmilitarisierten Zone zwischen den beiden Ländern die Hand. Kurz darauf war auch der chinesische Außenminister Wang Yi nach Pjöngjang gereist. Zuletzt hatte es in Peking Sorge gegeben, bei den Friedensverhandlungen außen vor gelassen zu werden.

Mit seinem erneuten Besuch will Kim dem nun offenbar entgegenwirken. Die Agentur Xinhua zitierte Präsident Xi anschließend mit den Worten: "Nach dem ersten Treffen zwischen mir und dem Genossen Vorsitzenden haben sich die bilateralen Beziehungen und die innerkoreanische Situation verbessert, worüber ich glücklich bin." Kim soll nach Angaben von Xinhua gesagt haben: "Das sind positive Ergebnisse des historischen Treffens zwischen mir und dem Genossen Generalsekretär."

vks/dpa/AFP

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joG 08.05.2018
1. China hat große Interessen ....
....in diesem Spiel und Kim braucht nicht nur Trumps Zusagen sondern Xis. Ohne ihn kann er die Situation kaum überleben.
EMU 08.05.2018
2. Kurze Leine
Ui, da hat ihn China jetzt aber heftig an die Leine genommen. Wenn er jetzt alle paar Wochen zu Rapport und Weisungsausgabe antreten darf, dann hat China die Nase wirklich gestrichen voll.
raoul2 08.05.2018
3. Kim - nicht Trump - wird als "Sieger"
aus dieser völlig unnötigen "Auseinandersetzung" hervorgehen - zumindest "moralisch". Während der defizitäre PotUS sich an seinem dummen Feindbild festklammert und letztlich an seinem "Pipi-Gate" ersticken wird, hat der kleine Dicke mit seinen Treffen an der innerkoreanischen Grenze oder in China der Öffentlichkeit seinen "Friedenswillen bewiesen". Da kann das Trumpel weiterhin twittern, er habe "den größeren" - die Welt wendet sich mit Grausen ab.
yoda56 08.05.2018
4. Schreiben Sie doch einfach mal ein Märchenbuch.
Zitat von raoul2aus dieser völlig unnötigen "Auseinandersetzung" hervorgehen - zumindest "moralisch". Während der defizitäre PotUS sich an seinem dummen Feindbild festklammert und letztlich an seinem "Pipi-Gate" ersticken wird, hat der kleine Dicke mit seinen Treffen an der innerkoreanischen Grenze oder in China der Öffentlichkeit seinen "Friedenswillen bewiesen". Da kann das Trumpel weiterhin twittern, er habe "den größeren" - die Welt wendet sich mit Grausen ab.
Dafür brauchen Sie ebenfalls nur blühende Phantasie und keinerlei Sachkenntnis. Aber übertreiben Sie nicht, auch Kinder lassen sich nicht jeden Bären aufbinden.
dereuropaeer 08.05.2018
5.
Der Chinesische Präsident wird Trump dennWeg weisen. Den einzig gangbaren Weg. Die USA haben sich in den vergangenen Jahren von China total abhängig gemacht. Nur Trump hat das noch nicht gemerkt
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