Nordkorea US-Experten wollen 13 geheime Raketenanlagen entdeckt haben

Laut US-Präsident Donald Trump hat Nordkorea seine Raketenprogramme gestoppt. Satellitenbilder legen nun offenbar das Gegenteil nahe.

Nordkoreanischer Raketentest (Archivbild)
AFP/ KCNA via KNS

Nordkoreanischer Raketentest (Archivbild)


Nach dem Treffen von Donald Trump und Kim Jong Un im Juni hatte der US-Präsident per Twitter die Gefahr kurzerhand für beendet erklärt: "Es gibt keine nukleare Bedrohung durch Nordkorea mehr", schrieb er. Pjöngjang wiederum verpflichtete sich zur "vollständigen Denuklearisierung" der koreanischen Halbinsel. Schon damals gab es Zweifel, wie ernsthaft diese Absicht tatsächlich ist.

Zweifel, die in den Vereinigten Staaten nun offenbar noch größer geworden sind. US-Analysten wollen nach eigenen Angaben mindestens 13 von geschätzten 20 geheimen Raketenanlagen in Nordkorea entdeckt haben. Mehrere Medien berichten über eine entsprechende Studie des Think Tanks "Center for Strategic and International Studies" aus Washington, darunter die "New York Times". Die Studie ist hier abrufbar.

Trotz der laufenden Verhandlungen über ein Ende des nordkoreanischen Programms für Atombomben und Langstreckenraketen habe man an einigen Anlagen Aufbauarbeiten feststellen können. Die Autoren des Berichts berufen sich auf Satellitenaufnahmen.

Die Entspannungsoffensive war zuletzt ohnehin ins Stocken geraten. Vergangene Woche forderte Pjöngjang die Verschiebung eines Treffens zwischen US-Außenminister Mike Pompeo und dem nordkoreanischen Gesandten Kim Yong Chol. Nordkorea drohte damit, sein Atomprogramm wieder aufzunehmen, sollte Washington die Wirtschaftssanktionen gegen Pjöngjang nicht aufheben. Pompeo besteht hingegen darauf, dass die Strafmaßnahmen bis zu Nordkoreas atomarer Abrüstung in Kraft bleiben.

Video: Mein Trip nach Nordkorea - Videotagebuch aus einem abgeschotteten Land

dbate.de

kev/AP/Reuters



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