Atomstreit mit USA Nordkorea startet größtes Manöver seiner Geschichte

Mitten im Atomstreit mit den USA beginnt Nordkorea ein riesiges Militärmanöver. Das Regime in Pjöngjang feiert so den 85. Jahrestag seiner Armeegründung. Die Amerikaner ziehen ihrerseits Marinekräfte zusammen.

REUTERS/ Kyodo

Machthaber Kim Jong Un selbst soll das Manöver vor Ort überwacht haben: Nordkorea hat anlässlich des 85. Jahrestags der Gründung seiner Armee nach Angaben aus Südkorea in der Hafenstadt Wonsan eine großangelegte Militärübung abgehalten. Es sei die größte jemals vorgenommene Übung in dem kommunistischen Land gewesen, berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Regierungskreise.

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Heft 17/2017
Donald Trump und Kim Jong Un riskieren den Atomkrieg

Die Gründung der Armee wird jedes Jahr gefeiert, dieses Mal bekommen die Feiern angesichts der Spannungen zwischen dem Regime in Pjöngjang und den USA aber mehr Aufmerksamkeit. Es war befürchtet worden, dass Nordkorea anlässlich des Jahrestags einen weiteren Atom- oder Raketentest vornehmen könnte.

US-Präsident Donald Trump hat wiederholt gewarnt, notfalls im Alleingang gegen Nordkorea vorzugehen. Als Drohgebärde entsandte er einen US-Flugzeugträgerverband vor die koreanische Halbinsel, der dort nach einem Umweg über Australien bis Ende April eintreffen und an Militärübungen mit Südkorea teilnehmen soll. Am Dienstag legte bereits das Atom-U-Boot USS "Michigan" im südkoreanischen Busan an. Nach südkoreanischen Armeeangaben soll das U-Boot aber nicht an Militärübungen beteiligt werden.

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Koreas Küste: Ankunft der USS "Michigan"

Nordkorea warnte unterdessen vor schweren Konsequenzen im Fall eines Präventivschlags der USA. In der Parteizeitung "Rodong Sinmun" war von einer "brutalstmöglichen Bestrafung am Himmel, an Land, auf See und unter Wasser ohne Vorwarnung" die Rede.

In einem Kommentar wurde die Schlagkraft der Armee mit ihren "verschiedenen Präzisions- und Miniatur-Kernwaffen" gelobt. Die Armee stehe bereit, "die Geschichte der amerikanischen Ränkespiele und atomaren Erpressung zu Ende zu bringen".

als/Reuters/AFP

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menefregista 25.04.2017
1. Proviant und Logistik sind Macht
Hoffentlich gehen den Soldaten die Ration an Konserven nicht zu Ende, bevor die den letzten Schuss Munition abgefeuert haben. Wenn Russland und China bei einem erneuten Krieg mit Korea nicht helfen, geht denen das Schießpulver und der Treibstoff doch wohl schon nach 10 Tagen aus.
coloneltw 25.04.2017
2. und am Ende läuft es wie immer
im Falle eines bewaffneten Konflikts, wird Nordkoreas Militär überannt. Innerhalb von wenigen Tagen wird die US Luftwaffe alles ausschalten was eine Bedrohung sein könnte. Bodentruppen allein haben noch nie einen Krieg in der heutigen Zeit entschieden. Ihre Luft -und Seestreitkräfte werden schneller ausgeschaltet wie sie gucken können. Nordkorea hatte auch den letzten Krieg innerhalb kürzester Zeit verloren. Nur das Eingreifen Chinas wurde das US Militär zurückgedrängt, abr auch nur bis zu den heutigen Grenzen. Und dieses mal wird sich China nicht einmischen, die haben selbst kein Bock auf eine Atmommacht Nordkorea. Trump ist unberechenbar und hat gerade gelernt - Krieg ist gut zum Stimmenfang. Zudem könnte er so eindrucksvoll die absolute Überlegenheit des US Militärs zeigen.
zeichenkette 25.04.2017
3. China dreht denen gerade den Ölhahn zu
Das bringt mehr als alles andere, denn die bekommen alles Öl aus China und ohne Öl ist dort der Ofen aus. Ich vermute, das ist mal ein deutlicher Schuss vor den Bug, denn auch China will keinen neuen Korea-Krieg. Davon abgesehen vermute ich ganz stark, dass die Nordkoreaner sich hochgradig bedroht fühlen, genauso wie alle anderen sich von NK bedroht fühlen und alle Seiten meinen nur, sie würden sich wehren... Immer der selbe Mist.
Neophyte 25.04.2017
4. Würden die Menschen nur endlich intelligenter werden
Dann würden Sie merken, das diese ganzen Konflikte unnötig sind und könnten Milliarden und Billionen an Geld in sinnvolle Projekte im Sinne der Menschheit stecken und nicht in Waffen investieren, deren einzigen Zweck es ist zu töten..
xineohp 25.04.2017
5. Nordkorea ...
... ist kein kommunistisches Land, sondern eine Diktatur, die gewaltbetont von oben nach unten durchregiert. Es gab bisher kein kommunistisches Land auf der Erde, in dem basisdemokratisch (z.B. durch ein Rätesystem) von unten nach oben regiert wurde. Bitte korrigieren.
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