Reaktionen auf Gipfeltreffen Trump jubelt über Korea-Abkommen - und die USA

Nord- und Südkorea haben eine komplette Atomabrüstung angekündigt. US-Präsident Trump ließ umgehend wissen, wem das Resultat des Gipfeltreffens zu verdanken sei.

Kim Jong Un (l.) und Moon Jae In beim Gipfel in Panmunjom
AP/ Korea Summit Press Pool

Kim Jong Un (l.) und Moon Jae In beim Gipfel in Panmunjom


Die Reaktion von Donald Trump auf das historische Gipfeltreffen in Korea kam natürlich per Twitter. "Koreakrieg vor dem Ende" schrieb der US-Präsident dort in Großbuchstaben, nachdem sich Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und Südkoreas Staatschef Moon Jae In zu Frieden und atomarer Abrüstung bekannt hatten.

Trump bezeichnete das Gipfeltreffen als "historisch". Und: "Die USA und ihr großartiges Volk sollten sehr stolz auf das sein, was sich gerade in Korea abspielt", hieß es weiter in der Twitter-Botschaft.

Für die nächsten Wochen ist auch ein Treffen zwischen Kim und Trump geplant. Eine solche Begegnung galt lange Zeit als ausgeschlossen. Trump machte das Zustandekommen einer Begegnung mehrfach von einem Erfolg des Gipfels im Grenzort Panmunjom abhängig.

Kim und Moon erklärten nach ihrem Treffen, ihre Länder strebten noch in diesem Jahr eine Friedensvereinbarung für die Halbinsel an und wollten sich für eine atomare Abrüstung einsetzen. Es solle ein Ende des seit Jahrzehnten währenden Kriegszustands ausgerufen werden. Ziel sei eine "dauerhafte und stabile" Friedensregelung.

Der Korea-Krieg war vor 65 Jahren mit einem Waffenstillstand zu Ende gegangen - ein Friedensvertrag wurde aber nicht geschlossen. Formal befinden sich beide Länder deswegen weiter im Kriegszustand. Nun solle es mit den USA und möglicherweise auch mit China Treffen für eine Friedensvereinbarung geben, hieß es in der Gipfelerklärung. Washington und Peking haben den 1953 vereinbarten Waffenstillstand mit unterzeichnet.

Durchweg positiv waren auch die Reaktionen anderer Staaten: Das chinesische Außenministerium erklärte, es habe die Hoffnung, dass beide Seiten einen politischen Prozess zur Lösung der Probleme auf der Halbinsel vorantreiben könnten. China sei bereit, bei diesem Punkt weiter eine proaktive Rolle zu spielen. China gilt als engster nordkoreanischer Verbündeter.

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Treffen von Kim und Moon: Ein Schritt nach vorn

Auch die Bundesregierung äußert sich erfreut. "Grundsätzlich sind wir froh darüber, dass Nordkorea endlich die ausgestreckte Hand Südkoreas angenommen hat", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts. Man hoffe, dass Nordkorea nun mit der gleichen Ernsthaftigkeit wie Südkorea in den Dialog eintrete.

Das russische Präsidialamt sprach von einer "sehr positiven Entwicklung". Russland werde alle weiteren Schritte begrüßen, um die Spannungen zu verringern, wie ein Treffen von Trump und Kim. Japans Regierungschef Shinzo Abe sagte, er erwarte von Nordkorea konkrete Schritte. Auch Abe erwägt ein baldiges Treffen mit Kim.



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