Gespräch mit US-Außenminister Kim soll sich zur Denuklearisierung bereit erklärt haben

Die US-Regierung steckt die Ziele für das anstehende Treffen mit Diktator Kim Jong Un ab: US-Außenminister Pompeo zufolge habe dieser eingesehen, dass er an einer atomaren Abrüstung nicht vorbeikomme.

Kim Jong Un im April
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Kim Jong Un im April


Wenige Tage vor dem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Diktator Kim Jong Un zeichnen sich Möglichkeiten einer Einigung ab. Nach Worten von US-Außenminister Mike Pompeo hat sich Kim zu einer atomaren Abrüstung bereiterklärt. Dies habe ihm Kim persönlich gesagt, erklärte Pompeo. "Er versteht, dass das jetzige Modell nicht funktioniert." Nordkorea und die USA müssten weitreichende Veränderungen vereinbaren.

Bei seinem ersten Treffen mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In im April hatte Kim bereits angekündigt, sich für eine Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel einsetzen zu wollen. Jedoch ließ er offen, wie und wann das geschehen solle. Die USA bestehen darauf, dass eine atomare Abrüstung vollständig, nachweisbar und unumkehrbar sein müsse. Das bekräftigte auch US-Außenminister Pompeo nochmals.

Trump stellte für das historische Treffen am 12. Juni zudem in Aussicht, dass dabei formell das Ende des Koreakriegs besiegelt werden könnte. "Wir könnten absolut eine Vereinbarung unterzeichnen", sagte Trump. Der Koreakrieg endete 1953 lediglich mit einem Waffenstillstandsabkommen, offiziell befinden sich die beiden koreanischen Staaten noch immer im Kriegszustand.

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Pompeo war zuletzt zwei Mal nach Pjöngjang gereist und hatte den hohen nordkoreanischen Funktionär Kim Yong Chol in New York empfangen. Am Donnerstag sagte Pompeo, nach dem Gipfel in Singapur wolle er nach China, Japan und Südkorea reisen, um über die weiteren Schritte bei den diplomatischen Bemühungen zu informieren.

vks/AFP/Reuters

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piccolo-mini 08.06.2018
1. In der Überschrift stand gar nicht, dass es um diesen Koreaner geht
Ich dachte, es geht um Kardashian. Jetzt bin ich enttäuscht.
wasistlosnix 08.06.2018
2. Seltsam
Trump kann entscheiden ob es zwischen Nord- und Südkorea zu einem offiziellen Kriegsende kommt. Ist Südkorea eine Kolonie der USA?
bigroyaleddi 08.06.2018
3. Die asiatische Denkweise ist der Westlichen
doch ziemlich fremd. Deshalb scheint dieser Friedensansatz für uns mehr als überraschend zu sein. Es ist auch nicht nachvollziehbar, wieso sich dieser kleine Dicke auf einmal - zumindest in unserer Wahrnehmung - dem Trumpel unterwerfen sollte. Irgendwie ist mir da ganz mulmig.
aurichter 08.06.2018
4. Ich glaube
diesem Außenminister Pompeo nicht ein Wort. Ich denke, dass hier von amerikanischer Seite ein mediales Luftschloß gebaut wird und nach dem 12.06 diese Schuldzuweisungen wieder vehement zunehmen. Bei Pompeo Aussage fällt mit nur ein - Der Wunsch ist der Vater des Gedanken. Der Heiligenschein ist noch in weiter Ferne.
pepe83 08.06.2018
5. Was wäre der Preis?
Welche Zugeständnisse würden Nordkorea dafür gemacht? Und was sagt China dazu? Die Situation ist noch völlig unklar.
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