"Feindlicher Akt" US-Student in Nordkorea festgenommen

Die Behörden in Nordkorea haben einen Studenten der University of Virginia festgenommen. Dem Mann, der als Tourist einreiste, wird "ein feindlicher Akt" gegen den Staat vorgeworfen.

Staatschef Kim Jong Un: Nordkorea hält jetzt drei Nordamerikaner fest
AFP PHOTO/KCNA VIA KNS

Staatschef Kim Jong Un: Nordkorea hält jetzt drei Nordamerikaner fest


Einem Touristen aus den USA droht eine Haftstrafe in Nordkorea. Die Behörden haben den Studenten der University of Virginia festgenommen, weil er "einen feindlichen Akt" gegen den Staat begangen haben soll.

Die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA behauptet, die US-Regierung habe den Mann manipuliert. Der festgenommene Otto Frederick Wambier habe "versucht, die Einheit des Landes zu zerstören".

Nach Angaben des chinesischen Reiseveranstalters, der den Besuch in Nordkorea organisierte, wurde der US-Bürger bereits am 2. Januar festgenommen. Die US-Botschaft im südkoreanischen Seoul teilte mit, sie wisse von der Festnahme. "Wir tun alles, um seine Freilassung zu erreichen", sagte ein Sprecher. Dafür habe man die schwedische Botschaft in Pjöngjang eingeschaltet, die Washingtons Interessen in Nordkorea vertritt.

Wambier ist der dritte westliche Ausländer, der vom Kim-Regime festgehalten wird. Im vergangenen Jahr verurteilte ein Gericht einen kanadischen Pfarrer zu lebenslanger Haft. Ein weiterer US-Bürger mit koreanischen Wurzeln darf Pjöngjang ebenfalls nicht verlassen. Ihm wird Spionage vorgeworfen.

syd/Reuters/AP



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