Atom-Konflikt Gabriel setzt auf volle Isolation Nordkoreas

Außenminister Gabriel warnt im SPIEGEL vor einer Eskalation der Nordkorea-Krise. Der SPD-Politiker appelliert an China, den Druck auf das Regime in Pjöngjang zu erhöhen.

Außenminister Gabriel
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Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) setzt in der Nordkorea-Krise auf volle Isolation des kommunistischen Regimes und auf Druck aus China. "Wenn ein Land überhaupt noch Einfluss auf das Regime in Pjöngjang hat, dann ist es China", sagte Gabriel dem SPIEGEL. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

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Heft 33/2017
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Und weiter: "Es ist gut, dass China die letzte deutliche Sanktionsverschärfung mitgetragen hat und jetzt auch konsequent umsetzen will. Pjöngjang muss spüren, dass es jetzt mit dem verschärft aggressiven Provokationskurs wirklich keine Partner in der Welt mehr hat."

Gabriel machte zugleich deutlich, dass die Folgen einer Eskalation der Krise verheerend sei könnten. "Für diesen Konflikt gibt es keine militärische Lösung", so der Außenminister zum SPIEGEL. "Die Risiken sind so gewaltig, für alle Beteiligten, in Korea sowieso, aber auch für die Region und die ganze Welt."

Seit Tagen sorgen Wortgefechte zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un für wachsende Angst in der internationalen Staatengemeinschaft, dass die Krise außer Kontrolle geraten könnte. Nordkorea hatte zuletzt mit dem Raketenbeschuss von Zielen im Umfeld von Guam gedroht. Auf der Insel im Westpazifik sind rund 6000 US-Soldaten stationiert.

Trump legte am Donnerstag im Atomstreit noch einmal nach: Seine Warnung an Pjöngjang, im Zweifel mit "Feuer und Wut" auf Provokationen zu reagieren, sei "vielleicht nicht hart genug" gewesen.

Nordkorea solle "sehr, sehr nervös" sein, selbst wenn es nur über einen Angriff auf die USA oder ihre Verbündeten nachdenke. "Nordkorea sollte sich lieber zusammenreißen, sonst wird es Ärger kriegen wie nur wenige Staaten zuvor."

Auch der US-Präsident hofft darauf, dass China sich komplett vom Regime in Pjöngjang lossagt. "Ich denke, China kann sehr viel mehr tun", so Trump. Er hatte Peking bereits mehrfach vorgeworfen, zu wenig zur Lösung des Konflikts beizutragen.

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