Treffen in Nordkorea US-Außenminister will Kim angeblich "Rocket Man"-CD schenken

US-Außenminister Pompeo ist zu Gesprächen in Pjöngjang eingetroffen. Laut einer südkoreanischen Zeitung hat er zwei Mitbringsel dabei - von Donald Trump für Kim Jong Un.

Mike Pompeo (3.v.r.) in Pjöngjang
REUTERS

Mike Pompeo (3.v.r.) in Pjöngjang


Mike Pompeo hat zu seinem Besuch in Nordkorea offenbar ein kleines Gastgeschenk mitgebracht: Laut einer südkoreanischen Zeitung will der US-Außenminister Machthaber Kim Jong Un mit einer CD des Elton-John-Hits "Rocket Man" ("Raketenmann") überraschen. Das Geschenk soll auf die Bezeichnung "Little Rocket Man" anspielen, mit der sich US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr mehrmals auf Kim und dessen Raketenprogramm bezogen hatte.

Pompeo, der am Freitag in Pjöngjang landete, bringe außer der CD auch einen Brief Trumps mit, berichtete die südkoreanische Zeitung "Chosun Ilbo" unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen in Washington. Gegenüber Reportern, die ihn begleiten, wollte Pompeo den Bericht weder bestätigen noch dementieren. Laut BBC lachte er lediglich, als er darauf angesprochen wurde.

Kim habe sich bei seinem Gipfeltreffen mit Trump am 12. Juni in Singapur auch über die "Raketenmann"-Bezeichnung ausgelassen. Auf die Frage Trumps, ob er den Hit "Rocket Man" kenne, habe Kim mit einem Nein geantwortet. Trump habe sich daran erinnert und jetzt Pompeo die betreffende CD mit auf die Reise gegeben, schrieb das Blatt.

Das Gipfeltreffen hatte zumindest verbal zur Entspannung im Streit über das nordkoreanische Atomprogramm beigetragen. Kim hatte dabei auch seine Bereitschaft zu atomarer Abrüstung bekräftigt.

Die Lage hatte sich im vergangenen Jahr nach zahlreichen Raketentests und einem weiteren Atomversuch Nordkoreas zugespitzt. Trump und die Führung in Pjöngjang hatten sich gegenseitig mit Drohungen und wüsten Beschimpfungen überzogen. Trump hatte Kim unter anderem auch als "Irren" bezeichnet. Kim beschimpfte Trump unter anderem als "geisteskranken, dementen US-Greis".

cte/dpa



insgesamt 7 Beiträge
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j.w.pepper 06.07.2018
1. Die Nordkoreaner...
...müssen sich einfach totlachen beim außenpolitischen Dilettantentum der USA; das ausschiließlich dazu dient, Trump Gelegenheit zu weiterer Twitter-Propaganda zu geben. Es wird materiell gar nichts passieren. Nordkorea wird weiter wie bisher seine Atomsprengköpfe und ICBMs weiterentwickeln, niemand kann es überprüfen, und der Schwachkopf im Weißen Haus lobt sich für die angebliche Abrüstung. Gleichzeitig wird das einzige halbwegs überprüfbare Atom-Abrüstungsabkommen (das mit dem Iran) in den Shredder geschickt, weil es den sog. "Konservativen" (ich mag diesen Ausdruck für die Reps nicht - "konservativ" hat etwas von "bewahren", nicht von "kaputtmachen") nicht in den ideologischen Kram passt. Es wird Zeit, dass der Rest der Welt (der könnte das, wäre er einig) die USA wenigstens bis zur nächsten Präsidentschaftswahl in die Isolation schickt. Dann sehen wir weiter. Was immer dieser Psychopath im Weißen Haus uns lehren mag: Mindestens zeigt ers dass Putin u.U. das kleinere Übel wäre. Was nun wiederum von Putin so beabsichtigt sein könnte, als er Trump zum Sieg verholfen hat.
lachina 06.07.2018
2. Ich bin ja hin und weg.....
Trump und Kim .....Bromance, best friends for ever, und was weiss ich. Bei der Bezeichnung "Rocket Man" habe ich allerdings nicht an den US-Hit gedacht, sondern an den Manga von Motohiro Katou , den wird der nordkoreanische Präsident auch kennen.....
Taiga_Wutz 06.07.2018
3.
Zitat: "...Laut einer südkoreanischen Zeitung will der US-Außenminister Machthaber Kim Jong Un mit einer CD des Elton-John-Hits "Rocket Man" ("Raketenmann") überraschen..." ...und Kim sollte ihm vielleicht im Gegenzug das Municipal Waste tshirt schenken.
neanderspezi 06.07.2018
4. So sind sie eben, dieser Kim John Donald und der Jong Un Trump
Was hat denn der korpulente Pate (3.v.r.) in Pjöngjang auf dem Bild im Grünen konspirativ mit den Kontaktpersonen zu suchen und wo haben sich die Sicherheitsleute versteckt? Im Austausch von Komplimenten bezüglich Demenz und Irresein scheinen sich die beiden Helden beim Treffen in Singapur nichts schuldig geblieben zu sein und der Pate getarnt mit dunkler Brille bringt jetzt auch noch Brief und CD zur Bekräftigung der gegenseitigen Anerkennung bezüglich geistiger Ausstattung für den Little Rocket Man mit.
ROBIN7 07.07.2018
5. So dämlich
regieren also "Rechtspopulisten"(also erbärmliche Idioten) ! Wir sollten die 35 Tsd. verbliebenen US-Soldaten einfach heim schicken und unsere Rüstungsausgaben weiter vermindern, denn das Geld ist im sozialen Wohnungsbau, bei den Flüchtlingen, in der Pflege und in der Bildung weitaus besser und sinnvoller angelegt. Und uns nicht auf die blödsinnigen Forderungen des deutschstämmigen Frauen-Belästigers im US-Präsidentenamt einlassen. Also: Ami go home ! Oder besser noch: verpisst Euch endlich . Und nehmt Euren ebenso schrägen wie widerlichen Botschafter, der sich wohl als Kolonialoffizier versteht, bitte gleich mit. Und zwar ebenso pronto wie subito ...
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