Annäherung zwischen Nord- und Südkorea Und bald rollen die Züge wieder

Seit dem Gipfeltreffen zwischen Nordkoreas Kim Jong Un und Südkoreas Moon Jae In nähern sich die zwei verfeindeten Länder weiter an. Nun soll der Bahnverkehr wieder aufgenommen werden.

Nordkoreas Kim Jong Un und Südkoreas Moon Jae In
AFP/ The Blue House

Nordkoreas Kim Jong Un und Südkoreas Moon Jae In


Südkorea und Nordkorea haben sich darauf geeinigt, die grenzüberschreitenden Bahnverbindungen wiederherzustellen und zu modernisieren. Als erstes soll ein gemeinsames Team die Strecken auf nordkoreanischer Seite prüfen, die mit Südkorea verbunden werden könnten. Das geht aus einer Erklärung hervor, die Unterhändler beider Seiten nach Gesprächen im Grenzort Panmunjom veröffentlichten.

Die Inspektionen sollen im Juli im westlichen Teil der koreanischen Halbinsel beginnen, wo künftig eine Strecke Seoul mit Sinuiju an der Grenze zu China verbinden könnte. Daraufhin soll auch eine Strecke an der Ostküste untersucht werden.

Um die wirtschaftliche Zusammenarbeit samt Bahnverkehr wieder in Gang zu bringen, müssten zunächst die internationalen Sanktionen gegen Nordkorea aufgehoben werden. Das weithin abgeschottete Land ist wegen seines Atomprogramms strengen Wirtschaftssanktionen unterworfen.

Bereits Einigung über Treffen getrennter Familien

Mit den Gesprächen zum Bahntransport setzten Süd- und Nordkorea einen Punkt der Erklärung ihres Gipfeltreffens vom 27. April um. Seit dem Gipfel hatten sie sich bereits darauf geeinigt, die militärischen Kommunikationskanäle wiederherzustellen. Außerdem hatten sie sich über neue Treffen zwischen getrennten Familien einigt.

Als das geplante Gipfeltreffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump zu scheitern drohte, trafen sich der südkoreanische und der nordkoreanische Staatschef überraschend ein zweites Mal.

Ende Dezember 2007 hatten beide Länder erstmals seit dem Koreakrieg (1950-53) im Westen wieder einen Eisenbahnbetrieb für den Gütertransport über die Grenze eingerichtet. Doch aufgrund neuer Spannungen wurde der Betrieb nach knapp einem Jahr wieder eingestellt.

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Korea-Gipfel: Zur Not dann eben ohne Trump

ans/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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swandue 26.06.2018
1.
Herrje, da waren die letzten 20 Jahre der deutschen Teilung Kindergarten gegen das, was in Korea abläuft. Und das seit 65 Jahren.
brosswag 26.06.2018
2. Meine Meinung zum Thema
Ich warte auf eine definitive Antwort Kims auf die Forderung Trumps zum totalen Verzicht auf Atomwaffenbesitz. Da wäre dann die Frage wie sich SK zu NK stellt wenn Kim das ablehnt. Vielleicht ist Kim auch bereit seinen SK Freunden vorzuschlagen sich gemeinsam an einem gesamtkoreanischen Atomprojekt zu beteiligen. Bei einer definitiven Wiedervereinigung müsste ja auch die Frage um das Militärwesen beider Länder erörtert werden. Eine koreanische Einheitsarmee wäre natürlich das idealste. Gesamtkorea wäre dann eine weitere Nation mit atomaren Waffen, wie Indien und Afghanistan und irgendwann auch Iran, wenn die Pression von den USA so beibehalten wird.
hugahuga 27.06.2018
3.
Eine gute Nachricht in unruhigen Zeiten. Wie es scheint, geht es innerkoreanisch voran. Zu hoffen bleibt, dass sich beide Korea nicht von den US Amerikanern dazwischen funken lassen.
thinking_about 27.06.2018
4. Eine
wubderbare Entwicklung, aber nur, wenn Trump seine Finger heraushalten würde,. Er wird nicht ohne weiteres die Sanktionen aufheben wollen. Viel Glück Korea, ihr wollt wohl wirklich zusammen kommen.
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