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Reaktion auf Kritik: Nordkoreas Regime lobt sich im eigenen Menschenrechtsbericht

Veteranen und Offiziere der nordkoreanischen Armee (Archiv): "Echte Menschenrechte" für die Volksmassen Zur Großansicht
AFP/ KCNA via KNS

Veteranen und Offiziere der nordkoreanischen Armee (Archiv): "Echte Menschenrechte" für die Volksmassen

Regelmäßig gibt es Berichte über gravierende Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea. Jetzt hat das Regime in Pjöngjang auf die Vorwürfe reagiert - und einen eigenen Report vorgelegt. Fazit des Dokuments: alles wunderbar.

Seoul - Das kommunistische Regime Nordkoreas hat auf internationale Vorwürfe der gravierenden Menschenrechtsverletzungen mit einem eigenen Bericht über seine Menschenrechtspolitik reagiert. Darin wird den USA und anderen "feindseligen Kräften" vorgeworfen, Lügen zur Lage in Nordkorea zu verbreiten und sich in die inneren Angelegenheiten einzumischen.

Nordkorea halte daran fest, "dass Menschenrechte staatliche Souveränität sind", heißt es in dem Bericht, der vom Verband für Menschenrechtsstudien über die Staatsmedien veröffentlicht wurde.

In dem Dokument wird ein durchweg positives Bild der Situation im Land gezeichnet, in dem "die Volksmassen echte Menschenrechte genießen". In Nordkorea existieren dem Bericht zufolge keine Folter und keine Sklaverei, es herrscht Religions- und Versammlungsfreiheit sowie das Recht auf freie Wahlen. Ein Ziel der Veröffentlichung sei es, mit den "Vorurteilen und Missverständnissen" hinsichtlich der Lage in Nordkorea aufzuräumen.

Die Publikation erfolgte gut sechs Monate nach der Vorstellung des UN-Berichts über Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Nordkorea. Darin hieß es unter anderem, Nordkorea sei ein totalitärer Staat, in dem als politisch unzuverlässig eingestufte Menschen systematisch ermordet oder als Arbeitssklaven missbraucht werden. Nordkorea hatte empört auf den Bericht reagiert.

rls/dpa

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insgesamt 15 Beiträge
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1. Naja,
Checkker 13.09.2014
Kimmi hat gut loben, den Nordkorea ist A-versichert. Die können machen was sie wollen und das sogar mit Genuß. Und sie haben kein Öl, das die Amis gerne hätten. Also nimmt man da ein paar Menschenrechtsverletzungen gern in Kauf. Ist ja nicht die IS, die auf Irakischen Ölquellen zumaschiert. Da hört dann der Spass auf.
2. @Checkker
prof_kai 13.09.2014
Liegt vielleicht daran, dass der Kimmi eine Atombombe und China als Partner hat? Aber hauptsache irgendwas von "Ami und Öl" labern, sich gleichzeitig beschweren, dass die USA nur zuschaut, wenn Minderheiten abgeschlachtet werden und wenn die Öl Preise dank IS in die höhe schnellen...ja dann wird auch gemeckert!
3. In Nordkorea ist alles bestens!
Pandora0611 13.09.2014
---Zitat--- Das kommunistische Regime Nordkoreas hat auf internationale Vorwürfe der gravierenden Menschenrechtsverletzungen mit einem eigenen Bericht über seine Menschenrechtspolitik reagiert. Darin wird den USA und anderen "feindseligen Kräften" vorgeworfen, Lügen zur Lage in Nordkorea zu verbreiten und sich in die inneren Angelegenheiten einzumischen. ---Zitatende--- ■ In Nordkorea gibt es Demokratie! ■ In Nordkorea gibt es keine Straf- und Arbeitslager! ■ In Nordkorea gibt es keine Zwangsarbeiter! ■ In Nordkorea gibt es keine Hinrichtungen! ■ In Nordkorea gibt es keine Armut! ■ Nordkorea ist keine Diktatur! ■ Nordkorea ist die Wiege der Demokratie! **Und ein Zitronenfalter faltet Zitronen!**
4. optimal optional
unimatrix 13.09.2014
Ich dachte die Oelpreise sinken gerade? Na sei's drum. Wo kann man eigentlich diese lustigen Uniformen erwerben? Lametta fuer alle, wenn's schon nix zu futtern gibt! Letztens wurde doch jemand mit Bibel in der Tasche zum Tode verurteilt. Komische Definition von Religionsfreiheit.
5. Nanu?
Pixopax 13.09.2014
Dann stimmen diese ganzen Berichte von Arbeitslagern, sippenhaft und Experimenten an Gefangenen nicht? Dann bin ich ja beruhigt.
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