Seltene Fotos aus Nordkorea Aus Kims Reich der Finsternis

Zwei US-Journalisten durften eine Woche lang durch Nordkorea reisen. Zurückgekommen sind sie mit Aufnahmen vom Leben in der Diktatur Kim Jong Uns. Zeugnisse von Armut, Hunger und Rückständigkeit.

AP

Hamburg - Heruntergekommene Häuser, kaputte Straßen, verarmte Menschen: Zwei US-Journalisten haben auf einer Reise durch Nordkorea Bilder vom wirklichen Leben in der Diktatur gemacht. Sie zeigen ganz andere Eindrücke als die pompösen Propagandafotos, die Nordkoreas Staatsmedien regelmäßig verbreiten.

Sieben Tage lang durften Eric Talmadge und David Guttenfelder von der Nachrichtenagentur AP durch den politisch isolierten Staat reisen - ein ungewöhnliches Privileg in einem Land, das westliche Medien auch nach der jüngsten Öffnung für ausländische Besucher äußerst kritisch betrachtet. Allerdings waren auch die beiden Amerikaner einem strikten Regeln unterworfen. Ein chinesischer Geländewagen folgte ihnen permanent, mehrere Kameras und ein Reisebegleiter überwachten die Journalisten rund um die Uhr. "Wir durften keine Fotos von Verkehrskontrollen, Militäranlagen oder Gefängnissen machen", berichteten Talmadge und Guttenfelder anschließend. Auch von der Route, die von den Behörden vorgegeben worden war, durften sie nicht abweichen.

Auf ihrer über 2000 Kilometer langen Reise sind trotzdem beeindruckende Bilder von Orten und Menschen entstanden, die das Ausland sonst nicht zu sehen bekommt.

Hier geht es zu den Fotos, die Talmadge und Guttenfelder auf ihrer Reise gemacht haben.



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insgesamt 91 Beiträge
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merkur08 27.10.2014
1. So ist das halt im Sozialsmus.........
Das haben anscheinend einige in Thüringen vergessen als sie die Linkspartei gewählt haben. So viel anders hat es in der DDR auch nicht ausgesehen. Ich durfte kurz nach der Wende zum Aufbau Ost rüber. In der Wasserschifffahrtsverwaltung. Das schlimmste war der Duft der Fäulnis. Als wen man in einen uralten feuchten Keller geht. Nur war der Duft auch an der Oberfläche........... Haben viele schon vergessen..........Auch dass die DR Mark nix wert war und nur durch eine politische Entscheidung Helmut Kohls umgesetzt wurde. De vorsichtige Schätzwert lag bei 1:10.
hdwinkel 27.10.2014
2. Bilder
Mit Blick auf die DDR zweifle ich keinen Augenblick, daß es in Nordkorea jede menge Armut und Tristesse gibt. Die Frage die sich mir allerdings stellt ist, inwieweit eine Bilderserie aussagekräftig ist und nicht z.B. in Downtown LA oder in der Provinz in Michigan zum selben Schluß kommen würde: Zeugnis von Armut, Hunger und Rückständigkeit. Und dort sprechen wir vom führenden Gegenmodell des Sozialismus, das aber nur nebenbei..
reever_de 27.10.2014
3. Wozu Straßen?
Die nordkoreanische Armee hat wahrscheinlich mehr Panzer, gelände taugliche LKWs und Jeeps als es private Autos im Land gibt - die brauchen halt keine Straßen ... ;)
ichbinsdiesusi 27.10.2014
4. ...
Bevor wieder ein Ost-Bashing losgeht, sollte man nicht vergessen, dass es wie der erste Kommentar andeuten möchte, nicht überall im Osten so grauenhaft ausgesehen hat, dass man meinen möchte, dass die vorangegangene "Entwicklungsstufe" nur die Höhle gewesen sein kann. Was wir hier an Bildern sehen, ist hochgradig selektiv. Schaue ich mir Dokus über China, Indien, Südamerika etc an (bzw. vergleiche Film- und Fotoaufnahmen) aus erster Hand, finde ich in allen genannten Ländern ähnliche Motive und das sind keine Orte, an denen offiziell niemand sein darf. Die ein oder anderen schlecht asphaltierte Straße und völlig zerfallene Häuser, in denen Leute wohnen, finde ich sogar im ländlichen Raum der BRD (auch westlich der ehemaligen innerdeutschen Grenze). Würde ich das fotografieren und einen Bildband drau machen und meinetwegen in den USA veröffentlichen, würden die denken, dass Deutschland ein ganz schlimm heruntergekommenes Entwicklungsland sei.
eikone 27.10.2014
5. Danke Merkur 08
schön das mal jemand darauf hinweist wie es in der DDR aussah. insgesamt ähneln sich diese beiden Länder sehr. Totale Kontrolle durch Staat und Geheimpolizei. Absolute Misswirtschaft. mittelalterliche Zustände in der gesamten Infrastruktur. Dazu noch geistig zurückgebliebene Politiker. DDR 2.0
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