Koreakrieg Nordkorea übergibt Gebeine gefallener US-Soldaten

Darauf hatten sich Donald Trump und Kim Jong Un bei ihrem Treffen in Singapur geeinigt: Nordkorea hat begonnen, die sterblichen Überreste mutmaßlicher US-Soldaten zu übergeben, die im Koreakrieg getötet worden sind.

Ankunft der US-Maschine in Südkorea
YONHAP/POOL/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Ankunft der US-Maschine in Südkorea


Als Teil der Vereinbarungen des Gipfeltreffens mit den USA im Juni hat Nordkorea die sterblichen Überreste mutmaßlicher US-Soldaten übergeben, die im Koreakrieg gefallen sind. Eine Maschine der US-Luftwaffe habe Nordkorea mit den Gebeinen in Richtung Südkorea verlassen, teilte das Weiße Haus mit.

Die Maschine startete demnach im nordkoreanischen Wonsan. Unklar ist bisher, von wie vielen Menschen die sterblichen Überreste übergeben wurden. Sie sollten zur US-Luftwaffenbasis Osan in Südkorea gebracht werden. Im Fernsehen war später die Landung auf dem Stützpunkt in Südkorea zu sehen; außerdem US-Soldaten, die sich für eine Zeremonie aufreihten.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte die Übergabe bei seinem Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump im Juni in Singapur zugesagt (was genau der Gipfel gebracht hat, können Sie hier nachlesen).

Trump bedankte sich am Freitag via Twitter bei Kim. Die sterblichen Überreste der amerikanischen Soldaten würden "bald" in den USA ankommen. "Nach so vielen Jahren wird das ein großartiger Moment für so viele Familien werden."

Der Koreakrieg dauerte von 1950 bis 1953. Mehr als 35.000 US-Soldaten wurden getötet, 7700 gelten nach Angaben des Pentagon noch als vermisst, darunter allein 5300 in Nordkorea. Kim hatte in Aussicht gestellt, die sterblichen Überreste von 200 US-Soldaten übergeben zu können.

Video: Vom Korea- bis zum Golfkrieg

aar/dpa/AFP



insgesamt 14 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
M. Vikings 27.07.2018
1. Mann sollte Soldaten da begraben wo sie gestorben sind.
Natürlich nicht anonym. Damit die Nachwelt sehen kann für was sie gestorben sind, und für welche Länder und über welche Völker sie unsägliches Elend gebracht haben. Und wer jetzt mit den Familien der Soldaten kommt sollte daran denken, dass ihre Opfer auch Familien haben, um deren Elend sie sich auch nicht geschert haben.
naeggha 27.07.2018
2. was trägt der Mann auf dem Foto?
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Nordkorea die Überreste amerikanischer Soldaten so lange aufbewahrt hat. Ich glaube man sollte das mal genanalysieren. Vielleicht handelt es sich um verbrannte Systemkritiker aus NK.
karljosef 27.07.2018
3. Und wieder ein grandioser Erfolg von Trump!
Die Knochen der bei der Verteidigung der westlichen Werte (oder so ähnlich) im Kampf ehrenhaft gestorbenen Soldaten werden nach 65 Jahren in die heimatliche Erde gebracht. Herzlichen Glückwunsch an den Bewahrer (ausschließlich seiner) Werte! Zynische Grüße
rosenrot367 27.07.2018
4. Super!
Damit hat sich das Treffen von Trump mit Kim schon gelohnt! Was all die Präsidenten - von Kennedy bis Obama - nicht geschafft haben, hat Trump mit einem einzigen T+reffen in Singapur hingekriegt. Für die Angehörigen der Gefallenen ist das sehr wichtig und sie werden es diesem Präsidenten danken - mit ihren Stimmen.
sven17 27.07.2018
5.
Sie wissen aber schon, wer den Koreakrieg damals ausgelöst hat? Oder wird das in iherer speziellen Sichtweise gerne unterschlagen? Aber hauptsache etwas US-Bashing betreiben und sich auch nicht von Fakten irritieren lassen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.