Konflikt mit Nordkorea Pence verkündet Ende der "strategischen Geduld"

Mike Pence richtet drohende Worte an das Regime in Nordkorea. Mit allen Mitteln, die notwendig seien, werden die USA ihren Partner Südkorea schützen, sagte der US-Vizepräsident.

Mike Pence in der entmilitarisierten Zone zwischen Süd- und Nordkorea
AP

Mike Pence in der entmilitarisierten Zone zwischen Süd- und Nordkorea


Nur einen Tag nach dem neuen nordkoreanischen Raketentest hat US-Vizepräsident Mike Pence mit einem Besuch an der innerkoreanischen Grenze Entschlossenheit und Bündnistreue mit Südkorea demonstriert.

Die Zeit der "strategischen Geduld" mit Nordkorea sei vorbei, sagte Pence vor Reportern in Panmunjom an der entmilitarisierten Zone zwischen Süd- und Nordkorea. Donald Trump hoffe, China werden seine "außergewöhnlichen Mittel" einsetzen, um Nordkorea dazu zu bewegen, ihre Waffen aufzugeben, sagte Pence. Er hoffe, die Entschlossenheit der USA werde in Nordkorea wahrgenommen und sagte, die USA würden mit "friedvollen Mitteln oder mit allen Mitteln, die notwendig seien", Südkorea und die Stabilität der Region schützen.

Die US-Regierung stehe "Schulter an Schulter" mit dem südkoreanischen Volk, die Beziehung beider Länder sei "eisern und unveränderlich". Nordkorea dürfe "nicht die Entschlossenheit der Vereinigten Staaten unterschätzen, unseren Verbündeten beizustehen". Die USA haben in Südkorea 28.500 Soldaten stationiert.

Trump erwägt keine militärische Aktion

Vor einigen Wochen hatte bereits US-Außenminister Rex Tillerson angekündigt, die Zeit der "strategischen Geduld" sei vorbei. Im Vergleich zur Vorgängerregierung von Barack Obama tritt Trumps Kabinett Nordkorea mit deutlicheren Worten entgegen. Trump selbst hatte am Wochenende angekündigt, die Nordkorea-Krise gemeinsam mit China lösen zu wollen.

Der US-Präsident hatte vor einigen Tagen einen Flugzeugträger samt Begleitflotte in die Nähe der koreanischen Halbinsel verlegen lassen. Der nationale Sicherheitsberater Herbert McMaster sagte jedoch, Trump ziehe zu diesem Zeitpunkt keine militärische Aktion in Betracht. Eine Alternative für Trump wären unter anderem weitere Sanktionen gegen das Land.

Trotz Warnungen der USA hatte Nordkorea am Sonntag eine Rakete abgeschossen, die nach Angaben aus Washington und Seoul jedoch unmittelbar nach dem Start explodierte. Der Test erfolgte nach einer großen Militärparade in Pjöngjang anlässlich des 105. Geburtstags von Staatsgründer Kim Il Sung.

fbö/AFP/AP/Reuters



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blabla55 17.04.2017
1. Kein Afganistan oder in Irak
Nordkorea ist nicht Afganistan oder in Irak.Falls es zu Eskalation kommt könnte dies zur einer weltweiten Krise führen.
xbc03969 17.04.2017
2. Diese dämlichen
Amis stürzen uns noch in die atomare Katastrophe. Lasst doch Un da machen. Er bekommt nie irgendwas in Richtung Langstreckenrakete hin. Man sollte das Land einfach so akzeptieren wie es nunmal ist. Un weiss genau wenn er Mist baut in Richtung Süden, ist es ganz schnell vorbei mit seinem Land. Also mal n bisschen ruhiger werden.
Beat Adler 17.04.2017
3. Weltweite Krise wegen Nordkorea? Wie soll das gehen?
Zitat von blabla55Nordkorea ist nicht Afganistan oder in Irak.Falls es zu Eskalation kommt könnte dies zur einer weltweiten Krise führen.
Weltweite Krise wegen Nordkorea? Wie soll das gehen? Bitte um Antwort. Danke im voraus. mfG Beat
opitz2010 17.04.2017
4. Machtdemonstration
Was nützen denn diese Machtdemonstration und scharfe Worte? Präventivschlag oder Reaktion, die Folgen würden alles in den Schatten stellen, was die Kampfschauplätze in aller Welt derzeit zu bieten haben. Bevor Nordkorea aufgibt, werden die ein atomares Feuerwerk starten, auch wenn sie selbst damit zugrunde gehen. Die Amerikaner werden davon wenig mitkriegen, aber in Südkorea und Japan werden vielen Menschen leiden. Schlimmer könnte es werden, wenn die China, die Schutzmacht Nordkoreas, auch noch eingreift - die werden die USA nicht einfach vor ihrer Tür Krieg führen lassen. Was haben der Koreakrieg in den 50er Jahren, Kriege in Vietnam, Afghanistan, Irak, Libyen etc. in der Vergangenheit denn gebracht, einmal abgesehen von der Rüstungsindustrie? Zugegeben, Nordkorea ist unberechenbar, aber außer Diplomatie, Gesprächen, Sanktionen mit Hilfe Chinas gibt es keine Lösung.
Beat Adler 17.04.2017
5. Atomare Katastrophe? Wirklich? Wer soll wen mit Atombomben beschiessen?
Zitat von xbc03969Amis stürzen uns noch in die atomare Katastrophe. Lasst doch Un da machen. Er bekommt nie irgendwas in Richtung Langstreckenrakete hin. Man sollte das Land einfach so akzeptieren wie es nunmal ist. Un weiss genau wenn er Mist baut in Richtung Süden, ist es ganz schnell vorbei mit seinem Land. Also mal n bisschen ruhiger werden.
Atomare Katastrophe? Wirklich? Wer soll wen mit Atombomben beschiessen? Wegen Nordkorea gibt es keinen Krieg, erst Recht keinen Krieg mit Atommaechten auf verschiedenen Seiten. Fuer das ist Nordkorea schlicht zu unbedeutend. Ob Nordkorea eine einsatzbereite Atomwaffe auf der Spitze einer Interkontinetlarakete Richtung USA abschiessen kann, entscheiden die Chinesen. Und die wollen das nicht. mfG Beat
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