Manöver von Südkorea und USA Nordkorea droht erneut mit Atomschlag

Washington und Seoul haben das bislang größte gemeinsame Militärmanöver gestartet - mit 300.000 südkoreanischen und 17.000 US-Soldaten. Nordkorea droht nun mit einer Offensive.

"USS Bonhomme Richard" und "USS Ashland" in Busan
DPA

"USS Bonhomme Richard" und "USS Ashland" in Busan


Südkorea und die USA haben mit ihren jährlichen Militärübungen begonnen. An den Manövern nehmen rund 17.000 US-Soldaten sowie mehr als 300.000 Südkoreaner teil. Das teilten die Armeen beider Länder mit. Laut Südkorea handelt es sich um die umfangreichste Übung, die jemals stattfand.

Das Nachbarland Nordkorea fühlt sich von dem Manöver offenbar provoziert. Pjöngjang drohte mit einer Offensive. Das Kim-Regime schließe einen "präventiven Atomangriff im Namen der Gerechtigkeit", nicht aus, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur KCNA aus einer Erklärung des Oberkommandos der nordkoreanischen Streitkräfte.

Ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums sagte am Montag, sein Land werde "hart und gnadenlos" auf eine Provokation des Nordens reagieren. Zunächst seien aber keine Anzeichen für ungewöhnliche Militärbewegungen ausgemacht worden.

Die Spannungen zwischen Nord- und Südkorea sind seit dem Atomtest des kommunistischen Regimes in Nordkorea Anfang Januar erneut gestiegen. Zu Monatsbeginn feuerte die Regierung in Pjöngjang erneut eine Langstreckenrakete ab.

Am Freitag hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un seinen Streitkräften befohlen, die Atomwaffen in sofortiger Einsatzbereitschaft zu halten. Kriegsdrohungen gehören zur Rhetorik des isolierten Staates. Dennoch sind sich die meisten Experten einig, dass der Norden kein Interesse an einem militärischen Konflikt hat. Einig sind sie sich aber auch, dass Nordkorea über mehrere Atomsprengköpfe verfügt.

In der vergangenen Woche hatte der Uno-Sicherheitsrat die Sanktionen gegen Nordkorea deutlich verschärft. Erstmals sind nun alle Uno-Mitglieder verpflichtet, sämtliche für Nordkorea bestimmten oder aus dem Land kommenden Waren zu überprüfen. Alle Schiffe mit womöglich illegalen Lieferungen müssen in die Häfen beordert werden. Überdies wurden die Exportbeschränkungen für Nordkorea drastisch verschärft.

vek/Reuters/AFP

Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 65 Beiträge
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CyberfeldReloaded 07.03.2016
1.
Denen geht wohl die Puste aus wenn sie so sehr drohen müssen?! Keine Zugeständnisse machen aber einen auf Crazy spielen.
pauschaltourist 07.03.2016
2.
Einfach mal auf http://liveleak.com/view?i=c00_1457271076 unten auf "view comments" klicken und die von amüsierten Usern hochgeladenen Bilder der ruhmreichen Nordkoreanischen Militärmaschinerie betrachten :)
schofseggel 07.03.2016
3. das selbe Prozedere jedes Jahr...
ist schon Frühling/ Ostern? Nein, der Kim aus NK hat noch nicht mit einem Atom- Krieg getroht! Meiner Meinung nach sind die SK und USA späht drann, mit ihrem Jährlichen Manöver. Schenkt doch dem Kim ein neues Spielzeug. Vielleicht ein altes Spaceshuttle, oder was fürs Volk, 50 Mill. ChinaUhren, sehen Top aus und laufen ca. 1Jahr, bis zum nächsten Manöverlenkt. Vielleicht lenkt sowas ab.
balouchen 07.03.2016
4. lächerlich
Nordkorea ist so lächerlich. Ein Angriff mit einem seiner Atombömchen würde die absolute Selbstvernichtung bedeuten. Daher sind die Drohungen nicht wirklich ernst zu nehmen. Allerdings zeigt es auch, dass Atombomben in der Hand von Schurkenstaaten nichts zu suchen haben und diese damit unberechenbar sind. Man sollte hier dringend eine Übereinkunft mit China finden, damit Kim und Konsorten entfernt werden. Danach wäre eine Entmilitarisierung des Nordens vielleicht eine Idee, mit der sich China anfreunden kann
ErkanGecici 07.03.2016
5. @Pauschaltourist
scheint wohl echt top Waffentechnik zu sein :D
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