Nordkorea Kim Jong Un lässt neue Hightech-Waffe testen

Zuletzt haben Satellitenbilder angebliche Raketenverstecke aufgedeckt. Nun hat Nordkorea laut Staatsmedien ein neu entwickeltes Waffensystem getestet - unter der Aufsicht von Machthaber Kim.

Kim Jong Un
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Kim Jong Un


Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un hat nach Angaben staatlicher Medien dem Test einer neu entwickelten Hightech-Waffe in dem international isolierten Land beigewohnt. Kim habe zu diesem Zweck eine Teststelle eines nationalen Verteidigungsinstituts besucht, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Donnerstag unter Berufung auf Berichte staatlicher nordkoreanischer Medien.

Nähere Angaben zur Waffe wurden demnach nicht gemacht - die Erprobung sei aber erfolgreich gewesen. "Die hochmoderne Waffe, die seit Langem unter der Führung der dynamischen Führung unserer Partei entwickelt wurde, schützt unser Territorium vollständig und verbessert die Kampfkraft unserer Volksarmee erheblich", hieß es laut Yonhap vonseiten der Nordkoreaner.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt regelmäßig von großen Fortschritten bei den Verhandlungen mit Nordkorea gesprochen. Im Juni hatte er sich in Singapur mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zu einem historischen Gipfel getroffen. Kim hatte dort seinen Willen zur atomaren Abrüstung bekundet. Er hat bisher aber keine konkreten Zusagen gemacht, wann und wie sein bestehendes Atomwaffen- und Raketenarsenal abgebaut werden soll. Auch ist noch unklar, wie die Gegenleistungen der USA aussehen. In den nächsten Monaten soll es ein zweites Treffen Trumps mit Kim geben.

Satellitenbild von angeblicher Raketenanlage in Nordkorea
REUTERS/ CSIS/ Beyond Parallel/ DigitalGlobe

Satellitenbild von angeblicher Raketenanlage in Nordkorea

Zuletzt hatte das "Thinktank Center for Strategic and International Studies" von mindestens 13 geheimen Raketenanlagen in Nordkorea berichtet. Satellitenbilder würden zeigen, dass sich die meisten dieser Anlagen in schwer einsehbaren Bergregionen befänden.

Im Video: Tagebuch aus einem abgeschotteten Land

dbate.de

mkl/dpa



insgesamt 31 Beiträge
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verruca 16.11.2018
1. Ey Kim:
[zitat]"Die hochmoderne Waffe, die seit Langem unter der Führung der dynamischen Führung unserer Partei entwickelt wurde, schützt unser Territorium vollständig und verbessert die Kampfkraft unserer Volksarmee erheblich"[/zitatende] Warum sollte Euch jemand angreifen wollen? Also mal ganz im Ernst? Was gibt's in NK für wenauchimmer zu holen? Also warum ist der Schutz vor wenauchimmer relevant und sollte gleichzeitig die Kampfkraft gegen wasauchtimmer erhöhen? Schau mal: Keiner schießt auf Euch, solange ihr nicht anfangt. Wozu denn auch? Eure Regierungsform und die praktische Umsetzung erledigt sich in wenigen Jahren eh per Putsch von selbst und wenn nicht, dann bleibt eben das für die Weltwirtschaft unbedeutende und ausgegrenzte Land "in the middle of nowhere" übrig. Dein "Schutz" ist gut für gar nix! Aber toll, das Du ihn hast!
Atheist_Crusader 16.11.2018
2.
Hochmoderne Waffe? Hat man inzwischen das rauchlose Schießpulver entdeckt? Ich meine, ich schätze ganz unmöglich ist es nicht, aber doch hochgradig unwahrscheinlich. Nordkorea hat keine freie Wirtschaft, keinen freien Austausch von Ideen, rigide Domen die niemand in Frage stellen darf, limitierte Bildung, nur sehr begrenzte Kontakte ins Ausland, ... das ist ganz einfach nicht der Nähboden auf dem technologischer Fortschritt gewährt. Selbst wenn man anderen Ländern technologisch nicht bereits um Jahrzehnte hinterherhängen würde.
geotie 16.11.2018
3.
Der größte Dealmaker, dass ich nicht lache! Die meisten Bankrotts hingelegt und trotzdem US-Präsident geworden, dass könnte man eher schon als Leistung abtun. Aber eigentllich liegt es auch nur an die Wähler, die wahrscheinlich auch das als Gott gegeben hinnehmen!
Teddi 16.11.2018
4. Widerliche Menschen
Es ist schon lustig zuzuschauen, wie sich zwei widerliche Lügner treffen und ihre Lügenabkommen mit ihren Lügenhanddrucken unterzeichnen. Ein weises Sprichwort mahnt auch: Niemand ist leichter zu betrügen als ein Betrüger. Trump sollte seine Reiseunkosten für wichtigere Aufgaben ausgeben. Was ich dabei aber gar nicht lustig finde ist, dass der Kim Yong bum sich nicht schämt, vor aller Welt als Fettkloß vor seinen ausgehungerten Untergebenen zu stehen. Seinen Soldaten schlottern die Anzüge um die ausgemergelten Knochen, wobei ihm förmlich das Fett aus Backen und Nacken quillt. Es ist widerlich.
627235 16.11.2018
5. Den Bildern nach...
...handelt es sich um einen Stock, mit dem Kim seine Generäle zu größerer Leistung antreibt - wirksam vielleicht, aber nicht gerade Hightech. Außerdem muss NK noch zeigen, dass sie diese Technologie massenfertigen und auf niedere Kommandostellen übertragen können. Entsprechend bin ich der Ankündigung gegenüber skeptisch.
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