Erstes Treffen seit zwei Jahren Süd- und Nordkorea verständigen sich auf Militärgespräche

Es war nur ein erstes Treffen, aber Süd- und Nordkorea wollen darauf aufbauen: Die beiden Nachbarländer vereinbarten regelmäßige Gespräche, um die "militärischen Spannungen zu entschärfen".


Süd- und Nordkorea haben bei ihrem ersten Treffen seit zwei Jahren die Aufnahme von Militärgesprächen vereinbart. In einer gemeinsamen Mitteilung erklärten die Nachbarländer, sie wollten die "aktuellen militärischen Spannungen entschärfen".

Nordkorea kündigte bei den Gesprächen seine Teilnahme an den Olympischen Winterspielen an. In der gemeinsamen Mitteilung hieß es, Pjöngjang werde eine Delegation aus Athleten, Fans, Künstlern, Zuschauern, einem Taekwondo-Team und Journalisten entsenden.

Südkorea verpflichtete sich demnach, der Delegation die "nötigen Annehmlichkeiten und Einrichtungen" zur Verfügung zu stellen. Die Gespräche zwischen ranghohen Regierungsvertretern fanden in der demilitarisierten Zone statt.

Nordkorea - Die Chronik des Konflikts

Die Annäherung beider Seiten folgt auf Monate, in denen sich der Konflikt auf der seit Jahrzehnten geteilten Halbinsel gefährlich zugespitzt hatte. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un versetzte die internationale Gemeinschaft mit Raketentests und dem bislang gewaltigsten Atomtest in Aufregung. Er verstieß damit gegen Resolutionen der Vereinten Nationen.

Zudem lieferte sich Kim einen verbalen Schlagabtausch mit US-Präsident Donald Trump, der wiederum Nordkorea mit der völligen Zerstörung drohte. All dies löste international die Sorge vor einem Atomkrieg aus.

cte/Reuters/AFP

insgesamt 25 Beiträge
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mwroer 09.01.2018
1.
Jetzt muss man nur dafür sorgen dass es bilaterale Gespräche bleiben und die USA raushalten. Das sind die einzigen die nicht an einer Entspannung der Lage interessiert sind.
Ossifriese 09.01.2018
2. Abfindung
Seoul scheint sich mit der atomaren Bewaffnung des Nachbar abzufinden. Es ist für die Südkoreaner auch wohl die beste Lösung, andernfalls sind sie es, die am meisten unter einem Krieg zu leiden hätten.
wannbrach 09.01.2018
3.
Wenn es nach den Südkoreanern geht wird es nie zu einem Konflikt mit dem Norden geben, es ist Trump der die Sache angeheizt hat.
rkinfo 09.01.2018
4. Peking drückt gewaltig ;-)
Nordkorea steht mit seiner Militärpolitik nun völlig am Abgrund. Peking dürfte auf Entspannung und problemlose, olympische Spiele bauen. Danach muss Nordkorea sein Atomspielzeug nach Peking liefern.
hansriedl 09.01.2018
5. Es geht doch
Die beiden Korea-Staaten reden jetzt wieder miteinander, das ist ein großer Fortschritt. Sport verbindet die Völker ! Die Korea-Staaten haben nun die Möglichkeit, aus dem Konflikt heraus zu kommen und es können beide vor ihrer eigenen Bevölkerung als Friedenshelden dastehen, ohne wechselseitig ihr Gesicht zu verlieren (was für die asiatische Mentalität ganz wichtig ist) Wichtig ist, das der Tollpatsch Trump den Verhandlungen fern bleibt
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