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Nordkoreas Atomtest: Südkorea kündigt neue Propagandadurchsagen an der Grenze an

Innerkoreanische Grenze: "Harte Bestrafung" Zur Großansicht
AFP

Innerkoreanische Grenze: "Harte Bestrafung"

Pjöngjang provoziert mit einem Atomtest - jetzt droht die nächste Propagandaschlacht mit Südkorea. Seoul will wieder Propagandabotschaften per Lautsprecher an der Grenze zum Nachbarland verbreiten.

Nordkorea steht wegen des vermeintlichen Tests einer Wasserstoffbombe massiv in der Kritik. Nun reagiert Seoul: Man werde die umstrittenen Propagandadurchsagen an der Grenze der beiden Staaten wieder aufnehmen, teilte das Präsidialamt von Südkorea mit.

Pjöngjangs Atomtest sei eine "schwere Verletzung" einer im August getroffenen Vereinbarung zwischen den Regierungen der geteilten Halbinsel. Ziel war es damals, die Spannungen zwischen dem kommunistischen Regime im Norden und dem Nachbarland im Süden abzubauen. Südkoreas Militär sei bereit, heißt es in der Stellungnahme. Wenn Nordkorea Provokationen wage, werde es eine "harte Bestrafung" geben.

Anfang August waren bei der Explosion von Landminen in der demilitarisierten Zone zwischen beiden Staaten zwei südkoreanische Soldaten verletzt worden. In der Folge beschallte der Süden seinen Nachbarn im Norden per Lautsprecher mit einer Mischung aus Nachrichten und Popmusik. Nordkorea bestreitet, die Minen gelegt zu haben. Zeitweilig beschossen sich die Staaten an der Grenze mit Artillerie. Um die Lage zu entspannen, nahmen Vertreter der Länder später Gespräche auf.

Am Mittwoch verkündete eine nordkoreanische Nachrichtensprecherin, ich Land habe erfolgreich eine Wasserstoffbombe getestet. Experten bezweifeln, dass es sich tatsächlich um eine solche Waffe gehandelt hat. Dennoch wird die Aktion international als Provokation gewertet.

kev/AP/Reuters

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insgesamt 24 Beiträge
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1. Dämlich
holy10 07.01.2016
Warum fühlt sich der Süden eigentlich als das bessere Korea? Atomwaffentest hin oder her, aber der Versuch ein Land mit Propaganda zu destabilisieren ist keine Provokation, sondern einfach nur dämlich. Die DDR wurde auch nicht beschallt, verschwunden ist sie dennoch.
2. Nord/Süd Korea
wi_hartmann@t-online.de 07.01.2016
Das Überbleibsel des Stellvertreterkrieges des von den USA gestützten Südens und Chinas für den Norden. Die bizarr anmutenden Systeme gefallen sich darin den Propagandakrieg unbeschadet von der weltpolitischen Entwicklung fortzuführen. Demokratie und Freiheit bleiben für die Halbinsel Schlagworte ohne Wert.
3. @holy
tomxxx 07.01.2016
Das mit dem Lautsprecher ist etwas lustig und nur ein Symbol. Aber klar haben wir die DDR "beschallt", RIAS, Radio, West-Fernsehen, usw.
4. Gut so
nickleby 07.01.2016
Nur mit Härte, Konsequenz und Durchsetzungswillen kann man Nordkorea beikommen. Das reicht von Sanktionen jeglicher Art bis zur politischen internationalen Ächtung Pjöngjangs. Dieser atomare Amokläufer muss gebändigt werden. Das geht leider nur über die Wirtschaft und über die ihr angeschlossenen Bereiche.
5.
kuac 07.01.2016
Zitat von holy10Warum fühlt sich der Süden eigentlich als das bessere Korea? Atomwaffentest hin oder her, aber der Versuch ein Land mit Propaganda zu destabilisieren ist keine Provokation, sondern einfach nur dämlich. Die DDR wurde auch nicht beschallt, verschwunden ist sie dennoch.
Nicht dämlich, sondern besser als eigene Atombomben zu bauen, was Südkoea ohne weiteres könnte. Ja, der Süden ist das bessere Korea. Haben Sie Zweifel daran? Nord Korea ist eine Diktatur von der schlimmsten Sorte.
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