Nordkorea Uno verurteilt Raketentest - Kim mit Übung "äußerst zufrieden"

Das Regime in Pjöngjang hat den "erfolgreichen" Test einer Mittelstreckenrakete bestätigt und weitere angekündigt. Der Uno-Sicherheitsrat verurteilte das Manöver Nordkoreas einstimmig.

Kim Jong Un (M.)
KCNA/REUTERS

Kim Jong Un (M.)


Der Uno-Sicherheitsrat ist zu seiner Sondersitzung wegen der Nordkorea-Krise zusammengekommen und hat den jüngsten Raketenstart einstimmig als "empörend" verurteilt. Die 15 Mitglieder des höchsten Uno-Gremiums riefen Pjöngjang auf, weitere Tests zu unterlassen und im Einklang mit früheren Uno-Resolutionen sein Atomprogramm einzustellen.

Die jüngsten Raketentests des nordkoreanischen Militärs unterminierten "absichtlich regionalen Frieden und Stabilität und haben weltweit große Sicherheitsbedenken ausgelöst", heißt es in der Erklärung des Sicherheitsrats. Die Mitglieder hatten sich drei Stunden lang besprochen.

Trotz bereits geltender harter Sanktionen hatte Nordkorea am Dienstag eine Rakete über den Norden Japans hinweg in Richtung Pazifik gefeuert - und dafür harsche internationale Kritik geerntet.

Das Regime in Pjöngjang bestätigte inzwischen den "erfolgreichen" Test einer Mittelstreckenrakete vom Typ Hwasong-12. Er sei eine Antwort auf die Manöver des südkoreanischen und US-Militärs gewesen, zitierte die südkoreanische Agentur Yonhap aus einem Bericht der nordkoreanischen Agentur KCNA. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un habe den Start persönlich überwacht, er sei "äußerst zufrieden".

Video zu Japans Reaktion: "Der Schock sitzt tief!"

REUTERS/ KCNA

Kim erklärte den Angaben zufolge, der Test "unter simulierten Kriegsbedingungen" sei "ein erster Schritt der Koreanischen Volksarmee im Pazifik und ein bedeutungsvolles Vorspiel, um Guam in Schach zu halten". Weitere Tests seien dazu notwendig. Washington unterhält auf dem US-Territorium einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt.

Die am Dienstag abgefeuerte Rakete flog über Japan hinweg, bevor sie im Pazifik landete (hier lesen Sie mehr Hintergründe zu Nordkoreas Hochrisikospiel). Trump schloss daraufhin erneut eine militärische Option gegen das international weitgehend isolierte Land nicht aus. "Die Welt hat Nordkoreas Botschaft laut und deutlich vernommen. Alle Optionen liegen auf dem Tisch."

Seoul und Tokio wollen Druck auf Nordkorea erhöhen

Der südkoreanische Präsident Moon Jae In und der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe sprachen am Mittwoch über den Raketentest. Sie hätten sich bei dem Telefonat darauf geeinigt, den Druck auf die Führung in Pjöngjang auf "ein extremes Maß" zu steigern. Das teilte das Präsidialamt in Seoul mit.

Die Tatsache, dass Nordkorea bei dem Test eine Rakete über Japan hinweg abgefeuert habe, sei eine Handlung von "unfassbarer Gewalt", wurde Moon von einem Sprecher zitiert. Abe und Moon hätten sich darauf verständigt, zusammen mit ihrer beider Schutzmacht USA auf noch striktere Uno-Sanktionen hinzuwirken.

aar/dpa/Reuters/AFP

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ArminH 30.08.2017
1. Bla bla bla...
Und nochmal bla .... der kleine Kim hört nicht eher auf bis er eine auf die Gosche bekommt. Der Putin ist verlogen und die Chinesen auch und lachen sich ins Fäustchen wenn der Trump zuschlägt. Aber es bleibt keine Wahl. Und ich wage zu behaupten: je eher desdo weniger nebenschaden gibt es ...eine gezielte Rakete auf den Kim und Schluss mit lustig.
Agentsnake 30.08.2017
2. Wie offt denn noch ?
Ja die UNO und glaube nicht das es Kim sonderlich juckt was die UNO beschlossen hat. Welche optionen hat die UNO denn ? Ist doch schon alles aus gelutscht der sollte genau wissen das er das Raketen Program nicht einstampfen kann dann ist er aber gleich ganz fertig. Der Zug ist ab gefahren kann ja auch moeglich sein das die Russen den ein oder anderen Raketen Motor verkaufen weiss doch keine. Sued Korea will auf keine Fall Krieg mit dem Norden somit ist die Lage doch so oder so total verfahren die USA werden still halten weil die auch wissen das man keinen Angriff machen kann ohne dabei viele viele Menschen in Sued Korea aufs Spiel zu setzen mal garnicht davon gesprochen wie China das dann sehen wuerde. Also alles nur Geschwaetz und ich kann mir Vorstellen das der Kim sich seiner Lage wohl sehr Bewisst ist . Da muss man schon mit einem etwas besseren Plan kommen das geht echt nur durch die Hintertuere denke ich mal.
umweltfreak 30.08.2017
3. Ursachen
Trump ließ vor einigen Wochen eine Rakete gegen Syrien abfeuern, die Hunderte unschuldiger Menschen tötete. Nord-Korea fühlt sich von den martialischen Manövern der USA und Südkoreas mit zigtausenden Soldaten bedroht und feuert eine Mittelstreckenrakete zu Test- und Abschreckungszwecken ab, die in hundert Kilometern Höhe über Japan hinwegfliegt und niemanden zu Schaden bringt. Wer ist hier der Bösewicht?
bruno15 30.08.2017
4. ich zähle bis 3...
Die ganzen Resolutionen gegen Nordkorea sind do wirksam wie das zählen bis 3 bei einem Kleinkind. Denn wenn Japan, Südkorea und die USA bei 3 ankekommen sind kommt auch nur heiße Luft. Und dass weiss der Nordkoreanische Machthaber genau.
alternativlos 30.08.2017
5. Kim hat den längsten...
Es gib da eine Geschichte hinter der Geschichte und die wäre äußerst spannend, wenn man die Methoden der Macht aufreiht und sortiert. und ...psss...'Still gestanden': "Snowden, wir danken dir" Wie schön diese Ordnung still und heimlich funktioniert, wenn die unsichtbare Hand ihre Macht verliert.
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