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Nordkorea: Kim meckert über falsche Wettervorhersagen

Nordkoreas Diktator: Kim, der Wetterfrosch Fotos
AFP

Nordkorea leidet unter großer Trockenheit. Jetzt hat Diktator Kim Jong Un den Schuldigen ausgemacht: den staatlichen Wetterdienst.

Pjöngjang - Wenn Diktator Kim Jong Un seinen Besuch in Fabriken und Behörden ankündigt, zittern die Nordkoreaner. Denn der Staatschef schaut sich nicht nur gerne allerhand Dinge an - er weiß auch immer alles besser. Die Standpauken des Machthabers sind gefürchtet.

In dieser Woche mussten die staatlichen Meteorologen Kims Tiraden über sich ergehen lassen. Der Despot ließ kein gutes Haar an der Arbeit der Wetterexperten. "Er sagte, dass es viele unkorrekte Vorhersagen gibt, weil die meteorologischen Beobachtungen nicht auf einer modernen und wissenschaftlichen Basis beruhen", berichtete die staatliche Zeitung "Rodong Sinmun" über Kims Besuch beim nationalen Wetterdienst.

Die Arbeit der Meteorologen müsse sich schnellstens verbessern und die Vorhersagen sollten genauer werden, forderte der Staatschef. Nur so könne das Leben der Nordkoreaner verbessert werden. Auf den Fotos, die Pjöngjangs Staatsmedien von der Visite verbreiten, wirken die gescholtenen Meteorologen wenig begeistert über die Hinweise des Diktators.

Nordkorea hat das trockenste Frühjahr seit drei Jahrzehnten hinter sich. Die Ernte in diesem Jahr droht noch schlechter auszufallen als in den vergangenen Jahren. Für die Menschen in dem bettelarmen Land drohen schlimme Folgen. Schon jetzt sind viele Nordkoreaner unterernährt. Angeblich hat die Regierung bereits die Nahrungsmittelrationen für ihre Untertanen gekürzt. Auf der Suche nach Sündenböcken für diese Situation ist Kim nun offenbar bei den Meteorologen fündig geworden.

syd

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insgesamt 118 Beiträge
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1. Die Partei hat eben immer recht! Sonne,Wind und Regen
analyse 12.06.2014
hat sie uns gegeben !Nur die falsche Berichterstattung darüber muß noch verbessert werden !
2. Witzfigur mit ulkigem Haarschnitt
morax 12.06.2014
Ja das ist ja aber auch ein Ding! Die Meterologen könnten doch gefälligst mal Regen ansagen damit das mal regnet! Vielleicht sollte der Herr Kim statt Knaller auf seine Raketen zu schrauben mal drüber nachdenken Wettersatelliten löten zu lassen und die dann hochschiessen (sofern die denn überhaupt oben bleiben würden), wär die Welt wohl auch mehr beeindruckt..
3. Xp
trankvilizator 12.06.2014
Die Trockenheit hat wohl anderen Grund: das offensichtlich verwendete Windows XP wird ja bekanntlich seit April nicht mehr mit Updates versorgt - quasi trockengelegt. Kacheln sollen bekannterweise Wasser gut im Griff haben. Man sollte in Nordkorea also schleunigst auf Windows 8 umsteigen!
4. Eventuell sollte jemand ...
tobiash 12.06.2014
... dem Herrn Kim mal erklären, dass der Wetterdienst das Wetter im besten Falle vorhersagt und nicht macht. Die Trockenheit wäre auch ohne Prognose gekommen, was für einen waschechten Kommunisten aber wohl nicht wirklich vorstellbar ist.
5. Wetter in Nordkorea
taggert 12.06.2014
---Zitat--- "Er sagte, dass es viele unkorrekte Vorhersagen gibt, weil die meteorologischen Beobachtungen nicht auf eine modernen und wissenschaftlichen Basis beruhen" ---Zitatende--- ... hahaha ... ... und wessen Schuld ist das? Wenn die nötige Technik nicht vorhanden ist um "moderne wissenschaftliche" Vorhersagen zu machen? Der Typ ist echt so ein Clown - unfassbar.
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Karte

Karte

Fläche: 122.762 km²

Bevölkerung: 25,027 Mio.

Hauptstadt: Pjöngjang

Staatsoberhaupt:
Kim Il Sung (obwohl bereits 1994 verstorben);
Protokollarisches Staatsoberhaupt: Kim Yong Nam;
"Oberster Führer": Kim Jong Un

Regierungschef: Pak Pong Ju

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Nord- und Südkorea
Nordkorea und Kim Jong Il
Am 9. September 1948 rief der kommunistische Politiker Kim Il Sung im Norden die Demokratische Volksrepublik Korea aus. Sie entwickelte sich, zunächst in enger Anlehnung an die Sowjetunion, zu einer kommunistischen Volksrepublik. 1998 wurde dessen Sohn Kim Jong Il Regierungschef. Der ehemalige US-Präsident George W. Bush bezeichnete Nordkorea zusammen mit Iran und dem Irak als "Achse des Bösen" , die aufrüstet, um den Frieden der Welt zu bedrohen.
Die Teilung Koreas
Seit 1910 war Korea eine japanische Kolonie. Nach der Niederlage Japans 1945 rückten sowjetische Truppen im Norden und US-amerikanische Truppen im Süden des Landes vor und trafen sich am 38. Breitengrad. Die Vereinbarungen der Alliierten über die Bildung einer provisorischen Regierung und die Abhaltung freier Wahlen in ganz Korea konnten nicht verwirklicht werden, da sich die UdSSR widersetzte. Im September 1948 wurde in Nordkorea die Volksdemokratische Republik Korea ausgerufen; Südkorea (Republik Korea) gab sich im Juli 1948 eine Verfassung.
Korea-Krieg
Am 25. Juni 1950 begann die militärische Auseinandersetzung zwischen der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea) mit Unterstützung der Volksrepublik China und der Republik Korea (Südkorea), die von Uno-Truppen unter Führung der USA unterstützt wurde. Der Krieg endete mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens von Panmunjom am 27. Juli 1953, das die Teilung am 38. Breitengrad zementierte.
Südkorea
Am 15. August 1948 wurde die Republik Korea gegründet. Staatspräsident ist Lee Myung Bak , der im Dezember 2007 die Präsidentschaftswahlen gewann und seit Februar 2008 im Amt ist. In den vergangenen Jahrzehnten erlebte Südkorea dank seiner exportorientierten Wirtschaftspolitik und der großzügigen Unterstützung Japans und der USA einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung.
Militärische Stärke
Militär in Nord- und Südkorea
Nordkorea Südkorea
Truppenstärke insgesamt 1.106.000 687.000
darunter Heer 950.000 560.000
Marine 46.000 68.000
Luftwaffe 110.000 64.000
Reservisten 4.700.000 4.500.000
Kampfpanzer 3.500 2.750
Artilleriegeschütze 17.900 10.774
Boden-Boden-Raketen 64 12
einsatzbereite Kampfflugzeuge 620 490
darunter Jagdflugzeuge 388 467
Bomber 80 -
Kriegsschiffe 8 47
darunter Zerstörer - 10
Fregatten 3 9
Korvetten 5 28
taktische U-Boote 63 13
kleinere Küstenwachboote 329 76
(Quelle: International Institute for Strategic Studies (IISS, London)

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